Eine fehlerhafte Beleuchtung am Auto ist vor allem im Winter ein großes Sicherheitsrisiko. Trotzdem ist in Deutschland nach Einschätzungen des TÜV Nord jedes dritte Auto mit defekte oder nicht korrekt eingestellten Scheinwerfern unterweges. Dabei kann jeder Autofahrer mit einfachen Mitteln die Funktion seiner Scheinwerfer und Rückleuchten selbst überprüfen.
Das geht sogar alleine. Das Auto wird dabei zunächst vor eine helle Wand, etwa in der Garage, gestellt. Anhand der Reflexionen lässt sich so vom Fahrersitz aus die grundsätzliche Funktion von Abblendlicht, Nebelscheinwerfern, Fernlicht und vorderen Blinkern kontrollieren. Wird das Auto gedreht, können Bremslichter, Nebelschlussleuchte, Rückleuchten und hintere Blinker gecheckt werden. Eine defekte Leuchte wird bei vielen Autos inzwischen auch durch eine Kontrollleuchte im Armaturenbrett angezeigt.
Zur Lichteinstellung: Bei eingeschalteten Scheinwerfern sollten zwei gleich starke "Lichtinseln" auf der Projektionsfläche zu sehen sein. Beide Lichtbündel müssen zudem auf der gleichen Höhe liegen. Auf der rechten und linken Seite der Bündel ist ein Knick nach oben zu erkennen. Der ist vollkommen normal und liegt in der vorgeschriebenen asymmetrischen Lichtverteilung der Abblendscheinwerfer begründet. Vor der Wand lässt sich auch die Funktionstüchtigkeit der Leuchtweitenregulierung erkennen: Die Lichtkegel müssen sich bewegen, wenn das Rändelrad am Armaturenbrett verstellt wird. Bei Fahrzeugen mit automatischer Regulierung muss der Lichtkegel beim Starten der Zündung zunächst nach unten und dann hoch in die optimale Position wandern. Falls eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage vorhanden ist, muss deren Funktion geprüft werden. Bei Systemen mit Wischern sollte auf die Unversehrtheit der Gummilippen geachtet werden, da sonst Schlieren entstehen. Falls bei der Prüfung Unstimmigkeiten auftauchen, ist eine Werkstatt aufzusuchen, die einen professionellen Lichttest durchführt und die Scheinwerfereinstellung gegebenenfalls ändert
Außerdem sind die Streu- und Abschlussscheiben an den Frontlampen zu überprüfen. Sie können sich durch Beschlagen von innen oder Steinschlag trüben, so dass sie das Licht nicht mehr korrekt verteilen. Ist die Leuchtkraft trotz intakter Scheiben nur schwach, kann das bei älteren Autos an korrodierten Steckverbindungen liegen. Wer handwerkliches Geschick mitbringt, kann diese selbst überprüfen und reinigen. Hilft das nicht, können die Glühlampen auch überaltert sein. Beim Austausch sollten hochwertige Markenprodukte verwendet werden, die laut einschlägiger Tests eine bessere Leichtwirkung haben als Billiglampen.
Dienstag Februar 3
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