- nur ausreichender Vortrieb- lauter, dröhnender Motor |
- guter Federungskomfort |
- etwas wankanfällig |
- flexibel nutzbarer Innenraum |
- versenkbare Sitze wären praktischer |
- ESP Serie |
- wenig sinnvolle Scout-Ausstattung |
Basismotor mit 86 PS
Bei dem getesteten 1,4-Liter-Benziner handelt es sich um den gleichen Motor, der auch im VW Golf als Basismotor dient. Kürzlich wurde das Aggregat rund zehn PS stärker und leistet nun 86 PS. Dennoch gehört man im Straßenverkehr mit diesem Motor immer zu den Langsameren. Wer einigermaßen schnell sein will, muss hoch drehen, und dann wird das Innenraumgeräusch unangenehm laut. Die eher maue Motorkraft ergibt mit den 17-Zöllern und den Niederquerschnittsreifen einen Kontrast: Die Kombination aus schwachem Motor und supersportlichen Felgen ist wohl nicht jedermanns Sache.
In 13,0 Sekunden auf Tempo 100
Die Fünfgang-Schaltung jedoch bietet keine Schwachpunkte. Mit dieser Kombination spurtet der Einstiegs-Scout in 13,0 Sekunden auf 100 km/h. Den Spritverbrauch gibt Skoda mit 6,8 Litern an, doch dieser Wert ist wohl nur schwer erreichbar. Unser Bordcomputer zeigte auf der Testfahrt Werte zwischen 8,1 und 8,8 Litern an. Dabei ergab sich der höchste Wert allerdings nach dem Ausloten der Höchstgeschwindigkeit, die bei 169 km/h erreicht wird unser Tacho zeigte sogar noch ein paar Stundenkilometer mehr an.
Fahrwerk: Deutlich besser als beim Fabia
Das Fahrwerk ist durch die rund 1,65 Meter hohe Karosserie stark gefordert. Natürlich wankt so ein Auto in scharf gefahrenen Kurven etwas nach außen. Im Vergleich etwa zum neuen Fabia jedoch, den wir direkt danach fuhren, fühlt sich der Roomster deutlich straffer an. Die Sitze bieten im Roomster Scout eher wenig Seitenhalt hierin unterscheidet er sich nicht von der normalen Version. Differenzierungsmerkmale im Innenraum sind silberne Details an Schaltknauf, Türöffnern und Luftausströmern, Edelstahlpedale sowie spezielle Sitzbezüge und Fußmatten.
Variables Sitzsystem
Das Sitzsystem unterscheidet sich nicht von dem des normalen Roomster. Im Fond haben auch große Passagiere viel Platz hier macht das Auto dem Namen Roomster Ehre. Die äußeren Sitze lassen sich um 15 Zentimeter längs verschieben. Außerdem können die Lehnen sehr einfach umgeklappt werden. Im nächsten Schritt wird das gesamte Möbel in die Senkrechte gekippt. Anschließend kann man die Sitze noch ausbauen. So erweitert sich das Kofferraumvolumen von 450 schrittweise auf 1.780 Liter erweitern. Wer will, kann sich eine Fahrradhalterung für 180 Euro bestellen, die innen im Kofferraum befestigt wird. Hierin lassen sich die Vorderradnaben von zwei Fahrrädern einspannen. So können zwei Drahtesel schräg im Gepäckabteil stehend transportiert werden.
Ab 17.490 Euro
Den Roomster Scout gibt es ab 17.490 Euro. Dafür bekommt man den getesteten 86-PS-Benziner. Die nächstgrößere Motorisierung mit 105 PS kostet genau 1.000 Euro mehr. Die Version Scout ist die teuerste im Roomster-Programm; sie kostet 400 Euro mehr als die Variante Comfort. Doch basiert der Scout auf dem Roomster Style, der 1.500 Euro günstiger ist. Laut Extrapreisliste kostet es runde 1.300 Euro, den Style auf die gleiche Ausstattung wie den Roomster zu bringen. Dazu kommen noch einige Extras, die es nicht einzeln zu kaufen gibt wie die 17-Zoll-Räder, die um die 800 Euro kosten dürften, die Fußmatten und die Beplankung. So ist die Mehrausstattung des Scout nicht zu teuer bezahlt. Wir würden uns dennoch eher den Style bestellen und die Ausstattung nur um das ESP für 300 Euro erweitern. Damit sparen wir 1.200 Euro an Ausstattung, und wählen lieber das 105-PS-Triebwerk. Es bringt viel mehr Fahrspaß, braucht aber nur 0,2 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer.
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: