- 170-PS-TDI mit super Vortrieb, leise und laufruhig- niedriger Verbrauch, Euro 5 |
- straff- nicht unkomfortabel |
- schöne Sitze mit extrem gutem Seitenhalt |
- lieblose Innenraumgestaltung |
- günstiger als das Original VW Golf GTD- fünf Türen (wie bei allen León) serienmäßig |
170-PS-TDI jetzt auch mit DSG
Allerdings zeigte der Bordcomputer unserer Schaltversion gleich 7,4 Liter auf 100 Kilometer an. Und das, obwohl wir viel Landstraße und nie schneller als 130 km/h fuhren. Und wir orientierten uns fast immer an der neuen Gangempfehlung, die jetzt alle León mit Schaltgetriebe anzeigen. Neben der bisher schon angebotenen, serienmäßigen Sechsgang-Schaltung gibt es nun auch eine Kombination des 170-PS-TDI mit einem Sechsgang-DSG. Diese braucht laut Hersteller allerdings ein Quäntchen mehr als der Schalter, nämlich 5,7 statt 5,3 Liter.
Elektronisches Sperrdifferenzial XDS
Das Fahrwerk hat Seat beim León generell etwas weicher gemacht, da es von den meisten Fahrern als zu hart empfunden wurde. So sind die Querstabilisatoren vorne und hinten nun weniger steif und die Federn weicher. Dasselbe gilt auch für das serienmäßige Sportfahrwerk des FR, das ihn sieben Millimeter tiefer legt als die Normalversion. Dennoch fühlt sich der sportliche Kompaktwagen nach wie vor straff und keinesfalls zu weich an. Neu beim León ist außerdem das elektronische Sperrdifferenzial XDS, das hier erstmals zum Einsatz kommt, aber Schritt für Schritt in weitere Baureihen übernommen werden soll. Es ist beim FR Serie.
Optik-Änderungen wie beim normalen León
Äußerlich bekommt der FR zunächst einmal die gleichen Detailänderungen - zum Beispiel am Grill, an der Heckschürze und an den Spiegeln - wie der normale León der neuen Version. Seat spricht von einer neuen Generation des León, doch handelt es sich eher um ein Facelift. Sportliche Besonderheiten heben den FR deutlich von den anderen Modellen ab und machen ihn zu einem typischen Seat-Kracher. Die Gestaltung ist weit extrovertierter als etwa beim GTI. Understatement-Liebhaber sollten den FR also gleich stehen lassen.
Böse schwarze Felgen
Unsere Testversion ist knallorange lackiert, hat dazu schwarze Felgen und hinten einen schwarzen Diffusoreinsatz, aus dem extradicke Auspuffrohre lugen. Damit braucht man keine Angst zu haben, unentdeckt zu bleiben. Im Innenraum allerdings enttäuscht das Sport-Modell. Die Sitze sind zwar schön gestaltet - ein roter FR-Schriftzug leuchtet auf weißem Alcantara, dazu gibt es Sitzwangen aus Leder. Noch besser gefällt uns der gute Seitenhalt der Sportsitze, die beim FR serienmäßig sind.
Triste Instrumente
Die Sitze verdienen also Lob, doch der Rest des Innenraums
naja. Die Instrumente sind grau und trist und die Mittelkonsole in grauem Plastik sieht billig aus. Überdies passt das schwarze Material des optionalen Navis nicht dazu - abgesehen davon, dass der Helfer zu tief eingebaut ist. Vieles im Innenraum ist aus billigem Hartplastik, zum Beispiel die Türinnenverkleidung, der zwischen den Sitzen liegende Teil der Mittelkonsole und Teile des Armaturenbretts. Noch windiger ist das leichte, graue Plastik im unteren Bereich des Lenkrads - und da man das Lenkrad oft anfasst, stört die schlechte Haptik hier deutlich.
Fehlender Startknopf
Der Schalthebel mit FR-Logo und rot vernähtem Leder liegt dagegen gut in der Hand. Einem Sportmodell würde allerdings ein Motor-Startknopf besser anstehen als die beim FR anzutreffende traditionelle Lösung. Alles in allem sieht der Golf GTD innen wesentlich besser aus - nur seine karierten Sitze gefallen uns weniger.
Rund 800 Euro günstiger als der GTD
Den Diesel-FR gibt es in der Schaltversion für 26.690 Euro. Damit ist der stets fünftürige spanische Wagen rund 800 Euro günstiger als der deutsche: Den VW Golf GTD gibt es erst ab 27.475 Euro. Zur Optik-Serienausstattung des Seat gehören 18-Zoll-Aluräder, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, besondere Stoßfänger und ein dicker Doppelauspuff. Innen gibt es ein Lederlenkrad mit FR-Logo, einen FR-Schaltknüppel und Sportsitze. Für Komfort sorgen ein MP3-fähiges CD-Radio mit USB- sowie Aux-In-Anschluss, eine Klimaautomatik, ein Tempomat, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Das Sicherheitspaket umfasst ESP sowie sechs Airbags. Das DSG kostet 1.700 Euro Aufpreis.
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