Mit Doppelantrieb: Die interessantesten Hybridfahrzeuge

Haar, 4. Juni 2007 – Hybridfahrzeuge besitzen gleich zwei Antriebe. In der Regel ist dies neben einem normalen Verbrennungsmotor noch ein Elektromotor oder sogar mehrere davon. Der Elektromotor wird jedoch nicht von Strom aus der Steckdose angetrieben. Beim Bremsen oder im Schiebebetrieb lädt ein Generator eine Batterie auf. In unserer Übersicht stellen wir Ihnen die interessantesten Vertreter dieser umweltfreundlichen Gattung vor.

Audi Q7 Hybrid
In einer Weltpremiere stellte Audi auf der IAA im September 2005 neben dem Serien-Q7 noch eine Hybrid-Version des SUV vor. Eine Serienversion wird es nicht vor 2008 geben. Das besondere Novum dieser Konzeptstudie: Audi bringt hier erstmals einen FSI-Benzin-Direkteinspritzer in einem Hybridfahrzeug zum Einsatz. Die Kraftübertragung erfolgt mit einer Sechsstufen-Tiptronic. Der V8-FSI-Motor mobilisiert 350 PS und ein Drehmoment von 440 Newtonmetern. Der Elektromotor leistet 200 Newtonmeter und 43 PS. Mit dem FSI-Aggregat ist er über eine Trennkupplung verbunden. Seine Energie bezieht der Elektromotor aus einem Batteriesystem, das im Fahrzeugheck unterhalb des Ladebodens untergebracht ist.

BMW Concept X3 EfficientDynamics
Der von BMW vorgestellte Hybrid-X3 ist eine Studie, die einen konkreten Ausblick auf die Antriebszukunft bei BMW gibt. Als überwiegende Kraftquelle dient ein Reihensechszylinder mit strahlgeführter Direkteinspritzung. Zusätzlich schiebt ein 400 Newtonmeter starker Elektromotor mit bis zu 82 PS den Wagen an. Bei moderater Beschleunigung wird das Fahrzeug allein vom Elektromotor angetrieben. Erst bei stärkerer Beschleunigung oder höheren Geschwindigkeiten bringt der Verbrennungsmotor den X3 voran. Mit dieser Technik soll der Hybride deutlich schneller als das Serien-Pendant mit konventionellem Antrieb sein. Laut BMW sprintet die Studie in 6,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liege bei 235 km/h. Trotz besserer Fahrleistungen verbraucht das Fahrzeug 20 Prozent weniger Sprit, so BMW.

Chevrolet Tahoe Two-mode Hybrid
Auf der Detroit Auto Show 2006 erblickte das erste Auto mit einem so genannten bimodalen Vollhybridsystem das Licht der Autowelt, der Chevrolet Tahoe Two-mode Hybrid. Der Tahoe kombiniert einen V8-Benziner mit einem Elektromotor. Der Antrieb funktioniert mit zwei Betriebsarten. Der erste Modus ist für geringe Geschwindigkeiten und leichte Lasten gedacht. Der zweite kommt vorrangig bei Autobahntempo zum Einsatz. In diesem zweiten Modus werden unter Teillast vier von acht Zylindern abgeschaltet. Rund 25 Prozent Spritersparnis ist das Resultat.

Daihatsu HVS
Daihatsu gab auf der IAA im September 2005 mit der Roadster-Studie HVS einen Ausblick auf die sportliche Zukunft der Marke. Der neuartige, leichte Roadster soll agiles Fahrverhalten und Umweltverträglichkeit unter einen Hut bringen. Das Hybridsystem besteht aus einem 1,5-Liter-Ottomotor und einem Elektromotor. Während der Front-Benziner die Vorderräder antreibt, kümmert sich ein Elektromotor um die Hinterräder. Der Generator überträgt seine Leistung über ein elektromagnetisches Kupplungs-System separat auf jedes Hinterrad. Das soll bei schneller Kurvenfahrt für erhöhte Stabilität sorgen. Dabei entsprechen die Fahrleistungen laut Daihatsu eher einem Sportwagen mit Zweiliter-Motor. In punkto Wirtschaftlichkeit soll er sparsamer als ein PKW mit Einliter-Motor sein.

Ford Escape Hybrid
Schon seit einigen Jahren ist der Ford Escape Hybrid in den USA auf dem Markt. In Deutschland ist das SUV-Modell als Maverick bekannt. Doch der deutsche Ford-Kunde kann die Hybrid-Version der Baureihe nicht kaufen. Der Escape zählt zu den Voll-Hybriden. Neben dem 2,3-Liter-Vierzylinder-Verbrennungsmotor kann nämlich auch der Elektroantrieb alleine für Vortrieb sorgen. Im E-Modus ist der Ford jedoch nur maximal 40 km/h schnell. Wird das Gaspedal voll durchgetreten, werden Otto- und Elektromotor gemeinsam aktiv. Das Benzinaggregat mobilisiert 135, der Elektromotor 95 PS. Die Fahrleistungen der Hybrid-Variante entsprechen denen des Topmodells der Escape-Baureihe mit einem 200 PS starkem Sechszylinder.

Ford Reflex
Mit der Studie Reflex will Ford zeigen, dass mutige und innovative Kompaktwagenstudien auch aus Amerika kommen können. Das Auto wird von einem Diesel-Hybridmotor angetrieben, der sich mit rund 3,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer begnügt. Neben dem Hybridantrieb für die Vorderachse steht an der Hinterachse ein eigener Elektromotor zur Verfügung – so ergibt sich ein Allradantrieb. Der unkonventionelle Einsatz von Solartechnologie, ein besonders variabel gestalteter Innenraum sowie aufblasbare Sicherheitsgurte auf der Rückbank sind weitere Highlights. Der Reflex ist ein lupenreines Konzeptfahrzeug und dürfte kaum Chancen auf eine Serienproduktion haben.

Honda Civic Hybrid
Hondas Civic Hybrid wird von einem 1,3-Liter-Benzinmotor mit 95 PS sowie einem Elektromotor angetrieben. Durch ein verbessertes IMA-System (Integrated Motor Assist) und eine 30 Prozent stärkere Batterie als beim Vorgänger leistet die elektrische Kraftquelle im Civic 20 PS. In Kombination mit dem Benzin-Aggregat stehen also insgesamt 115 PS zur Verfügung. Die Fahrleistungen des Civic Hybrid sollen mit denen eines PKW mit 1,8-Liter-Benziner vergleichbar sein.

Honda Insight
Der Honda Insight wird in den USA als Serienmodell mit Hybridantrieb angeboten. Bei uns gibt es das futuristisch gestaltete Sparmobil nicht. Der Insight besitzt einen Dreizylindermotor mit 995 Kubikzentimetern Hubraum und 68 PS. Damit wird entweder eine Fünfgang-Schaltung oder ein stufenloses CVT-Getriebe kombiniert. Beim Beschleunigen hilft ihm ein zusätzlicher Elektroantrieb. So ist der 100-km/h-Sprint nach 12 Sekunden zuende, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Dennoch bleibt der Insight mit dem IMA-Motor mit nur drei Litern Verbrauch sehr sparsam.

Lexus RX 400h
Die Hybridversion des noblen Offroaders Lexus RX besitzt einen 211 PS starken 3,3-Liter-V6 sowie zwei Elektromotoren. Einer ist für den Antrieb der Vorderachse bestimmt, der andere für die Hinterachse. Durch den Hinterachsmotor ergibt sich ein Allradantrieb – allerdings auf ganz andere Art als beim normalen RX. Die Gesamtleistung des Systems liegt bei 272 PS. Damit spurtet der Lexus in 7,6 Sekunden auf Tempo 100. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 8,1 Litern auf 100 Kilometer an – wenig im Vergleich zu manch anderem Offroader mit Benzinmotor.

Lexus GS 450h
Der Lexus GS 450h ist seit Juni 2006 auf dem Markt. Anders als der RX 400h ist er kein Allradler, sondern ein Hecktriebler. Seine Leistung von 340 PS resultiert aus einem 286 PS starken V6-Benziner mit 3,5 Litern Hubraum und Benzindirekteinspritzung, kombiniert mit einem 190-PS-Elektromotor. So ausgestattet schafft das Auto den Spurt von null auf 100 km/h in unter sechs Sekunden. Die Versionsbezeichnung 450h deutet darauf hin, dass der Lexus so leistungsfähig wie ein Auto mit konventionellem 4,5-Liter-V8 sein soll. Beim Verbrauch jedoch soll das Auto mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder mithalten können.

Lexus LS 600h
Mit der Studie LF-Sh zeigte Lexus auf der Tokyo Motor Show im Herbst 2005 einen Ausblick auf eine Hybridversion des über fünf Meter langen LS. Die Serienausführung LS 600h kommt im August 2007 auf den Markt – als drittes Hybridfahrzeug von Lexus. Das Hybridsystem besteht aus einem neu entwickelten Fünf-Liter-Benziner mit acht Zylindern und einem leistungsstarken Elektromotor. Gemeinsam generieren beide Antriebe eine Systemleistung von 445 PS. Damit erreicht das Lexus-Flaggschiff einen Verbrauch von 9,5 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß liegt bei rund 220 Gramm pro Kilometer.

Mazda 5 mit Wankel-Hybrid
Mazda brachte im Herbst 2005 zur Tokyo Motor Show eine ganze Reihe zukunftsträchtiger Ideen mit. Dazu gehörte die Studie einer Hybridversion des Mazda 5. Der Wankelmotor des Hydrogen RE Hybrid kann sowohl mit Benzin als auch mit Wasserstoff betrieben werden. Zusätzlich ist im Motorraum ein Elektroantrieb untergebracht. Die Batterie dazu wurde unter der zweiten Sitzreihe, der Hochdruck-Wasserstofftank unter der dritten Sitzreihe platziert, sodass das Platzangebot im Innenraum erhalten bleibt.

Mazda Senku
Mit dem RX-8 hat Mazda das einzige Wankelmotor-Fahrzeug der Welt auf dem Markt. Das 2005 in Tokyo vorgestellte Konzeptfahrzeug Senku kombiniert den Wankelmotor mit einem Hybridantrieb. Der Sportwagen bietet Platz für vier Erwachsene. Ungewöhnlich für ein Coupé sind die elektrischen Schiebetüren. Der Wankelmotor sitzt beim Senku als Mittelmotor zwischen den Achsen. Anders als der RX-8 besitzt der Senku eine Benzindirekteinspritzung. Und er hat zusätzlich einen Elektroantrieb an Bord.

Mercedes S-Klasse Hybrid
Bei Mercedes heißen die Hybrid-Studien „Direct Hybrid" und „Bluetec Hybrid“. Beide zeigen in der S-Klasse ihr Potenzial. Beim „Direkt Hybrid“ gibt es eine strahlgeführte Benzin-Direkteinspritzung der zweiten Generation. Die Technik wurde auf Basis des 3,5-Liter-V6 in Verbindung mit einem Elektromotor vorgestellt. Beim Diesel geht es darum, strenge Abgaslimits im Hinblick auf Stickoxid-Emissionen einzuhalten. Dieses Ziel setzt der neue Dreiliter-V6-Diesel in der neuen S-Klasse in Verbindung mit einem drehmomentstarken Elektromotor als Studie um.

Mercury Meta One
Die Ford-Tochter Mercury stellte auf der Detroit Auto Show im Januar 2005 erstmalig die Studie Meta One vor. Besonders interessant ist der Antrieb des Meta One: Die Studie verfügt über ein PZEV Diesel-Hybrid-System. PZEV steht für Partial Zero Emission Vehicle, also teilweise emissionsfreies Fahrzeug. Der Elektromotor allein kann nämlich das Fahrzeug antreiben und der Meta One somit zumindest kurzzeitig völlig abgasfrei gefahren werden. Außerdem soll der Elekroantrieb in Kombination mit dem V6-Diesel einen niedrigen Verbrauch ermöglichen und für geringere Emissionen sorgen. Der Selbstzünder wurde außerdem für den Konsum von Dieseltreibstoff aus erneuerbaren Energieträgern optimiert.

Mitsubishi Concept-CT MIEV Hybrid 4WD
Mitsubishi zeigte die Studie Concept-CT MIEV Hybrid 4WD auf der Auto Show 2006 in Detroit. Das Auto mit dem komplizierten Namen wird sowohl von einem 1,0-Liter-Benzinmotor als auch von der von Mitsubishi entwickelten MIEV-Technologie (Mitsubishi In-wheel motor Electric Vehicle) angetrieben: Wie schon der Lancer Evolution MIEV hat er vier radintegrierte Elektromotoren. Als Energiespeicher fungiert eine Lithium-Ionen- Batterie. Die Hybridstudie ist außerdem das erste kompakte Schrägheckmodell von Mitsubishi für Nordamerika.

Opel Astra Hybrid
Auch Opel forscht im Bereich der kombinierten Antriebe: Bereits im Januar 2005 stellen die Rüsselsheimer in Detroit eine Diesel-Hybrid-Studie vor. Das auf dem Astra GTC basierende Konzeptfahrzeug soll immerhin ein Viertel weniger Kraftstoff benötigen. Der Antrieb wurde von General Motors (GM) und DaimlerChrysler gemeinsam entwickelt. Angetrieben wird die Studie von einem 125 PS starken 1.7-CDTI-Motor mit wartungsfreiem Partikelfilter sowie zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 30 und 40 Kilowatt. Die E-Motoren schalten sich je nach Fahrzustand zu oder kommen ausschließlich zum Einsatz. Die Boost-Funktion der Elektromotoren führt zu ordentlichen Fahrleistungen: So wird für den Astra Diesel-Hybrid ein Beschleunigungswert von null auf hundert in weniger als acht Sekunden angepeilt.

Saturn Vue Green Line Hybrid
Ein besonders günstiges Hybridsystem stellte die GM-Marke Saturn 2006 im Vue vor. Der Vue Green Line Hybrid verfügt über einen 2,4-Liter-Vierzylinder. Die besonders einfache Hybridarchitektur spart Sprit durch Abschalten des Motors bei Leerlauf und die Rückgewinnung der Bewegungsenergie durch regeneratives Bremsen. Die Studie soll 8,7 Liter pro 100 Kilometer in der Stadt und 7,4 Liter auf dem Land verbrauchen.

Smart Crosstown
Eine kleine Sensation war dieser Smart Crosstown schon: Auf der Automesse IAA im September 2005 wurde die interessante Studie gezeigt. Erstmals präsentierte der Hersteller ein komplettes Fahrzeug mit Hybridantrieb. Durch die Kombination von einem 31 PS starken Elektromotor und dem vom Smart Fortwo bekannten Benzinmotor mit 61 PS benötigt der Crosstown deutlich weniger Kraftstoff: Der Normal-Smart braucht 4,7 Liter; die Studie soll sich rein rechnerisch 15 Prozent weniger nehmen. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie beim Smart Fortwo elektronisch auf 135 km/h begrenzt. Inwieweit und zu welchem Zeitpunkt ein solches Antriebskonzept für den Smart Fortwo oder den Smart Forfour erhältlich sein wird, ist noch nicht entschieden.

Toyota Camry Hybrid
Toyota bietet den Camry demnächst in einer Hybrid-Variante an. In dieser Ausführung wird der 2,4-Liter-Motor mit einem stufenlosen Getriebe und einem Elektromotor gekoppelt. So erreicht der Camry Hybrid eine Spitzenleistung von 192 PS. Die jüngste Generation des Camry war 2006 in Detroit auf der Auto Show zu sehen. Die neue Version soll sportlicher und technisch anspruchsvoller geworden sein. Das Fahrwerk und die beiden Motoren wurden optimiert. In Deutschland wird der Camry allerdings nicht mehr angeboten, da das höherwertige Marktsegment der Luxusmarke Lexus reserviert wird.

Toyota Estima Hybrid-Konzept
Toyota hat auf der Tokyo Motor Show im Herbst 2005 eine neue Generation der Van-Baureihe Estima mit einem Hybrid-System und elektrischem Allradantrieb gezeigt. Das Hybrid-System kommt in ähnlicher Form wie im Lexus RX 400h daher und kombiniert ein Benzin-Aggregat mit zwei Elektromotoren. Hinzu kommt ein neuartiges Abgas-Aufbereitungssystem, mit dem neben den CO2-Emissionen auch die übrigen Abgaswerte nochmals reduziert werden sollen. Der Innenraum bietet eine klare und offene Atmosphäre mit einem Hightech-Armaturenbrett als Blickfänger. Die zweite Sitzreihe verfügt über integrierte Fußstützen, während sich die Sitze der dritten Reihe besonders leicht zusammenfalten lassen.

Toyota Prius
Bereits seit einiger Zeit ist der Toyota Prius am Markt. Ihn bringen ein Benzin- und ein Elektromotor voran. Sie sorgen je nach Leistungsanforderung separat oder zusammen für Vortrieb. Der 1,5-Liter-Benzinmotor des Prius leistet 78 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 115 Newtonmetern bei 5.000 Umdrehungen zur Verfügung. Der Elektromotor erreicht eine Leistung von 68 PS und ein Drehmoment-Maximum von 400 Newtonmetern, das zwischen null und 1.200 Umdrehungen pro Minute anliegt. Kombiniert ergibt sich eine Leistung von 113 PS. Damit erreicht der Prius eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h, der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 10,9 Sekunden. Der Prius ist ab 24.877 Euro zu haben.

Montag Juni 4

Co2-Rechner

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