- Leistung und Drehmoment passen perfekt |
- naturgemäß hoher Verbrauch |
- für schweres Gelände geeignet |
- Komfort-Modus könnte sanfter sein |
- optisch leicht als Sondermodell erkennbar- innen geräumig, hochwertig und einzigartig |
- Einstiegspreis geht in Ordnung |
- Aufpreisliste immer noch happig |
Erhellend: Die Lichtbrücke
Die Ledereinrichtung des Cayenne S Transsyberia lädt zu langen Fahrten ein: Das Gestühl gibt guten verstellbaren Seitenhalt und bietet Komfort für die große Reise. Der Alcantara-Dachhimmel sowie das Alcantara-Lenkrad mit 12-Uhr-Markierung verstärken den hochwertigen Eindruck. Wer will, bekommt zum Sondermodell kostenlos eine Lichtbrücke mit vier leuchtstarken Scheinwerfern - wann bekommen wir bei Porsche schon mal was kostenlos dazu? Die Brücke darf nur auf privatem Gelände montiert und eingesetzt werden , da laut Paragraf 50 Absatz III Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung bei Abblendlicht "... der höchste Punkt der leuchtenden Fläche nicht höher als 1.200 mm über der Fahrbahn ..." liegen darf. Da die Dachleuchten in 1,70 Meter Höhe schweben, liegen die Lichter 50 Zentimeter über dem erlaubten Niveau. Montiert ist das Gestell in zwei Minuten, wobei die breiten 1.178 Euro teuren Trittbretter rechts und links des Wagens sehr hilfreich sind. Die Scheinwerfer der Lichtbrücke werden über einen Druckknopf links neben dem Innenspiegel aktiviert und erzeugen einen überzeugenden Lichtkorridor, der beinnahe nach Zeittunnel aussieht.
Auf Luft fahren
Der Transsyberia bettet sich serienmäßig auf ein verstellbares Luftfahrwerk. Das darauf aufbauende Porsche Active Suspension Management (PASM) bietet für Sicherheit und Wohlbefinden die Stufen "Komfort", "Normal" und "Sport". Sport macht den Wagen fühlbar straff - das Richtige für die Autobahn. Den Unterschied zu Normal spüren wir kaum, zu Komfort dann schon. Aber selbst im Komfort-Modus gibt der Cayenne noch den Harten - ist nichts für "Prinzessin-auf-der-Erbse"-Typen. Das heißt aber auch, dass der Wagen kaum wankt, sich also auch im weichsten Fahrmodus dynamisch durch die Kurven wedeln lässt. Zudem bietet die Luftfederung sechs Niveaustufen, bis zu 271 Millimeter Bodenfreiheit sind drin. Zum Vergleich: Der ausgesuchte Offroader Jeep Wrangler ist mit 238 Millimeter Bodenfreiheit unterwegs. Im Sondergelände-Niveau bringt es der Transsyberia auf eine Wattiefe von etwas über 55 Zentimeter.
Viel geregelt
Ebenfalls serienmäßig beim Transsyberia mit dabei: das Porsche Traction Management (PTM). Dieses System kümmert sich um den permanenten Allradantrieb, macht ihn noch effizienter. Grundsätzlich werden beim Transsyberia 62 Prozent der Motorkraft an die Hinterräder geleitet, 38 Prozent bleiben für die Vorderräder übrig. Dieses Verteilungsverhältnis wird je nach Fahrsituation angepasst - in schwierigem Gelände kann bei Bedarf die Längssperre zu 100 Prozent gesperrt werden. Außerdem bietet das PTM ein Reduktionsgetriebe, damit sich der Wagen auch noch aus dem größten Schlamassel freiwühlen kann. Der Transsyberia ist also definitiv kein Fahrzeug in reiner Offroad-Optik, er ist tatsächlich für schweres Gelände gerüstet. Geschützt wird sein wertvoller Unterboden dabei von einem massiven Unterfahrschutz aus Aluminium, der sich optional mit dem 2.272 Euro teuren Offroad-Technik-Paket noch verstärken lässt.
Mit GTS-Herz
Unter der Haube unseres Transsyberia wummert ein V8 - und zwar der aus dem Cayenne GTS. So greift unser Wagen auf 405 anstelle der 348 PS aus dem Cayenne S zurück. 500 Newtonmeter maximales Drehmoment bei 3.500 U/min helfen beim Druck nach vorn gewaltig. Wir treten das Gaspedal voll durch und werden mit für einen 2,2-Tonnen-Wagen gutem Anzug belohnt. Wer bereits vom Cayenne Turbo mit 500 PS verstrahlt ist, dem wird die Beschleunigungswirkung vielleicht nicht reichen, für alle anderen sind 6,5 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h vollkommen okay. Dabei gibt sich der Wagen leise, erst ab 170 km/h kommen ein paar erwähnenswerte Geräusche über die Außenspiegel rein. Das Aggregat selbst lässt sich beim Gas-Push zu einem angenehm dezenten Knurren hinreißen. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 251 km/h erreicht - mehr als genug für so einen Brocken. Porsche gibt den Gesamtverbrauch mit 13,9 Liter auf 100 Kilometer an, in unserem Test wurden im Schnitt 16,9 Liter Zündstoff pro 100 Kilometer verbrannt.
Tiptronic zum Zurücklehnen
Serienmäßig übernimmt der Fahrer beim Transsyberia die Schaltarbeit per Sechsgang-Schaltung. Unser Wagen ist mit der 2.642 Euro teuren Sechsgang-Automatik unterwegs, die bei Porsche Tiptronic S heißt. Und diese Automatik ist für Harmonie und Komfort zuständig. Weich lässt sie die Schaltstufen abgleiten, ruckelt nie. Wer ins Gang-Geschehen eingreifen möchte, lässt seine Daumen an den beiden dafür vorgesehenen Lenkrad-Knöpfen spielen. So macht die Fahrt, besonders bergab auf kurviger Strecke, noch mehr Spaß.
Teilen Sie Ihr wissen
ADAC - Staumeldungen: