- überaus starke Maschine |
- Turboloch beim Anfahren |
- sportlich-straff abgestimmtes Fahrwerk |
- Bodenwellen werden nach innen gemeldet |
- heiße Optik mit Lufthutze und Scheibentönung |
- eng geschnittene Kofferraumöffnung |
- gute Serienausstattung |
- hoher Verbrauch |
Platz im Fond
Im Fond sitzt es sich recht bequem und mit ausreichend Platz. Auch für Transportaufgaben ist der Outlander gerüstet. Im Normalfall passen 402 Liter Gepäck ins Stauabteil. Nach Umlegen der Rücklehne schluckt das SUV 1.049 Liter. Die hohe Ladekante und die recht eng geschnittene Öffnung erschweren allerdings das Einpacken sperriger Gegenstände.
Thronen überm Verkehrsgeschehen
Auf dem Chefsessel sitzt es sich, wie von einem SUV oder Geländewagen gewohnt, vor allem hoch über dem Verkehrsgeschehen. Das macht auch Laune daran teilzuhaben. Also satteln wir die Rösser: Der Zweiliter-Turbomotor läuft im Leerlauf angenehm leise und kultiviert. Genauso dezent ist er leider auch im unteren Tourenbereich: Recht lustlos setzt das Aggregat den fast 1,7 Tonnen schweren Outlander in Bewegung, um dann aber den Ofen richtig aufzumachen.
Wehe, wenn er losgelassen
Wenn die Pferde erst einmal am Galoppieren sind, gibt es kein Halten mehr. Das maximale Drehmoment von immerhin 303 Newtonmetern liegt bei 3.500 Touren an, ihre Höchstleistung von 202 PS erreicht die Maschine bei 5.500 Touren. Die Dynamik-Werte sind schon beachtliche Zahlen: Nur 7,7 Sekunden braucht der Turbo-Mitsubishi auf Tempo 100. Die Spitze ist mit 220 km/h angegeben. Das ist auch der Wert, den der Tacho anzeigt, wenn dem Outlander die Puste ausgeht.
Geringe Abrollgeräusche
Im normalen Alltagsbetrieb fällt der kultivierte Motor auf. Oder, anders ausgedrückt: Er tut es nicht. Denn dank der Laufruhe und der geringen Abrollgeräusche des SUV bemerkt man oft erst nach einem Blick auf den Tacho, dass man eigentlich viel schneller unterwegs ist, als man eigentlich möchte (oder sein dürfte).
Schalten macht Spaß
Wer bewusst sportlich unterwegs sein will, sollte fleißig schalten, um das Turboloch im Drehzahlkeller zu stopfen. Das macht aber dank der auffällig leichtgängigen Kupplung und dem straffen, aber exakten Fünfgang-Getriebe sogar richtig Vergnügen. Bei höheren Autobahngeschwindigkeiten würde man sich noch einen sechsten Gang wünschen.
Sichere Straßenlage
Zum starken Motor passt das recht straff abgestimmte Fahrwerk: Der Outlander gibt sich in Kurven nicht betont sportlich, weist aber auch kein typisches Geländewagen-Schaukeln auf. Die direkte Lenkung ermöglicht es, den heißen Mitsubishi exakt um die Ecke zu bringen. Dank des permanenten Allradantriebes vermittelt er eine sichere Straßenlage. Vor allem im leichten Gelände kann der starke SUV mit diesem Allradantrieb punkten. Das System arbeitet automatisch: Im Normalfall wird die Kraft 50 zu 50 Prozent auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Ändern sich die Traktionsverhältnisse, kann die Power blitzschnell auf die Achse geleitet werden, deren Räder die Bodenhaftung verloren haben.
Hoher Verbrauch
So ordentlich wie die Fahrleistungen des zwangsbeatmeten Outlander sind, ist allerdings auch sein Durst: Der Hersteller gibt den Gesamtverbrauch mit zehn Litern an. Wir haben beim Test im Drittelmix 13,4 Liter verfeuert. Bei schnellen Autobahnetappen ließ sich dieser Wert allerdings beträchtlich toppen. Hier rauschten bis zu 18 Liter durch die Düsen.
Ab 30.890 Euro
Für einen Preis von 30.890 Euro rollt der Outlander Turbo vom Hof des Händlers. Das sind immerhin 4.500 Euro mehr als das Modell mit 160 PS starkem 2,4-Liter-Motor kostet. Dafür gibt es aber beim Turbo neben dem starken Motor auch eine starke Serienausstattung, die keine Wünsche offen lässt: Selbst den Metallic-Lack gibt es ab Werk.
(hd)
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