- laufruhiger Motor |
- schlecht abgestimmte Automatik |
- komfortabel, ohne zu wanken |
- gefühllose Lenkung |
- viel Platz innen und großer Kofferraum |
- unübersichtlich beim Einparken und in Kurven |
- günstiger Preis inklusive Wartungspaket |
- Extras sind an Pakete gebunden |
Weltmotor in zwei Größen
Unter der Haube des Testwagens steckt ein Zweiliter-Vierzylinder und damit der Stärkere der beiden bei Markteinführung lieferbaren Benziner aus der Weltmotoren-Familie. Beide Benziner entstammen einer Partnerschaft mit Hyundai und Mitsubishi. Gerade einmal sechs PS trennen das Aggregat im Testwagen von der 1,8-Liter-Einstiegsversion. Die Stärke des Motors ist seine mechanische Laufruhe, bei Standgas ist er kaum hörbar. Bis in hohe Drehzahlen verkneift sich der Zweiliter Vibrationen und Schütteleien.
Schwach: Zweiliter-Benziner
Definitiv ungewohnt sind die Akustik und der Gummiband-Eindruck beim kräftigen Beschleunigen: Der Motor plärrt blechern-gequält auf, wenn ihn das stufenlose CVT-Getriebe in hohe Drehzahlen zwingt. Das lässt sich allerdings per Auto-Stick-Funktion mit manuellen Schalteingriffen beheben. Der Motor jedoch bleibt untenrum ein kraftloser Geselle, da sich erst bei 5.100 U/min die maximal möglichen 190 Newtonmeter einfinden.
Platz satt und coole Extras
Wichtiger als Newtonmeter sind bei einem Kompaktwagen jedoch die Zentimeter im Innenraum. Und da hat der Dodge einiges zu bieten: Dank großzügiger Außenmaße und geschicktem Package finden vorne und hinten auch große Menschen einen angenehmen Platz zum Verreisen. Die Rückbank ist bei den Ausstattungen SE und SXT geteilt umklappbar, zusätzlich kann die Lehne um zwölf Grad geneigt werden. Mit der umlegbaren Beifahrersitzlehne lassen sich bis zu zwei Meter lange Gegenstände einladen. Zwei Extras empfehlen den Dodge als coolen Citycruiser: Die Chill-Zone-Box im Handschuhfach kühlt vier Halbliterflaschen auf einmal. Und mit Music-Gate-Power kann man zwei soundstarke Lautsprecher aus der Heckklappe zaubern.
Lenkung ohne Gefühl
Dazu passt das komfortable Fahrwerk, das Löcher und Wellen gut schluckt, ohne zu wanken. Übertrieben leichtgängig ist die Lenkung, die direkt und handlich ist, aber jedes Gefühl für die Straße vermissen lässt. Schade, denn bei Bedarf kann der Dodge recht schnell auch um enge Ecken wetzen, ohne allzu stark zum Kurvenaußenrand zu streben. Auch bei kräftigem Gasgeben in engen Kehren greifen die 18-Zoll-Reifen sofort.
Motor-Alternative: Zweiliter-TDI
Alternativ zu den Benzinern bietet Dodge den Zweiliter-TDI von VW an. Unter gedämpftem Knurren schiebt die Maschine mit 310 Newtonmetern schon von tief unten kräftig an. In Kombination mit dem etwas knochigen aber exakt schaltbaren Sechsganggetriebe hat der Diesel genau das richtige Kaliber für den Caliber. Auch die Lenkung agiert bei der Dieselvariante eine Spur exakter. Da beim CRD rund 70 Kilo mehr auf der Vorderachse lasten, die Lenkung jedoch identisch ist, lässt diese mehr Rückmeldung zu. Mit mehr Kraft und exakterem Handling ist der CRD also eine echte Alternative. Bis auf einen Schönheitsfehler: Der Partikelfilter kostet 750 Euro Aufpreis.
(ao)
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