Forester 2.5 XT Turbo: Sport auf hohem Niveau

Forester 2.5 XT Turbo: Sport auf hohem Niveau
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Subaru hat den Forster in die Muckibude geschickt. Das neue Topmodell 2.5 XT Turbo bringt satte 210 PS auf die Straße. Damit verbläst der hochbeinige SUV an der Ampel jeden GTI.

Hoch hinaus

Es lebe der Sport. Das gilt, ungeachtet des zunehmenden Verkehrs, nicht nur für Kompaktfahrzeuge und Limousinen. Auch hochbeinige Allradler haben inzwischen das Rennen gelernt. Bestes Beispiel ist der Forester 2.5 XT Turbo. Die Typenbezeichnung verrät es: ein Turbolader ist für den Kraftzuwachs auf 210 PS (155 kW) verantwortlich.

Druck gemacht

Wie alle Forester hat auch die stärkste Variante einen Boxermotor unter der Haube. Das Triebwerk, bei dem sich die Motorkolben liegend aufeinander zubewegen, besticht mit samtweicher Kraftentfaltung. Der Dampf kommt aus dem Drehzahlkeller, von einem Turboloch ist nichts zu spüren. 320 Nm Drehmoment stehen bei 3.600 Umdrehungen breit. Damit springt der 1,60 m hohe Allradler in 6,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Noch in den 80er Jahren waren derartige Fahrleistungen wenigen Sportwagen vorbehalten. Wenn es denn sein muss, drückt sich der Japaner mit bis zu 226 Stundenkilometern durch den Fahrtwind. Dann allerdings sind die von Subaru angekündigten 11 Liter Durchschnittsverbrauch ein illusorischer Wert. Die rasch fallende Tanknadel lässt eher das Doppelte erwarten.

Muskeln spielen

In der Regel dürfte der 2.5 XT Turbo meist nicht als Hochleistungssportler gefordert werden. Er ist vielmehr ein souveräner Begleiter für den Alltag, der bei Bedarf kurz die Muskeln spannt und auf der Landstraße einen Laster vernascht oder einen bis zu zwei Tonnen schweren Karren aus dem Dreck zieht. Beim Anfahren am Berg hilft der Hill-Holder. Er verhindert, dass der Forester rückwärts rollt, wenn der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt. Permanenter Allradantrieb sorgt auch bei widrigen Straßenverhältnissen für perfekten Gripp. An der Hinterachse verfügt der Forester über ein Differnzial mit begrenztem Schlupf, das auch dann noch für Vortrieb sorgt, wenn ein Rad normalerweise schon durchdrehen würde - beim zügigen Herausbeschleunigen aus einer nassen Kurve etwa. Wer es wissen will, wird im Grenzbereich von quietschenden Reifen früh zur Ordnung gerufen. Dennoch gestaltet sich der schnelle Kurventanz unproblematisch - mit geringer Seitenneigung und einem äußerst gutmütigen Fahrverhalten. Trotz sportlicher Abstimmung kommt der Abrollkomfort nicht zu kurz.

Immer weiter

19,5 Zentimeter Bodenfreiheit reichen für ausgewaschene Feldwege allemal, auch wenn reinrassige Geländewagen hier ein paar Millimeter mehr zu bieten haben. Das Gepäckabteil fasst mit fünf Personen an Bord 387 Liter - nicht viel mehr als beispielsweise ein Golf zu bieten hat. Mit umgeklappter Rückbank sieht das schon anders aus: auf der ebenen Ladefläche verschwinden bis zu 1.629 Liter. Damit sticht der Forester so manchen Kombi aus. Das Sicherheitspaket umfasst Front- und Seitenairbags mit integrierten Kopfairbags. Aktive Kopfstützen und ein Sicherheits-Bremspedal verringern zudem das Verletzungsrisiko. Dass kein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) verfügbar ist, wurde auf der sehr zügig gefahrenen Testrunde nicht als Manko empfunden. Auch so bleibt der Forester in seinen Reaktionen gut vorhersehbar.

Schick ist in

Mit dem Modelljahr 2005 gibt es nicht nur mehr Dampf unter der Haube, die Japaner besserten in zahlreichen Punkten nach. Innen gefällt die hochwertiger wirkende Instrumententafel, ein Metallring ziert nun die Rundinstrumente. Das serienmäßige DVD-Navigationsgerät verfügt über ein 7-Zoll-Farbdisplay. Auch die Sitzbezüge und Türverkleidungen wirken nobler. An der Qualität der groß dimensionierten Polster gab es bereits in der Vergangenheit nichts zu kritisieren. Der Testwagen lässt wenig Platz für Extra-Wünsche. Vermisst werden höchstens die nicht lieferbaren Xenon-Scheinwerfer. Ansonsten ist vom Hifi-Soundsystem über Ledersitze bis zum Navigationssystem und dem riesigen Panorama-Glasschiebdach alles an Bord. Nicht einmal Metallic-Lackierung kostet extra. So gesehen ist der Preis von 34.200 € fast als Schnäppchen zu bezeichnen.

Fazit: Bulliger Motor und viel Ausstattung zum fairen Preis. Der Subaru 2.5 XT Turbo macht es schwer, nein zu sagen.

planbar.de, Holger Schilp

 
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