Citroen C2 VTS: Kleines Kämpferherz
Kompakt, stark, schnell. Ein Erfolgsrezept, das immer wieder Freude Macht. Jüngstes Beispiel ist der Citroen C2 VTS, der sich schon auf den ersten Metern als echter Sportler zu erkennen gibt.
Flotter FegerDa geht was: Citroen schickt den C2 VTS mit 122 PS auf die Straße. Damit tobt der 3,66 m kurze Franzose wie eine wild gewordenen Hutschachtel über die Piste. Dezente Spoiler und 16-Zoll-Aluminiumfelgen deuten nur leise an, wozu der kompakte Viersitzer in der Lage ist: 202 km/h Spitze und der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 dauert keine neun Sekunden. Nicht weniger wichtig: Der bis zur Klimaautomatik komplett ausgestattete Flitzer kostet nur 15.990 €.
Tag für TagEinsteigen. Straffe Sportsitze erwarten den Fahrer. Sie sind bequem, dürften aber den Schultern gerne mehr Halt bieten, wenn sich der C2 VTS von einer Kurve in die nächste stürzt. Dem Gestühl ist es auch zu verdanken, dass die Stöße des straffen Sportfahrwerks nicht allzu hart in den Bandscheiben landen. In Reihe zwei gibt sich der VTS ganz zivil. Beide Einzelsitze lassen sich längs verschieben und nach vorne klappen. Damit wächst der Kofferraum von 166 auf bis zu 875 Liter. Allerdings darf dazu der Vordersitz nicht ganz nach hinten gerückt sein. Fenster und Blech der Heckklappe öffnen separat. Im unteren Teil verbirgt sich noch ein kleines Geheimfach. Zudem dient die Klappe als praktische Sitzgelegenheit, wenn sich der sportive Großstädter beispielsweise Inlineskates unterschnallen möchte.
Und ab damitDamit sind wir beim Thema: Sport. In bester Tuning-Manier brachten die Citroen-Ingenieure den C2 VTS auf Trab. Ventil-Steuerzeiten, Nockenwelle, Ansaugkrümmer, Einspritzung und Abgasanlage wurden modifiziert. Nun dreht der 1,6-Liter-Motor gierig bis 7.200 U/min. Statt 109 PS stecken 122 PS (90 kW) unter der kurzen Motorhaube. Wichtigste Änderung auf dem Weg zu mehr Sportlichkeit: Der Verzicht auf das automatisierte Schaltgetriebe Senso Drive, mit dem das bisherige Sportmodell VTR sich und den Fahrer quält. Die Fünfgang-Handschaltung des VTS ist kurz abgestimmt und lässt sich exakt bedienen. Das hilft, den Motor bei Drehzahl und Laune zu halten. Maximal 143 Nm Drehmoment stehen bei 3.750 Umdrehungen bereit. Auch die elektrische Servolenkung wurde auf Sport getrimmt und mit 2,6 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag direkter ausgelegt. Dennoch ist das Ansprechverhalten um die Mittellage immer noch etwas zögerlich. Auf der Autobahn wird der VTS recht laut. Ein Sechsgang-Getriebe wäre hilfreich - es würde allerdings auch den Kostenrahmen sprengen.
Alles-drin-PaketDem Fahrwerk verhelfen stärkere Stabilisatoren und härtere Federn zu mehr Spannkraft. Damit klebt der VTS förmlich auf dem Asphalt. Der Grenzbereich kündigt sich langsam an, bevor die Gummis allmählich an Bodenhaftung verlieren. Allzu große Hitzköpfe bremst schließlich das elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Front- und Seitenairbags sind ebenfalls serienmäßig, Kopfairbags kosten 200 € extra. Zum VTS-Sportpaket gehören auch gelochte Aluminiumpedale, Lüftungsdüsen mit Kunststoffblenden im Aluminium-Look und ein silberner Schaltknauf. Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel, Licht- und Regensensor sowie ein CD-Radio sind ebenfalls Bord. Optional gibt es ein Navigationssystem (2.280 €) mit integriertem Telefon und Sprachsteuerung.
Fazit: Der C2 VTS bietet maximalen Fahrspaß zum kleinen Preis. Selbst die Versicherungen halten sich mit den Kaskoeinstufungen (HP/TK/VK: 16/15/15) zurück.
planbar.de, Holger Schilp