Das Fahrwerk tut sich leicht
Das Fahrwerk des großen Smart ist ein guter Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Im Vergleich zum Mitsubishi Colt Fünftürer ist der Forfour mit 1,45 Metern ganze zehn Zentimeter niedriger. Daher tut sich das Fahrwerk in Kurven leichter; die Karosserie schwankt kaum nach außen. Wellen im Fahrbahnbelag und Stöße von unten lassen die Insassen ebenfalls weitgehend unbehelligt.
Cockpit: Frisch und jugendlich
Das Cockpit ist frisch, jugendlich und peppig gestaltet. Einen 75-jährigen Rentner mit Hut kann man sich darin nur schwer vorstellen. Dabei hat Smart aber nicht übertrieben. Die Instrumente sind gut abzulesen, und die Anordnung der Bedienelemente ist übersichtlich. Die Sitze bieten annehmbaren Seitenhalt. Die Fondbank lässt sich um etwa 15 Zentimeter längs verschieben. Bewegt man die Bank ganz nach hinten, so genießt man hinten hervorragenden Sitzkomfort. Bei einem 1,75 Meter großen Testpassagier bleiben nicht weniger als acht Zentimeter vor den Knien, wenn der Sitz davor für dieselbe Körpergröße eingestellt ist. Über dem Scheitel sieht es nicht so gut aus: Dort stößt derselbe Insasse an die Fahrzeugdecke, wenn er seinen Kopf an die Kopfstütze lehnt.
Bis zu 910 Liter Kofferraum
Die Kofferraumklappe öffnet nicht weit genug: Große laufen Gefahr, sich daran die Stirn zu stoßen. Auch Ladekante und -schwelle sind mit 74 beziehungsweise 23 Zentimetern zu hoch. Der Kofferraum ist im Normalzustand 43 bis 58 Zentimeter tief und 100 Zentimeter breit. Wenn man die umlegbaren Vordersitze ordert, steigt die maximale Laderaumlänge von knapp einem Meter auf über zwei Meter. Das Kofferraumvolumen wird mit 268 bis 910 Liter angegeben etwas weniger als beim Colt Fünftürer, der 220 bis 1.070 Liter schluckt. Der Colt ist aber auch zwölf Zentimeter länger.
Wickeln, aber nicht ausbauen
Das Sitzkonzept des Forfour setzt auf den Trend zu so genannten Wickelsitzen. Bei den meisten Kleinwagen werden die Sitzpolster umgelegt und dann die Sitzlehnen darauf geklappt. Beim großen Smart werden die Sitze dagegen gewickelt: Dazu werden die Sitzlehnen auf die Sitzpolster geklappt und schließlich der gesamte Sitz in die Senkrechte bewegt. Nachteil: Die hochgewickelten Sitze nehmen etwas Platz weg beim Forfour etwa 30 Zentimeter. Dafür ist der verbleibende Raum schön eben. Anders als beim Mitsubishi Colt Fünftürer lassen sich die Sitze nicht ausbauen. Damit verzichtet Smart auf einen wesentlichen Vorteil des Wickelsystems.
Diesel ab 14.650 Euro
Der 3,75 Meter lange Forfour hat stets fünf Türen. Serienmäßig ist er viersitzig, eine Dreier-Rückbank gibt es für 120 Euro Aufpreis. Der 1.5 CDI mit 68 PS wird in zwei Ausstattungen angeboten. Die günstigere heißt Pulse und steht mit 14.650 Euro in der Preisliste, die von uns gefahrene, gehobene Passion-Version kostet 16.630 Euro. Außerdem verkauft Smart das Sondermodell Forfour CDI Blackbasic für 13.920 Euro. Damit ist der Forfour auf dem gleichen Preisniveau mit dem Mitsubishi Colt Fünftürer, wenn man die Ausstattung berücksichtigt. Ein Schnäppchen ist der Forfour 1.5 DI-D mit 68 PS jedoch nicht. Das zeigt ein Vergleich mit dem Peugeot 206 HDi éco 70 Grand Filou Cool. Der ist als Fünftürer ausstattungsbereinigt runde 1.500 Euro günstiger als der Forfour 1.5 CDI Pulse.
(sl)
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