Test: Im Maybach 62 durch München
Donnerstag Januar 13
Jährlich etwa 8.000 Leute, so haben die DaimlerChrysler Marktforscher ermittelt, könnten zu potenziellen Kunden eines Autos wie dem Maybach werden. Weltweit, wohlbemerkt. Davon könnten theoretisch 1.000 Stück tatsächlich Maybach sein, denn so viele sollen pro Jahr höchstens gebaut werden. Von Hand, übrigens. Dafür steht auch das klassische Signet MM: Was früher Maybach Motorenbau hieß, bedeutet heute Maybach Manufaktur.
Ein Maybach von heute hat mit einem von früher nicht viel zu tun. Geblieben sind der Name, das Image und die Qualität. Wer First Class reisen will, ist im Maybach wie in keiner anderen Limousine gut aufgehoben. Vorstellbar wäre diese Reise beispielsweise zwischen der heimischen Villa und einem Endziel wie einem Hotel oder der Garage von einem Konzern. Denn zwischendrin mal kurz halten geht in vielen Fällen nur, wenn der Chauffeur sitzen bleibt und den 6,17-Meter-Wagen in der zweiten Reihe hin und her bewegt. Ein normale Parklücke reicht da bei weitem nicht aus.
Wer sich einen kauft, darf nicht aufs Geld schauen. 420.000 Euro sind der Gegenwert eines schmucken Einfamilienhauses. Und dennoch: Wenn man soviel für ein (Serien-)Auto ausgeben will, sollte man sich für den Maybach entscheiden. Was Besseres wird man nur schwerlich finden.
(hd)
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