Lautes Motorengeräusch
Der Motor des Smart Roadster befindet sich direkt hinter den Sitzen - und das hört man auch. Schon in niedrigen Drehzahlbereichen ist das Motorengeräusch sehr präsent. Wird der Turbo-Schub bis zum Drehzahl-Maximum ausgenutzt, erinnert der Sound an Fahren ohne Schutzhelm mit einem Zweitakt-Motorrad. Die Windgeräusche tragen auch bei geschlossenem Verdeck ihr übriges zu diesem Gefühl bei.
Durchzugsstarker Turbo-Motor
Der 698-Kubikzentimeter-Motor mit 82 PS ist dank Turbo-Aufladung zwischen 2.000 und 5.000 Umdrehungen sehr durchzugsstark. Besonders Zwischensprints im dritten oder vierten Gang machen richtig Laune. Dabei kann es vorkommen, dass man vor lauter Begeisterung zu schalten vergisst. Bevor die Drehzahl jedoch hemmungslos in den roten Bereich steigt, übernimmt die Automatik und wechselt in den nächst höheren Gang.
Nichts für Weichbremser
Gewöhnungsbedürftig waren die Bremsen bei unserem Testfahrzeug. Nach den ersten Zentimetern Pedalweg war noch überhaupt keine Verzögerung zu spüren, erst mit einem entschlossenen Tritt konnte der Smart beeindruckt werden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist die Verzögerung aber durchaus in Ordnung.
Lenkradschaltung gegen Aufpreis
Entscheidet man sich für das Sportpaket für 1.000 Euro Aufpreis, bekommt man neben speziellen Leichtmetallfelgen auch ein Drei-Speichen-Lenkrad mit Lenkradschaltung. Dann sind drei Möglichkeiten zum Schalten vorhanden: Die normale Automatik, Schalten per Softronic am Gangwahlhebel und über die Paddles am Lenkrad.
Intelligentes Getriebe
Die Abstimmung des Getriebes ist in jedem Modus akzeptabel. Die Schaltvorgänge sind zwar nicht superschnell, aber auch nicht nervenaufreibend langsam. Gegenüber den ersten Smart-Modellen ist auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung erkennbar. Angenehm ist die "mitdenkende" Schaltung: Wird an einer Ampel abgebremst, ist auch im manuellen Modus immer der richtige Gang eingelegt. So erübrigt sich das Zurückschalten.
Hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich
Spaß macht der Smart Roadster vor allem auf kurvigen Strecken. Das straffe Fahrwerk, der lange Radstand und der tiefe Schwerpunkt ermöglichen hier ungeahnte Geschwindigkeiten. Sollte es doch einmal zu schnell sein, greift das serienmäßige ESP ein. Bei aller Sportlichkeit ist das Fahrwerk aber dennoch nicht unkomfortabel. Stöße und Schläge werden gut absorbiert und nicht an das Rückgrat der Insassen weitergeleitet.
Bausatz-System für das Verdeck
Das Verdeck des Smart Roadster kann unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit geöffnet werden. Das Faltverdeck verschwindet dann im Heck, wobei es die Sicht nach hinten zwar einschränkt, aber nicht komplett verhindert. Möchte man offenes Fahren in Reinkultur genießen, können die Seitenholme per Hand abgenommen und im vorderen Kofferraum verstaut werden.
Preise ab 14.990 Euro
Die Preise für den Smart Roadster mit 61 PS beginnen bei 14.990 Euro. Mit 82 PS kostet er 18.330 Euro in der Grundausstattung. Die Coupé-Version ist ab 19.950 Euro erhältlich. Mit umfangreicher Ausstattung wie Navigationssystem, Radio mit CD-Wechsler und dem Sportpaket mit Lenkradschaltung und Leichtmetallfelgen kommt man hier aber schnell auf 23.500 Euro. Wer statt des Hardtops ein elektrisches Softtop möchte, löhnt zusätzlich noch einmal 1.000 Euro.
Elektronische Hilfen serienmäßig
Die serienmäßige Ausstattung des Smart umfasst elektronische Hilfen wie ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und das Stabilitätsprogramm ESP. Auch Klimaanlage und Hardtop sind in der Grundausstattung enthalten. Im Vergleich dazu hat etwa ein Ford Streetka für 19.500 Euro kein ESP und kein Hardtop im Angebot. Dafür sind hier andere Details enthalten: Ledersitze mit Sitzheizung, Radio mit CD-Player, Nebelscheinwerfer, Seitenairbags und elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Bestellt man diese Extras für den Smart, werden 1.840 Euro Aufpreis fällig.
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