Guter Durchzug aus niedrigen Drehzahlen
In der Ebene ist der Panda auch bei niedrigen Drehzahlen angenehm zu fahren. Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus, vor allem in der Stadt. Dort lässt sich das Auto gut zwischen 1.500 und 2.000 Touren fahren - das wären selbst für einen Diesel niedrige Drehzahlen. Bei unseren Testfahrten ermittelten wir je nach Fahrer-Temperament einen Verbrauch von 6,3 bis 7,5 Litern auf 100 Kilometer.
Nachteile bei Überlandfahrten
Das Fahrwerk fängt Stöße eher schlecht ab. Dafür fühlt man sich auch noch bei der Höchstgeschwindigkeit von 155 km/h sicher. Auf der Autobahn macht sich allerdings die hohe Karosserie durch Windgeräusche bemerkbar. Die Nachteile des hohen Aufbaus zeigen sich auch in scharf gefahrenen Landstraßen-Kurven: Da neigt sich der Panda nach außen. Man vermisst dann etwas mehr Seitenhalt in den Sitzen, vor allem an den Oberschenkeln.
Praktisches Stadtvehikel
In der Stadt aber ist der Panda ein äußerst praktisches Vehikel: klein und wendig, wegen des steil abfallenden Hecks leicht einzuparken und bei alldem auch noch geräumig. Beim Einparken und Rangieren hilft der City-Modus. Nach Aktivierung per Knopfdruck kann man das Lenkrad mit dem kleinen Finger hin- und herkurbeln. Angenehm in der Stadt ist auch die hohe Sitzposition: Man sitzt fast so hoch wie in der Mercedes A-Klasse.
Großzügiger Innenraum, Joystick-Schaltung
Der hohe Aufbau hat Vorteile für den Innenraum: Durch das hohe Dach ergibt sich ein positives Raumgefühl. Beim Schalten fällt die schön straff gehaltene Kupplung auf - bei anderen Kleinstwagen fühlt sie sich allzu oft wie Gummi an. Der Ganghebel ist beim Panda als Joystickschaltung konzipiert, das heißt, der Hebel sitzt auf Lenkradhöhe, wo man ihn ohne Schwierigkeiten erreichen kann. Der Hebel wirkt solide. Kleines Manko im Detail: Der Ring, der vor dem versehentlichen Einlegen des Rückwärtsgangs schützt, ist aus minderwertigem Plastik. Mit Ausnahme dieses Rings und der leicht herausfallenden Gummistöpsel an der Kofferraumabdeckung befriedigt die Verabreitung aber durchaus.
Viel Platz im Fond
Um die Platzverhältnisse im Fond zu überprüfen, haben wir eine 1,75 Meter große Testperson ausgewählt. Ist der Vordersitz für diese Testperson eingestellt, bleibt auch dahinter noch genug Platz für Passagiere dieser Körpergröße: Die Kopffreiheit beträgt dann im Fond fünf Zentimeter, und vor dem Knie bleibt immerhin ein Zentimeter. Durch die flexible Sitzbespannung können jedoch auch Größere ihre Beine unterbringen. Die Kopfstützen sind für unseren Testpassagier nur als Nackenstützen zu benutzen. Kopfstützen hinten sind nur gegen Aufpreis zu haben - seltsam bei einem Fünftürer, aber das ist auch bei anderen Kleinstwagen so.
Bis zu 860 Litern Kofferraum
Der Kofferraum misst 101 Zentimeter in der Breite und 52 Zentimeter in der Tiefe. Nach dem Umlegen der Rücksitze steht eine Länge von 117 Zentimetern zur Verfügung. Das entspricht einem Volumen von 206 bis 860 Litern. Das ist ungefähr genauso viel wie beim etwa gleich großen VW Lupo mit seinen 130 bis 830 Litern.
Schwelle im Laderaum
Dadurch, dass sich nur die Rücksitzlehnen umlegen lassen, nicht aber die Sitzpolster, bleibt eine Schwelle von rund 12 Zentimetern Höhe im vorderen Bereich der Ladefläche. Praktisch aber: Die in unserm Testwagen eingebauten versenkbaren Fond-Kopfstützen können beim Umlegen drin bleiben, und der Vordersitz braucht nicht nach vorne geschoben werden, wenn er für eine Körpergröße von 1,75 Metern eingestellt ist.
Zugänglich
Auch die Zugänglichkeit des Kofferraums erfreut: Beim Einladen muss Gepäck nur um 66 Zentimeter bis zur Ladekante angehoben werden, beim Ausladen ist lediglich eine vergleichsweise niedrige Schwelle von zwölf Zentimetern im Weg. Auch die Kofferraumklappe öffnet weit genug nach oben. Die Hutablage lässt sich einfach ein- und ausbauen, und zwar sogar ohne "Strippenzieherei".
Der Kofferraum ist einigermaßen solide ausgekleidet. Darunter findet sich ein Notrad. Die Rückseite der Fondsitzlehnen besteht aus Metall. Nachteil: Darauf verrutschen zum Beispiel Mineralwasserkästen sehr leicht.
Ausstattung und Preise
Mit einem Einstiegspreis von nur 8.290 Euro gehört der Panda zu den günstigsten Autos auf dem Markt. Die Ausstattung des Basismodells ist allerdings spartanisch. So fehlen etwa ABS, Servolenkung, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung. Andererseits: Welcher Student wäre nicht froh, wenn er dafür das Auto günstig kriegt? Die Sicherheitsausstattung umfasst immerhin Frontairbags.
(sl)
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |