Hoppla, Bauch einziehen
Nach hinten nimmt der Luxus ab. Der Einstieg zur zweiten Sitzreihe ist noch großzügig, das Platzangebot auf den bequemen Einzelsitzen gut. Zugang und Platz auf den zwei Sitzen der dritten Reihe sind hingegen zu eng. Die beiden hinteren Sitze sollte man in der Garage bunkern und nur im Bedarfsfall mitnehmen. Die Bestuhlung lässt sich eben nicht wie beim kleineren Corolla Verso im Fahrzeugboden verstauen. Lediglich die Sitzlehnen können nach vorne geklappt werden. Dann ergibt sich zwar etwas mehr Platz für Gepäck, doch erst als Fünfsitzer hat der Avensis Verso einen respektablen Stauraum.
Gigantischer Laderaum
Der Avensis Verso könnte also durchaus flexibler sein. Doch in Sachen Variabilität ist er ein ganz Großer. Außer den hinteren Sitzen lassen sich die drei Sitze der zweiten Reihe ebenfalls einzeln herausnehmen. Konfigurationen mit sieben, sechs, fünf, vier, drei oder zwei Sitzen sind also möglich. Nach dem etwas mühsamen Ausbau aller Sitze bleiben neben zwei Stufen im Ladeboden noch diverse Löcher der Sitzverankerungen zurück. Der unebene und stark zerklüftete Kofferraumboden ist kein sonderlich schöner Anblick. Laden wir den Avensis deshalb voll.
Lade-Laster
Nur mittelprächtig sind die konventionellen Klapptüren mit entsprechend schmaler Öffnung für die seitliche Beladung. Einige Konkurrenten bieten an dieser Stelle praktische Schiebetüren. Dennoch geht eine Menge rein: Das Kofferraum-Volumen im Groß-Avensis reicht von 282 Litern bei voller Bestuhlung bis zu 2.422 Litern ohne die hinteren fünf Sitze. Dank langer Ladefläche und großer Heckklappe lässt sich auch Sperriges transportieren. Die Beladung ist mit 530 bis 625 Kilogramm ebenfalls ordentlich. Ein zusätzliches 70-Liter-Staufach unterm Gepäckraumboden und Verzurrösen sind zudem gute Detaillösungen.
Lustlos wirkender Selbstzünder
Der von uns gefahrene Diesel 2.0 D-4D spielt sich nach dem Starten durch deutliches Nageln in den Vordergrund. Die 116 PS halten sich bei der Leistungsentfaltung dezent zurück. Dem Selbstzünder fehlt Bums und Charakter. Diesem subjektiven Eindruck stehen dennoch respektable Fahrwerte gegenüber: In 12,5 Sekunden spurtet der Van von null auf 100 km/h, die Endgeschwindigkeit ist mit 180 km/h ebenfalls ganz ordentlich. Das zurückhaltende Naturell des Motors erscheint gar nicht mal unpassend für einen vernünftigen Familientransporter. Vernünftig ist er vor allem dank des niedrigen Verbrauchs von 6,5 Litern auf 100 Kilometer. Die Abgasnorm Euro 3 setzt hingegen keine Glanzpunkte mehr.
Geht auf Nummer sicher
Bremsen, Fahrwerk und Fahrverhalten sind beim Avensis Verso von tadelloser Natur. Bei Höchstgeschwindigkeit läuft der Siebensitzer stabil geradeaus und auch in schnellen Kurven vermittelt er ein sicheres Gefühl. Vanartige Wankbewegungen sind kaum zu spüren. Zur hohen aktiven Sicherheit tragen vier Scheibenbremsen, ABS mit EBD, die elektronische Stabilitätskontrolle VSC und die Antriebsschlupfregelung TRC bei. Für passive Sicherheit sorgen zudem Seitenaufprallschutz und sechs Airbags.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.114 | 1.183 | 1.183 | 1.264 |
| Günstigster Preis | 1.089 | 1.129 | 1.129 | 1.216 |