Sechste Generation startet stark überarbeitet
Donnerstag Januar 13
Wenn der neue Porsche 911 ab dem 17. Juli 2004 in den Markt eingeführt wird, startet er einem Umfeld, dass so wettbewerbsintensiv ist wie nie zuvor. Denn auch die großen Konzerne haben den Bau von Sportwagen als lukrative Nische für sich entdeckt. Doch mit dem neuen 911 ist den Zuffenhausenern ein so großer Wurf gelungen, dass er sicherlich weiterhin eine Sonderstellung unter den Sportwagen einnehmen wird, was dem Haus Porsche weiterhin gute Renditen bescheren dürfte.
Die neue Optik mit den steiler stehenden Rundscheinwerfern kommt super an. Die beiden Motoren, die damit verbundenen Fahrleistungen und das Handling sind deutlich verbessert worden und sprechen für sich. Schalten und Lenken geht so gut von der Hand wie bei kaum einem anderen Sportwagen.
Aktive und passive Sicherheit von den Bremsen bis zu den Airbag-Systemen sind auf dem neusten Stand. Die Sicherheitsreserven vor allem mit dem aktiven PASM-Fahrwerk sind enorm und im Alltagsbetrieb kaum auszureizen.
Sehr zu loben sind die verbesserten Sitze, die bessere Sitzposition mit mehr Platz für große Leute und die neuen, zweifach verstellbaren Lenkräder. Da auch die Ergonomie und die verwendeten Innenraum-Materialien wesentlich verbessert wurden, ist der neue 911er mehr denn je ein echtes Erlebnis.
Zu kritisieren ist allenfalls der bei hohen Geschwindigkeiten etwas unruhig wirkende Vorderwagen, was auf den hinten platzierten Motor zurückzuführen ist.
Entschädigt wird man mit außerordentlichen Beschleunigungszeiten und dem enormen Gripp der größeren und breiteren Räder, die sich beim Beschleunigen aus Kurven heraus förmlich in den Asphalt einkrallen.
Da trotz der vielen Verbesserungen und der Mehrausstattung der Basis-Carrera nur 600 Euro teurer wurde, kann man das Angebot von Porsche gerade in Zeiten, in denen sich mancher abgezockt fühlt, nur als fair betrachten.
Unsere Empfehlung ist übrigens das Basis-Modell Carrera mit 325 PS: Seine Motorleistung ist absolut ausreichend und das Fahrwerk ist auch ohne PASM nahezu perfekt. In der Basisausstattung empfinden wir den Elfer als das ehrlichste Angebot: zwar nicht billig, aber preiswert. Und wir würden uns auch die zurzeit beliebte Metalliclackierung in Silber oder Grau sparen und das Auto in Rot ordern. Damit ist die linke Spur auf der Autobahn meist frei andere Autofahrer merken auf und scheinen gerne mal Platz zu machen.
(ph)
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