Große Schiebetüren
Auch das amerikanische Feeling, das der Wagen insgesamt vermittelt, bleibt erhalten. Der Fahrersitz bietet nur unzureichenden Seitenhalt, ist aber bequem. Durch die erhöhte Sitzposition lässt sich die Straße besser überschauen. Die vier Einzelsitze im Fond des von uns getesteten Wagens ließen sich durch die zwei großen, elektrisch zu öffnenden Schiebetüren relativ bequem erreichen. Nur um zur dritten Reihe zu kommen, muss sich ein Erwachsener ein wenig verwinden. Die Rückenlehnen der Fondsitze lassen sich klappen und so als Tische mit Becherhaltern nutzen. Um mehr Stauraum zu bekommen, können die Sitze auch komplett ausgebaut werden.
Kein Stown Go für Europa
Wermutstropfen: Das auf dem US-Markt bereits angebotene Stown Go (Einpacken und Losfahren)-System ist für die Europa-Modelle noch nicht zu haben. Das System erlaubt es, die Sitze per einfachem Handgriff im Wagenboden zu versenken. Um dieses praktische Novum auch in hiesigen Breiten anzubieten, müsse das komplette Chassis verändert werden. Das wiederum würde eine Umstellung der Produktionsstätte des Voyager im österreichischen Graz voraussetzen, so ein Chrysler-Sprecher. Wann das neue System kommt, wurde noch nicht bekannt gegeben.
150 starke Diesel-PS
Neu ist jedoch der 150 PS starke 2,8-Liter-Selbstzünder, der den Voyager mit 360 Newtonmetern zu den drehmomentstärksten Selbstzündern seiner Klasse macht. Das neue Aggregat ist aus dem Jeep Cherokee bekannt. Im Voyager fällt es durch Durchzugsstärke und Laufruhe auf. Der Motor entwickelt seine Kraft druckvoll aus unteren Drehzahlen und lässt sich bei mittleren Touren kraftvoll beschleunigen. In 11,9 Sekunden sprintet der Voyager auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 180 km/h angegeben, wenngleich sich der über zwei Tonnen schwere Wagen auf der Autobahn etwas lustlos zeigt, sie zu erreichen.
Sanfte Automatik
Die Vier-Stufen-Automatik verrichtet ihren Dienst nahezu unbemerkt, die Stufen werden selbst beim Kickdown sehr sanft gewechselt. Der riesige Wählhebel befindet sich US-Car-typisch am Lenkrad und macht das Route-66-Feeling beim Fahren des Van perfekt.
Komfortables Fahrwerk
Zu diesem gehört natürlich auch das Kurven- und Fahrverhalten. Das Fahrwerk schluckt Bodenunebenheiten sehr gut und gerne weg, in Kurven neigt sich die Karosserie zur Seite, der Versuch einer ambitionierten Fahrweise wird durch den schaukeligen Aufbau und die etwas indirekte Lenkung gebremst.
Ab 27.400 Euro
Der Voyager 2.8 CRD kostet in der Grundausstattung Family ab 27.400 Euro, das sind 500 Euro mehr als für den sieben PS schwächeren 2.5 CRD mit Schaltgetriebe hinzulegen sind. An Bord des 2.8 CRD sind beispielsweise die Vier-Stufen-Automatik, das ABS, der Tempomat, die Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn und vier Airbags.
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