Audi A3 1.9 TDI: Die Ingolstädter Alternative zum Golf

Audi A3 1.9 TDI: Die Ingolstädter Alternative zum Golf
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München, 19. Juli 2002 – Der Audi A3 ist das Ingolstädter Pendant zum Golf. Ein 1,6-Liter-Benziner mit 102 PS, ein 1,8-Liter-Motor mit 125 PS und ein 1,8-Liter-Turbo mit 150 oder 180 PS werden angeboten. Für Freunde des Selbstzünders gibt es zwei 1,9-Liter-TDI mit 100 und 130 PS. Wir haben das Auto mit dem 100 PS starken Turbodieselmotor für Sie getestet. 

1,9 Liter, die Spaß machen
Der 1,9-Liter-TDI ist nicht ohne Grund bei den Kunden des VW-Konzerns beliebt. Das Aggregat ist zwar manchmal etwas laut und klingt eine Spur rau. Doch zwischen 2.000 und 3.000 Touren hat der Motor Kraft ohne Ende. Hier macht sich der Vorteil eines Turbos richtig bemerkbar. Der Verbrauch blieb bei unseren Testfahrten mit 6,3 Litern pro 100 Kilometer im Rahmen.

In der Stadt etwa, bei einem Tempo von 55 km/h, kann man je nach Vorliebe den dritten oder vierten Gang wählen. Im vierten Gang, von 1.500 U/min ausgehend, ist das Beschleunigen zwar keine pure Freude, aber es geht. Wer schneller aus den Puschen kommen möchte, schaltet in den Dritten zurück und erlebt bei 2.000 Touren den Turbo hautnah. Das Maximum an Drehmoment, nämlich satte 240 Newtonmeter, steht bei dieser Drehzahl zur Verfügung.

Auf der Autobahn erreicht man im höchsten Gang des Fünfganggetriebes bei 3.000 Touren Tempo 140: Der Motor ist nun schon etwas lauter. Bei 4.000 U/min überwindet die Tachonadel die 190-km/h-Grenze. Das dunkel dröhnende Geräusch wird unangenehm. Wenig später, bei 4.500 U/min, beginnt der rote Bereich. Wer große Strecken bei hohem Tempo zurücklegen muss, wäre für eine sechste Gangstufe dankbar – vor allem wegen der Geräuschkulisse. 

Wir erreichten mit unserem Testfahrzeug laut Tacho knapp über 200 km/h, in den Papieren findet sich die Angabe von 188 km/h. Das Fahrwerk hält diese Geschwindigkeiten aus. Es ist weder extrem auf Härte noch übertrieben auf weichen Komfort getrimmt.

Salonatmosphäre im Innenraum
Die Instrumente sind eher klassisch-einfach gestaltet: Rote Zeiger auf schwarzem Grund mit weißer Skalierung, bei Tag wie bei Nacht. Für unseren Geschmack haben die Innenraumdesigner zu viel knalliges Rot verwendet. Doch die Armaturen gefallen bei Dunkelheit besser als das aufdringliche Blau bei VW-Modellen. 

Die Sitze geben guten Seitenhalt. Vier Kopfstützen sind serienmäßig an Bord, eine fünfte kostet 69 Euro Aufpreis. Die Kopfstützen lassen sich nicht weit genug herausziehen: Schon bei Insassen mit über 1,75 Metern Körpergröße enden sie unter dem Scheitel, statt den gesamten Kopf abzudecken.

Die Rundumsicht ist verhältnismäßig gut. Störend wirken aber die recht breiten C-Säulen und das kleine Heckfenster. Sind gar drei Kopfstützen hinten montiert, so verkleinert sich die Chance auf gute Rück-Sicht weiter.

Die Kopffreiheit beträgt bei einem 1,75 Meter großen Insassen vorne stattliche zehn Zentimeter, hinten drei Zentimeter. Im Fond sitzt man angenehm, wenn man nicht allzu groß ist. Vor den Knien eines 1,75 Meter großen Passagiers bleibt – dank der passenden Aushöhlungen in der Vordersitzlehne – ein halber Zentimeter Platz. Das ist nicht viel für ein Fahrzeug der Golfklasse.

Kofferraum mit praktischen Dimensionen
Der Kofferraum ist fast rechteckig, die Radhäuser ragen nicht störend hinein wie bei vielen anderen Autos. In Normalkonfiguration fasst der Stauraum 350 Liter und misst 100 Zentimeter in der Breite mal 85 Zentimeter in der Tiefe. Nach Umlegen der asymmetrisch geteilt umlegbaren Rücksitze ergibt sich eine 140 Zentimeter lange Transportfläche, die durch eine etwa sieben Zentimeter hohe Stufe geteilt wird. Die Ladeschwelle mit 22 Zentimetern und die Ladekantenhöhe mit 70 Zentimetern sind im normalen Bereich. Beim Golf fällt der Kofferraum sehr ähnlich aus.

Um die Rückbank umzulegen, wird die Sitzbank nach vorn geklappt und die Kopfstützen werden herausgenommen. Beim Entfernen der Kopfstützen muss man daran denken, die Sitzlehne zuvor nach vorne zu klappen, da sonst das Fahrzeugdach im Wege ist. Die Kopfstützen finden ihren Platz in Halterungen an den Sitzpolstern.

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