Mini One automatic mit CVT-Getriebe

Mini One automatic mit CVT-Getriebe
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München, 11. April 2003 – Der Mini hat in nur einem Jahr die Herzen jugendlicher und junggebliebener Automobilisten erobert. Weltweit erfreut sich das kultige Fahrzeug größter Beliebtheit. Die Nachfrage nach Minis ist so groß, dass die anfänglichen Prognosen für die Produktions- und Absatzzahlen der BMW-Tochter längst übertroffen wurden.

Attraktiver Viersitzer
Der Mini ist nicht nur ein attraktiver Viersitzer, sondern auch auf dem besten Weg, zum Ausdruck eines individuellen Lebensstils zu werden. So wie sein Vorfahr aus den 60er-Jahren repräsentiert der Neue ein Stück Zeitgeist und Lebenseinstellung. Wer ihn fährt, steht dazu, dass er das Leben genießt und mit dem agilen Kurven-Künstler Spaß haben will.

Klassisches Fahrzeugkonzept
Das Fahrzeugkonzept, das vom klassischen Vorbild übernommen wurde, verbunden mit einem erstklassigen Fahrwerk und leistungsfähigen Motoren, verschafft dem kompakten Briten eine gehörige Portion Fahrspaß. In mehreren Tests haben wir Sie bereits ausführlich über verschiedene Mini-Varianten informiert. In diesem Testbericht geht es um die Automatik-Variante des Mini One mit 90 PS.

Schalten lassen
Der 90 PS starke Mini One und der 25 PS stärkere Mini Cooper sind serienmäßig mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Für beide Modelle wird aber gegen einen Aufpreis von 1.450 Euro auch ein stufenloses Automatik-Getriebe (CVT) mit Steptronic angeboten. Damit kann der flotte Kleinwagen wahlweise im normalen Automatikbetrieb oder in einem sportlicheren Modus mit den Vorzügen eines halbautomatischen Sechsgang-Getriebes gefahren werden.

Das Automatik-Getriebe arbeitet mit einem Stahlantriebsriemen, der zwei doppelt-kegelförmige Riemenscheiben umschlingt. Die Riemenscheiben sind zweigeteilt, so dass der V-förmige Spalt dazwischen variabel ist. Je nach Abstand zwischen den beiden Scheiben ändert sich das Übersetzungsverhältnis.

Grundprinzip stammt vom Daffodil
Weil der Abstand und damit die Übersetzung stufenlos einstellbar ist, erfolgt die kontinuierliche Verstellung ohne spürbare Lastwechselreaktionen. Das Grundprinzip stammt übrigens von der legendären Variomatic aus dem Kleinwagen Daffodil vom Ende der 50er-Jahre.

Gewöhnungsbedürftig ist bei diesem Konzept allerdings, dass beim Beschleunigen die Drehzahl auf einem höheren Niveau konstant bleibt. Man kennt das vom Flugzeug: Die Drehzahl steigt rasch, dann folgt das Tempo. Positiv ist dabei zu vermerken, dass keine Schaltpausen entstehen – das wiederum bringt man eher mit Elektromotoren in Verbindung.

Hand anlegen
Im Automatikbetrieb werden die Gänge mit den bekannten Schaltstellungen P, R, N und D gewählt. Um in die sportlicher ausgelegte Abstimmung der Automatik zu schalten, muss der Wählhebel von der Position D in die Position S bewegt werden.

Durch leichten Zug oder Druck auf den Wählhebel lässt sich die Steptronic aktivieren. Damit gibt sich der Mini besonders agil, weil in jeder Gangstufe Motordrehzahlen bis zu 5.500 U/min (bei unserem Testfahrzeug Mini One automatic) beziehungsweise 6.000 U/min (beim Mini Cooper automatic) möglich sind. Durch kurzes Drücken nach vorne wird zurück geschaltet, durch kurzes Ziehen am Wählhebel ein höherer Gang eingelegt.

Elektronik verhindert Verschalten
Eine elektronische Überwachung verhindert Fehlbedienungen. Im Gegensatz zum Automatik-Modus schaltet die Steuerung in der Steptronic nicht stufenlos, sondern wählt zwischen sechs fest vorgegebenen Gangstufen. Ein LCD-Display im Tachometer zeigt die Wählhebelposition und den Schaltzustand des Getriebes an. Mit dieser Handschaltung ist zügigeres Fortkommen garantiert, weil der Motor höher dreht.

Im Automatik-Modus schnurrt der Mini One mit CVT-Getriebe so unaufdringlich dahin, dass es fast schon unglaublich ist. Er beschleunigt dezent, aber nachdrücklich. Dabei ist er britisch zurückhaltend und zudem noch leise. Solange zumindest, bis es auf die Autobahn geht. Wer häufig lange Strecken mit hohem Tempo zurücklegt, wird an der Motor-/Getriebe- Kombination keine Freude haben, da es vor allem beim Beschleunigen ab 130 km/h schlichtweg zu laut wird.

Höherer Spritverbrauch als beim manuellen Getriebe
Der Spritverbrauch wird vom Hersteller mit 7,7 Litern auf 100 Kilometer angegeben. Das ist immerhin ein Liter mehr als bei der handgeschalteten Variante. An der Tatsache, dass auch Beschleunigung und Topspeed ungünstigere Werte aufweisen als bei dem Mini One mit Schaltgetriebe, wird deutlich, dass wohl einige PS in dem CVT-Getriebe hängen bleiben. 

Zum Vergleich: Der Mini One braucht 10,9 Sekunden von null auf hundert km/h, der Mini One automatic 12,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt mit Handschaltung 181 km/h, mit Automatik 170 km/h. 

Karosserie: Charmant und charakterstark
Mit seinen kurzen Überhängen und den steil aufsteigenden Seitenpartien verrät der charmante Brite seinen Vorwärtsdrang schon im Stand. Betont wird das starke Profil durch die nach hinten leicht ansteigende seitliche Gürtellinie. 

Großzügige, grün gefärbte Glasflächen, die als gestalterisches und funktionales Element eingesetzt wurden, laufen wie ein durchgehendes Band rund um das Fahrzeug und betonen die exklusive Anmutung. Durch die breite Spur wirkt der Mini besonders von hinten extrem breit, obwohl er in Wirklichkeit nur 1,69 Meter misst. 

Ausschließlich Zweitürer
Der Mini wird ausschließlich als Zweitürer angeboten. Die großen Türen öffnen sehr weit und erleichtern so das Ein- und Aussteigen sowie den Zugang zu den Fondsitzplätzen. Die rahmenlosen Fenster werden vorne serienmäßig mit elektrischen Fensterhebern betätigt. 

Die Heckklappe schwingt weit genug nach oben, so dass selbst große Menschen aufrecht darunter stehen können. Geöffnet wird die Klappe mit einem elektrischen Schloss. Die heizbare Heckscheibe mit Heckscheibenwischer sorgt für freie Sicht nach hinten, eine beheizbare Frontscheibe wird als Option angeboten. 

Unverwechselbares Innenleben
Auch im Innenraum wurden typische Merkmale des alten Mini in ein modernes Ambiente übertragen: Der Tachometer in der Mitte des Armaturenträgers ist wie im Ur-Mini das dominierende Element im Innenraum. Das Zentralinstrument zeigt neben der Geschwindigkeit auch die Kühlmitteltemperatur, den Tankinhalt sowie die Reststrecke bis zum nächsten Service an. 

Der Drehzahlmesser, beim Mini One allerdings nur gegen Aufpreis erhältlich, hat seinen Platz direkt im Blickfeld des Fahrers auf der Lenksäule. Ist der Mini mit dem optionalen Navigationssystem ausgestattet, sitzen Tachometer und Drehzahlmesser nebeneinander auf der Lenksäule. Das ist dann zwar nicht mehr wie beim Ur-Mini, aber wir finden es praktischer, den Blick zum Tacho nicht immer in die Armaturenbrett-Mitte richten zu müssen. 

Gutes Raumgefühl
Das Zweispeichen-Lenkrad liegt griffig in der Hand. Dank der Höhenverstellung von Fahrersitz und Lenksäule finden kleine und sogar sehr große Fahrer schnell eine angenehme Sitzposition. Das gute Raumgefühl auf den Vordersitzen wird durch großzügige Fensterflächen betont. 

Straffe Sitze
Die Sitze mit integrierten Seitenairbags sind straff, aber bequem und geben auch bei flotter Kurvenfahrt guten Seitenhalt. Um Fond-Passagieren das Ein- und Aussteigen zu erleichtern, lässt sich der Vordersitz nach vorne fahren. Dank einer Memory-Funktion rastet er anschließend wieder in die ursprüngliche Position ein. 

Wenig Platz hinten
Natürlich ist das Platzangebot hinten nicht gerade als üppig zu bezeichnen. Vor allem wenn vorne die Sitze ganz zurück gestellt sind, reicht es hinten noch nicht mal für Kinder. Immerhin ist die Rücksitzlehne im Verhältnis 50:50 geteilt und umklappbar. Dadurch lässt sich der Kofferraum von 150 Liter auf bis zu 670 Liter Volumen vergrößern. 

Direkte Lenkung
Die Minis mit Ottomotor sind mit einer elektrohydraulischen Lenkung ausgestattet. Dabei wird die Hydraulikpumpe von einem kleinen Elektromotor angetrieben. Sie arbeitet also motorunabhängig. Druck wird nur dann aufgebaut, wenn Lenkhilfe erforderlich ist. 

Direkte Lenkung
Bei allen Modellen ist die Zahnstangenlenkung sehr direkt ausgelegt. Dadurch reagiert das Fahrzeug spontan auf Lenkbewegungen, vermittelt dem Fahrer ein ausgezeichnetes Lenkgefühl und nicht zuletzt den Go-Kart-ähnlichen Fahrspaß, den Mini-Freunde seit jeher lieben. 

Exzellentes Fahrverhalten
Der wendige Kleinwagen aus Oxford neigt selbst im Grenzbereich nur minimal zum Untersteuern und lässt die Insassen hautnah erleben, dass die schönste Verbindung zwischen zwei Punkten eine Kurve ist. 

Preis
Der Mini One automatic kostet in der Grundausstattung 16.050 Euro. Das ist nicht wenig, einen VW Lupo mit Automatik gibt es für 3.500 Euro weniger. Dafür hat der Mini in der Technik und in der Ausstattung aber auch eine Menge zu bieten. Und schließlich war es schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben.

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