Modernes Cockpit
Der helle und freundliche Innenraum ist eine richtige Überraschung: Das Cockpit ist modern und dezent gestaltet, hier erinnert nichts mehr an frühere Daewoo-Modelle. In der Top-Ausstattung CDX gibt es Applikationen in Holz-Optik. Sie wirken keinesfalls billig, sondern geben dem Interieur eine elegante Note. Die Lederummantelung des Vierspeichen-Lenkrades und des Automatikhebels, die es bei SX und CDX serienmäßig gibt, verstärken den hochwertigen Eindruck.
Bequeme Sitze
Die Vordersitze sind bequem und verfügen über eine Lordosenstütze. Der geräumige Innenraum bietet vier Passagieren bequem Platz, kann aber auch fünf Leute aufnehmen. In der CDX-Variante steht zwei Fond-Fahrgästen eine ausklappbare Mittelarmlehne mit Getränkehaltern zur Verfügung.
Viele Extras in Serie
Vier elektrische Fensterheber, eine Radio-Fernbedienung am höhen- und längenverstellbaren Lenkrad, die Klimaautomatik, das Handschuhfach mit Kühlbox sowie ein RDS-Radio mit Fünffach-CD-Wechsler gehören zu den angenehmen Details der CDX-Variante.
Motoren von General Motors
Der von uns getestete 1,8-Liter-Motor entstammt der so genannten Motorenfamilie II von General Motors. Der Vierventiler besitzt zwei oben liegende Nockenwellen und konsumiert laut Daewoo im Nubira mit Fünfgang-Schaltgetriebe 7,5 Liter Super. In Kombination mit der Vierstufen-Automatik wird der Verbrauch mit 9,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer angegeben.
Der Motor ist nicht unbedingt ein Flüsterer, fällt aber keineswegs unangenehm ins Ohr. Lediglich bei hohen Drehzahlen hört man ihm seine Anstrengung an. Aus dem Stand tritt der Nubira 1.8 mit Automatikgetriebe nach einer kurzen Denkpause seinen Spurt an. In 10,7 Sekunden ist die Hundert-Marke erreicht, der Schalter braucht dafür laut Hersteller nur 9,5 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit wird mit 184 km/h angegeben (194 km/h beim Schalter).
Adaptive Automatik
Die Vierstufenautomatik arbeitet adaptiv: Sie passt sich einer sportlichen Fahrweise an, fährt die Gänge länger aus und schaltet später hoch. Eine Sport-Taste lässt den Gangwechsel näher am Drehzahllimit erfolgen. Wer will, kann die Fahrstufen auch manuell wechseln.
Direkte Servolenkung
In schnell gefahrenen Kurven kommt der Nubira ohne große Karosserieschwankungen aus. Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung arbeitet präzise und direkt. Das Fahrwerk wurde speziell für Europa gestrafft. Es ist komfortabel und schluckt kleine Bodenunebenheiten kommentarlos. Der CDX hat serienmäßig eine Traktionskontrolle. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm sucht man allerdings in der Ausstattungsliste vergebens nicht mal gegen Aufpreis ist ESP zu haben. Ein Vierkanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung hilft dafür beim Anhalten kräftig mit.
14.390 Euro Grundpreis
Der Grundpreis für den Nubira 1.6 SE beträgt 14.390 Euro. Unser Testwagen 1.8 CDX hätte uns 16.500 Euro gekostet plus 1.400 Euro für die Automatik, 350 Euro für den Metallic-Lack und 700 Euro für ein Glas-Schiebedach. Wer will, kann sich von seinem Händler ein Becker-DTM-Navigationssystem einbauen lassen. Das würde mit 1.230 Euro zuzüglich Einbau zu Buche schlagen.
Markteinführung am 5. Juli
Am 5. Juli 2003 hat der neue Nubira seine Markteinführung. Noch in diesem Jahr will Daewoo 900 Stück an die Kunden bringen, so Günther Sommerlad, Geschäftsführer von Daewoo Deutschland. Wenn 2004 das Kombimodell kommt, soll die Zahl auf 2.000 klettern.
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