Edles Ambiente mit Abstrichen
Das Ambiente innen hinterlässt insgesamt einen niveauvollen Eindruck. Serienmäßig gibt es eine Lederausstattung und elegant wirkende Holzapplikationen in der Mittelkonsole und an den Türen. Ein Wermutstropfen trübt das harmonische Bild: Die Instrumente sind in einer billigen Plastikverkleidung untergebracht.
Der serienmäßig beheizbare Fahrersitz ist elektrisch höhen- und neigungsverstellbar. Obwohl die Sitze recht bequem sind, lassen sie in Kurven an Seitenhalt vermissen. Lenkrad und Schalthebel liegen griffig in der Hand. Die Bedienelemente sind gut erreichbar und klar definiert.
Radio-Fernbedienung am Lenkrad
Gewöhnungsbedürftig ist, dass das Bedienfeld für die Klimaautomatik im oberen Bereich der Mittelkonsole untergebracht gebracht wurde und das Radio nach unten gewandert ist. Die wichtigsten Funktionen des Radios können aber vom Lenkrad aus fernbedient werden.
Unser Testwagen war mit einem Becker-Radio mit integriertem Navigationssystem (Aufpreis etwa 1.300 Euro plus Montage) ausgestattet. Im Grundpreis ist ein RDS-Radio mit Cassette und Fünffach-CD-Wechsler enthalten.
Nur Zweiliter mit 131 PS
Derzeit ist der Evanda nur mit einem 131 PS starken Zweiliter-Vierzylindermotor zu haben. Die Maschine ist im Leerlauf recht leise, wird aber beim Hochdrehen laut und bekommt im oberen Drehzahlbereich einen fast unangenehmen rauhen Sound.
Guter Sprinter
Beim Anfahren setzt sich der Evanda recht flott in Bewegung, die serienmäßige Traktionskontrolle bekommt die beim Kavalierstart durchdrehenden Vorderräder allerdings etwas spät zur Räson.
Der Motor könnte im mittleren Drehzahlbereich gern etwas elastischer sein, zeigt aber gute bis sehr gute Fahrwerte. In Zahlen heißt das für die von uns gefahrene Schaltversion: 9,8 Sekunden braucht der Evanda von null auf hundert, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 200 km/h erreicht. Also ist der Evanda ein guter Sprinter, aber könnte nach oben hinaus durchaus ein wenig schneller sein.
Exakte Schaltung
Richtig Spaß macht die Schaltung, mit der Gangwechsel exakt und leichtgängig möglich sind. Für 1.400 Euro Aufpreis gibt es eine Viergang-Automatik.
Kein ESP
Die geschwindigkeitsabhängige Servo-Lenkung ermöglicht ein leichtes Handling, wirkt aber beim schnellen Spurwechsel etwas indirekt. Im Grenzwertbereich neigt der Evanda zum Übersteuern. Schade: Ein Elektronisches Stabilitätsprogramm ist auch nicht gegen Aufpreis zu haben.
300 Stück noch in diesem Jahr
Zirka 4.000 Leganza sind seit 1997 in Deutschland verkauft worden. Beim Evanda wird erst einmal vorsichtig geplant: Etwa 300 Fahrzeuge sollen, so PR-Managerin Kirsten Lattewitz, noch im Jahr 2003 verkauft werden.
Ob ein Diesel der Konzernmutter General Motors auch im Evanda zum Einsatz kommt, steht noch nicht fest vielleicht 2004, so Lattewitz. Eher unwahrscheinlich ist, dass der große Daewoo mit dem in Korea erhältlichen 2,5-Liter-V6 bestückt wird. Schade eigentlich.
20.990 Euro Grundpreis
Der Grundpreis des Evanda beträgt 20.990 Euro. Da sind unter vielem anderen die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, ABS mit Traktionskontrolle, vier Airbags, die Lederausstattung, die Sitzheizung und die Klimaautomatik mit drin.
Das kann sein großer Vorteil sein: So kostet der 122 PS starke Opel Vectra 1.8 zwar nur 20.250 Euro und hat serienmäßig bereits ESP und Kopfairbags. Die Klimaautomatik, die elektrische Sitzverstellung und eine Lederausstattung kosten aber extra. Ähnlich verhält es sich beim Ford Mondeo 1.8 16V mit 125 PS für 21.050 Euro. Auch er lässt sich nur mit Mehr-Geld auf das (Grund-)Ausstattungsniveau des Daewoo bringen. Im Mondeo-Grundpreis sind zwar die Kopfairbags drin, das ESP, Leder und die Klimaautomatik kosten extra.
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