Drei Motoren
Was zunächst so verwirrend wirkt, ist andererseits auch Ausdruck vielfältiger Einsatzmöglichkeiten und individueller Anforderungen. Die Motorenpalette hält sich dafür in Grenzen: Es gibt einen 1,8-Liter-Benziner mit 115 PS und einen 1,8-Liter-Diesel mit entweder 75 oder 90 PS.
Langversion ab Anfang 2003
Ford hebt hervor, dass die Connect-Modelle auf einer Nutzfahrzeug-Plattform basieren. Das hat den Vorteil, dass die Fahrzeuge konsequent auf Langlebigkeit ausgelegt werden können, so der Hersteller. Für den Fahrkomfort müssen aus diesen Gründen Blattfedern sorgen, wie bei Nutzfahrzeugen üblich.
Bereits in das Modell mit dem kleinen Radstand passen zwei Europaletten. Für Laien: Eine Europalette misst 120 mal 135 Zentimeter. Die Heckflügeltüren lassen sich nach Betätigen eines Hebels bis zu einem Winkel von 180 Grad öffnen, so dass das Beladen noch leichter vor sich geht. Optional wird aber auch eine nach oben öffnende Heckklappe verfügbar sein. Letztere Variante dürften Freizeitnutzer bevorzugen, die etwa ein Zelt an die offene Heckklappe hängen wollen. Ein Plus an Variabilität verspricht der faltbare Beifahrersitz: Wird er weggeklappt, ergibt sich eine Durchlademöglichkeit für fast die gesamte Fahrzeuglänge.
Kombi-Langversion
Zuerst fuhren wir den langen Tourneo Connect mit Hochdach, motorisiert mit dem 90 PS starken 1,8-Liter-Diesel. Der Motor ist kein Reißer, aber durchaus ausreichend für das Leergewicht von rund 1,6 Tonnen. 220 Newtonmeter bei 1.700 U/min stehen zur Verfügung. Und schon bei 1.200 Touren kann man beschleunigen. Das Geräuschniveau ist niedrig und bleibt auch bei hohen Drehzahlen im Rahmen. Der Schalthebel ist angenehm. Er bietet der Schalthand zwar etwas Widerstand, ist aber nicht hakelig zu nennen.
Solide Innenausstattung
Die Innenausstattung ist solide, wirkt aber recht schlicht. Hier wurde mehr auf Funktionalität als auf gefälliges Aussehen geachtet. So ist die Verbindung zwischen Armaturenträger und Tür-Innenverkleidung nicht besonders formschön geraten. Enorm praktisch sind die sehr großen Außenspiegel. In beide ist unten zusätzlich ein Weitwinkelspiegel eingelassen.
Die Sitze haben eine etwas kurz geratene Beinauflage und bieten wenig Seitenhalt - ausreichend für innerstädtischen Lieferverkehr, aber zu wenig für Landstraßenkurven. Außerorts kommen die Beine manchmal in Kontakt mit der Mittelkonsole.
Großer Innenraum
Das Raumangebot wirkt auf einen Limousinenfahrer verschwenderisch. Die Rundumsicht ist gut. Nur die senkrecht geteilte Heckscheibe ist für Pkw-Fahrer ungewohnt.
Kastenwagen mit Halleffekt
Als nächstes nahmen wir uns den Kastenwagen mit kurzem Radstand vor, der wiederum den 1,8-Liter-TDCi unter der Haube hatte. Die großen Blechflächen, die ein solches Auto hinter dem Fahrer aufweist, reflektieren den Schall. Das Auto klingt hallig. Manchmal hat man den Eindruck, die Heckklappe wäre offen. Ansonsten unterscheidet sich auch das Bremssystem von Kastenwagen und Kombi: Letzterer hat rundum Scheibenbremsen, der Kastenwagen dagegen muss hinten mit Trommeln auskommen. ABS ist Serie im Kombi, im Kastenwagen wird es Aufpreis kosten.
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Ford Mondeo
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