Im Alltag macht er Spaß
Wir dürfen unserem Fazit schon soviel vorwegnehmen: Sie müssen keine Bilderbuchfigur haben und keine Sportart beherrschen, die auf -ing endet, um den CR-V zu nutzen. Sie müssen noch nicht einmal Schach spielen können. Im Alltag macht der CR-V auch beim Fahren richtig Spaß.
Optik wie ein Großer
Ein großer Geländewagen ist der erste Eindruck vom Honda CR-V. Unter der bulligen Schnauze vermittelt ein Unterfahrschutz-Blech einen kämpferischen Eindruck. Ein Blick weiter nach unten belehrt eines Besseren: Der Auspuff ist ziemlich weit abgehängt, das könnte im harten Gelände Probleme geben. Das gibt auch die Betriebsanleitung kund: Das Fahrzeug ist nicht für ständigen harten Geländeeinsatz, zur Arbeit im Gelände etc. geeignet. Also probieren wir das Fahren auf Straßen aus, wofür der CR-V in erster Linie konstruiert ist.
Interessante Interieur-Details
Der Fahrersitz ist bequem. Von hier aus hat man einen angenehm erhöhten Überblick über das Verkehrsgeschehen. Das Cockpit wirkt auf den ersten Blick langweilig-funktional, bietet aber einige interessante Details, die man erst beim näheren Hinschauen entdeckt. Dazu gehört der Griff der Handbremse, der so geschickt in die Mittelkonsole platziert wurde, dass er als Haltegriff durchgehen könnte.
Aufgeräumtes Cockpit
Die Armaturentafel des CR-V erweist sich als bedienerfreundlich und aufgeräumt. Als Wermutstropfen trübt die Radio-Navigationseinheit in der Mittelkonsole das Bild: Der Lautstärkeknopf ist rechts angeordnet. Um ihn zu erreichen, muss man sich vorbeugen und den Arm strecken. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Honda in seinem Ursprungsland ein Rechtslenker ist und demzufolge auch das Radio von der anderen Seite bedient wird. Eine Bedienmöglichkeit des Systems vom Lenkrad aus könnte hier Abhilfe schaffen, aber die gibt es leider nicht mal optional.
Viel Platz, viele Ablagen
Fahrer und Beifahrer haben eine Menge Platz und ausreichend Staufächer sowie Ablagemöglichkeiten. Da Handbremse und Automatikhebel in der Mittelkonsole untergebracht sind, kann der Raum zwischen den Sitzen ebenfalls als Utensilien-Ablage genutzt werden. Dort gibt es ein Tablett mit Getränkehalterungen. Bei Bedarf kann dieses Tablett auch einfach weggeklappt werden.
Hecktür öffnet zur Seite
Auch die Fondpassagiere fühlen sich nicht wie im engen Kämmerlein, sondern sitzen recht bequem. Die Rückbank lässt sich in der Länge verschieben. Wer den CR-V als Transporter nutzen will, kann mit wenigen Handgriffen die Rücksitzlehne asymmetrisch teilen oder die Sitze komplett aufwickeln. In den geräumigen Honda passen je nach Konstellation der Rücksitze zwischen 527 und 952 Liter Gepäck.
Dank der zur Seite öffnenden Hecktür und dem separat nach oben aufklappbaren Heckfenster lässt sich der Freizeit-Honda je nach Bedarf bequem beladen. Dass die Tür allerdings nach rechts zur Fußweg-Seite hin öffnet, ist wohl wiederum dem Linksverkehr im Herkunftsland zu verdanken.
Leiser, durchzugsstarker Motor
Der CR-V wird ausschließlich mit einem Zweiliter-Benziner mit variabler Ventilsteuerung angeboten. Der Motor ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse: Er bleibt von der Geräuschentwicklung her unauffällig, entwickelt aber besonders in höheren Drehzahlen eine bemerkenswert gute Durchzugskraft. Dem Motor scheint es egal zu sein, ob er den Wagen mit 70 oder 140 km/h voranbringen soll, er führt die Gaspedal-Befehle willig aus, ohne den Geräuschpegel wesentlich zu erhöhen. Das führt mitunter dazu, dass man schneller als gewollt unterwegs ist. Bei einer Tachoanzeige von etwa 170 km/h war bei unserem Test die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Das hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass der CR-V einfach nicht schneller wurde, ohne hörbar angestrengt zu klingen.
Sanfte Automatik
Der kultivierte Motor wird von einer gut abgestimmten Vierstufen-Automatik unterstützt, die sanft schaltet. Die Automatik hat einen Overdrive: Wird er deaktiviert, schaltet das Getriebe nur die ersten drei Gänge. Mit der Automatik beschleunigt der CR-V in 12,0 Sekunden auf Hundert.
Gelassenes Vorankommen
Dieser Wert sagt eigentlich schon aus, dass der große Honda eher für ein gelassenes Vorankommen konzipiert wurde. Denn auch das relativ komfortabel gefederte Fahrwerk lädt nicht unbedingt zum rasanten Fahren ein. In scharfen Kurven hat der CR-V eine geländewagen-typische Seitenneigung.
Kraft wird verteilt
Die meiste Antriebskraft haben im Normalbetrieb die Vorderräder. Wenn sie durchdrehen, wird die Kraft elektronisch dorthin geleitet, wo sie am meisten gebraucht wird. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm wie ESP wird nicht angeboten.
12,2 Liter Test-Verbrauch
Der Hersteller gibt den Verbrauch mit 9,3 Litern an. Bei unserem straffen Test haben wir im Durchschnitt 12,2 Liter Super-Benzin verbraucht.
25.500 Euro
Der Honda CR-V kostet in der höchsten Ausstattungs- variante ES 25.500 Euro. Für diesen Preis ist er gut mit Extras bestückt. Bei unserem Testwagen wären beispielsweise 1.300 Euro für die Automatik und 2.455 Euro für das DVD-Navigationssystem hinzugekommen. Mit diesem Preis bewegt sich der Honda bei seinen Kollegen im guten Mittelfeld. Der Mitsubishi Outlander kostet mit dem 136 PS starken Zweilitermotor ab 21.999 Euro, den Nissan X-Trail Sport gibt es mit zwei Litern Hubraum und 140 PS ab 27.020 Euro.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |