Modischer Anzug
Unser Testwagen ist ein Fünftürer. Bescheiden, aber selbstbewusst steht der Civic in seinem dunkelblauen Anzug vor uns. Er wirkt wie ein eleganter Abiturient, der auf seinem ersten Ball unauffällig nach einer Tanzpartnerin Ausschau hält. In der Form erscheint er im Trend des angebrochenen Jahrtausends. Eine keilförmige Frontpartie, die große, flache Frontscheibe und kurze Überhänge bestimmen den Auftritt des aktuellen Civic.
Aufgeräumtes Cockpit
Der Platz am Volant ist ein angenehmer Ort. Ein bequemer, vielseitig einstellbarer Sitz macht Lust auf mehr als nur das kurze Stück zum Bäcker. Das Dreispeichen-Lenkrad liegt gut in der Hand, sein Kranz könnte aber eine Spur dicker sein. Das Cockpit ist aufgeräumt und übersichtlich gestaltet. Optisch dominiert der Schalthebel, der eine wahrlich herausragende Rolle übernimmt: Er ragt aus der Mitte der Armaturentafel. Alle anderen wichtigen Schalter, Tasten und Knöpfe sind ebenfalls griffgünstig positioniert. Es fehlt eine zentrale Taste für die Türverriegelung von innen.
Mehr Platz für Krimskrams
Da es keine herkömmliche Mittelkonsole gibt, lässt sich der Platz zwischen den Sitzen zusätzlich nutzen. Dieses Plus an Staufläche bekommt man sonst nur in den wesentlich größeren Vans geboten.
Freiheit für die Hinterbänkler
Wer auf den Rücksitz muss, fühlt sich keineswegs wie in der Verbannung. Zum einen lassen die weit öffnenden Türen einen bequemen Einstieg zu. Zum anderen sind Kopf- und Kniefreiheit im Fond reichlich bemessen.
Probleme bei der Rück-Sicht
Punktabzug gibt es in punkto Rundumsicht. Zwar ist die Vor-Sicht dank der relativ schrägen A-Säule relativ gut. Doch nach hinten wird die Rück-Sicht nachhaltig getrübt. Die D-Säule ist breit und hemmt den unbeschwerten Blick nach hinten.
Kaltes Grummeln
Niemand wird gern aus dem Tiefschlaf geweckt. So wacht auch der 1,7-Liter Common-Rail-Turbodiesel morgens grummelnd auf. Das dieselige Kaltstart-Geräusch verliert sich mit steigender Kühlwassertemperatur. Trotzdem kann das Aggregat zumindest von außen nie ganz die Methode seiner Krafterzeugung verleugnen. Innen hält sich das Dieseln in angenehmen Grenzen. In der Nähe des roten Bereiches wird der Motor aber recht laut.
Kraft ab 1.800 Umdrehungen
Auf den ersten Gasbefehl reagiert der Premieren-Diesel von Honda noch träge. Die 100 Pferdestärken scheinen nacheinander aus dem Stall zu kommen. Ab etwa 1.800 Umdrehungen galoppieren die Rosse recht munter los. 220 Newtonmeter beträgt die Kraft in diesem Moment. Bei 4.400 Umdrehungen erreicht der Selbstzünder seine Höchstleistung. Für den kleinen Überholvorgang zwischendurch sollte man mutig schalten, um die Elastizität voll ausnutzen zu können.
Spaßfaktor beim Schalten
Speziell auf den Diesel abgestimmt wurde das Fünfgang-Getriebe. Schalten macht Spaß: Am kurzen Schaltknauf lassen sich die Gänge leicht und exakt wechseln.
Ordentliche Werte
Auf Hundert beschleunigt der Fünftürer in 11,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 182 km/h erreicht. Mit diesen Werten hat der Honda seine Feuerprobe im hart umkämpften Segment der kleinen Diesel bestanden. Beispielsweise der Ford Focus TDCi mit 115 PS braucht 10,7 Sekunden und fährt 196 km/h, der Audi A3 1.9 TDI mit 100 PS benötigt 11 Sekunden und ist 188 Stundenkilometer schnell. Beide haben also die Nase nur geringfügig vorn.
Fahrwerk wirkt sicher
Das Fahrwerk erzeugt eine sichere, aber nicht übermäßig sportliche Straßenlage. Es ist mehr auf Komfort als auf Rasanz ausgelegt. In schnellen Kurven könnte die Seitenneigung geringer sein. Insgesamt vermittelt die Verbindung mit Asphalt aber Vertrauen in die Kunst der Techniker.
Anhaltende Wirkung
Ob beim Parken oder auf der Autobahn: Die elektrisch unterstützte Servolenkung gibt sich in jeder Situation leichtgängig und exakt. Einen guten Eindruck hinterlassen auch die Bremsen. Ihre anhaltende Wirkung ist bereits im ersten Drittel des Pedalweges zupackend.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |