Alles beim alten in punkto Sicherheit
In punkto Sicherheitsausstattung ist der Terracan ein typischer Hyundai: Die Koreaner bieten wie in all ihren Modellen auch hier kein ESP an. Auch die Seitenairbags fehlen. Was den Komfort angeht, ist der Offroader weniger puristisch ausgestattet: Unser Testwagen hatte den Ausstattungsbeinamen "GLS", was so viel bedeutet wie Klimaanlage, Leichtmetallräder, Funkfernbedienung oder Dachreling.
Für den Terracan 2.9 CRDi GLS sind 29.390 Euro fällig. Wer es edel mag, der bestellt für 2.300 Euro das Comfort-Paket mit Teil-Ledersitzen, Sitzheizung, Wurzelholz-Lederlenkrad, Lederschaltknauf, Klimaautomatik, getönten Scheiben, verchromten Türgriffen sowie Wurzelholz-Dekor.
Koreanischer Preisbrecher
In der preiswerteren "GL"-Variante gibt es Basiskomfort: zum Beispiel elektrische Fensterheber vorne und hinten sowie Zentralverriegelung und Laderaumabdeckung. Mit dem Einstiegspreis von 25.490 Euro ist der Koreaner das mit Abstand günstigste Angebot im Bereich der leistungsstärkeren Offroader-Diesel. Selbst die luxuriösere GLS-Ausstattung fällt noch in die Kategorie "Kampfpreis". Sicher ein Grund, warum der Terracan Konkurrenten wie Land Rover Freelander, Nissan Patrol oder Jeep Cherokee in der Statistik der Neuzulassungen abgehängt hat.
Berührungsempfindliches Gaspedal
Die Schaltung des Terracan ist etwas hakelig. Alternativ gibt es ihn mit einer Viergang-Automatik. Hat man den Gang dann gefunden, mangelt es dem Offroader keineswegs an Vortrieb. Im Gegenteil: Dank seines 150 PS starken Common-Rail-Diesels mit 333 Newtonmetern spricht er prompt auf jede Berührung des Gaspedals an. Positiv anzumerken ist hier zudem der niedrige Geräuschpegel beim Dahingleiten. Das ändert sich bei Beschleunigung und hohen Geschwindigkeitsbereichen. Doch mehr als die offiziell angegebenen 166 km/h sind sowieso nicht machbar.
Weit entfernt vom Schluckspecht
Der Verbrauch unseres Testwagens lag bei 12 bis 14 Litern auf 100 Kilometer. Damit bewegte er sich deutlich über den von Hyundai angegebenen 8,6 Litern. Allerdings haben wir den Offroader weitgehend am Limit gefahren und die höheren Werte damit regelrecht provoziert. Auf den typischen Terracan-Fahrer lässt sich dieses Verhalten sicherlich nicht projizieren. Somit sind neun bis zehn Liter Verbrauch durchaus realistisch. Den Vergleich mit der Konkurrenz braucht er damit nicht zu scheuen.
Eine Alternative zum Diesel-Triebwerk bietet Hyundai für den Offroader nicht an. Wer also zum Beispiel aus steuerlichen Gründen keinen Diesel möchte, muss sich anderweitig umschauen. Oder Sie lasten den Terracan auf: Ab 2,8 Tonnen Eigengewicht zahlen Sie nur 172 Euro Kfz-Steuer pro Jahr. Ein Argument für einen Benziner ist auch der Schütteleffekt des Diesels. Der entsteht, wenn man ihn startet oder die Zündung abschaltet.
Abstriche bei der Lenkung
Das Lenkung ist amerikanisch indirekt und wenn auch nur psychologisch ein Unsicherheitsfaktor gerade beim Spurwechsel in höheren Geschwindigkeitsbereichen.
Die Bremsen packen ordentlich zu, was dazu führen kann, dass sie dem Auto bei stärkerer Nutzung ein starkes Nicken bescheren.
Bergsteigen erwünscht
Im Gelände kann man sich mit dem Terracan sicher bewegen. Mit Schotterpisten hat er kein Problem. Für guten Grip sorgt der Vierrad-Antrieb. Auch durch tiefen Matsch wühlt sicher der Koreaner mit seinen großen Reifen locker durch.
Nicht sonderlich löblich hingegen ist sein vorderer Böschungswinkel von 30 Grad. Aufgrund der tief runter gezogenen Frontschürze sind Unebenheiten nicht sein Metier. Die Konkurrenz wartet da mit 37 (Nissan Patrol GR) beziehungsweise 42 Grad (Mitsubishi Pajero) auf.
Vorne fehlt ihm außerdem ein Unterfahrschutz, wie ihn beispielsweise der Land Rover Freelander bietet. Auch ein Winkelgradmesser im Cockpit wäre von Vorteil. Wer schweres Gelände meistern will, wird dieses Instrument missen.
Kofferraummonster
Seine Bestimmung für Geländefahrten hindert den Terracan allerdings nicht daran, auch im Alltag ein praktisches Gefährt abzugeben. Vor allem sein riesiger Kofferraum viel uns positiv auf: Im Normalzustand passen hier bereits bis zu 1.180 Liter rein. Die meisten seiner Konkurrenten werden bei diesem Wert blass vor Neid. Wird die Sitzbank im Verhältnis 40:60 umgeklappt, wächst das Volumen gar auf 2.000 Liter. Da kann der Kombi in der Garage bleiben.
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Hyundai i 30 - Video
Hyundai i 30 - Video |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.359 | 1.46 | 1.459 | 1.544 |
| Günstigster Preis | 1.313 | 1.413 | 1.413 | 1.499 |