Innenraum: Grau und braun
Der Innenraum des Sorento ist bei dem von uns gefahrenen Modell mit grauem Leder ausgekleidet. Dazu wollen die Holztöne in der Mittelkonsole und an den Armstützen in den Türen nicht recht passen. Die Instrumente bestehen aus weißen Skalen auf grauem Hintergrund. Dieses Ensemble wirkt etwas schlicht für einen Luxus-Offroader, als den Kia das Auto bezeichnet.
Ausreichend Seitenhalt
Die Sitze vorne geben ausreichend Seitenhalt bei vielen Offroadern ist dieser schlechter. Ein paar Zentimeter zu kurz fallen die fünf serienmäßigen Kopfstützen aus. Die Kopffreiheit reicht vorne und hinten wohl für die allermeisten Insassen aus: Bei einem 1,75 Meter großen Passagier bleiben auf allen Plätzen rund acht Zentimeter über dem Scheitel. Stellt man den Vordersitz auf dieselbe Körpergröße ein, so bleiben dem Passagier dahinter fünf Zentimeter Kniefreiheit.
Ablagen sind sowohl vorne wie hinten in genügender Anzahl vorhanden. So finden sich ein kleines Fach links neben dem Lenkrad, eine Box in der mittleren Armlehne sowie Verstaumöglichkeiten in den Türen und in der Mittelkonsole.
Hohe Sitzposition
Man sitzt recht hoch im Sorento, etwa auf gleicher Höhe wie in einem VW-Transporter. Hier macht sich die Karosseriehöhe von fast 1,90 Metern bemerkbar. Entsprechend gut ist der Überblick über den Verkehr. Auch durch die relativ schlanken Säulen wird die Rundumsicht im Sorento nicht behindert. Nur nach hinten kommt man sich beim Einparken etwas blind vor, da das Heck so hoch ist und man den hinter einem stehenden Wagen manchmal schwer sehen kann.
Laderaum: Hoch und groß
Der Laderaum erschließt sich durch eine weit nach oben öffnende Klappe, an der sich auch Große kaum Beulen holen können. Alternativ kann auch nur das Heckfenster geöffnet werden.
Der Kofferraum ist 112 Zentimeter breit, 97 Zentimeter tief und fasst 441 Liter. Mit 80 Zentimetern über dem Boden liegt die Ladekante hoch, doch beim BMW X5 liegt sie noch höher. Unter der Verkleidung am Laderaumboden finden sich verschiedene Fächer für Warndreieck, Werkzeug und dergleichen. Das Reserverad haben die Entwickler am Unterboden im Heckbereich untergebracht.
1.751 Liter Laderaum
Die asymmetrisch geteilte Rückbank lässt sich leicht umlegen. Die Kopfstützen finden in einer Halterung in den umgeklappten Sitzpolstern Platz. Um den gesamten Laderaum nutzen zu können, muss man dann noch die Querstrebe entnehmen, an der die Laderaumabdeckung befestigt ist. So ergibt sich ein völlig ebener Laderaum von 1,65 Metern Länge. Das Volumen steigt dabei auf 1.751 Liter, ein mittlerer Wert zwischen den 1.550 Litern des X5 und den 2.020 Litern der M-Klasse. Zugeladen werden dürfen rund 550 Kilo, womit der Kia wiederum in der Mitte liegt. Auch bei den Anhängelasten kann der Kia mithalten.
Kein harter Offroader
Der Sorento ist kein Offroader für den harten Geländeeinsatz. Dazu fehlt ihm beispielsweise ein Unterfahrschutz. Das Hochbeinige, Robuste eines Offroaders hat jedoch auch der Kia. So merkt man auch beim Einparken zuweilen nicht, dass man mit dem Reifen halb auf dem Bürgersteig steht. Für den Sorento ist die Bürgersteigkante eben nur ein kleines Hindernis. Besonders viel Spaß macht es, mit dem Kia im Winter halbmeterhohe Schneehaufen am Straßenrand zu überfahren und glatt zu bügeln Schneehaufen, die andere Verkehrsteilnehmer respektvoll umfahren.
Den Kia gibt es in der Basisausstattung LX und der höherwertigen EX-Version. Der Sorento LX besitzt einen zuschaltbaren, der EX einen elektronisch geregelten, permanenten Allradantrieb. Letzterer verteilt das Drehmoment je nach Fahrsituation automatisch auf Vorder- und Hinterachse. Mit einem Drehschalter links neben dem Lenkrad kann man dabei bei Bedarf die Geländeuntersetzung zuschalten.
Derzeit nur ein Motor verfügbar
Derzeit wird der Sorento ausschließlich mit einem Vierzylinder-Dieselmotor mit 2,5 Litern Hubraum und 140 PS geliefert. Diese Version ist seit August 2002 verfügbar. Im März und April 2003 sollen zwei Benziner das Angebot abrunden: ein 139 PS starker 2,4-Liter-Motor und ein 3,5-Liter-V6 mit 195 PS. Die Preise für die neuen Versionen stehen noch nicht fest.
Vorglühen ist Pflicht
Der 140 PS starke Dieselmotor des Sorento 2.5 CRDi EX muss ein wenig vorgeglüht werden, was nicht mehr bei allen Selbstzündern nötig ist. Auch das Geräuschniveau des Aggregats ist nicht zeitgemäß. Besonders beim Beschleunigen in den niedrigen Gängen klingt der Sorento rau und laut, und zwar schon bei moderaten Drehzahlen. Es ist nicht übertrieben, das Geräusch mit den akustischen Absonderungen eines Transporters zu vergleichen.
Bei unseren Testfahrten ermittelten wir einen Verbrauch von 11,4 Litern Diesel. Das ist zwar deutlich mehr als die Herstellerangabe von 8,5 Litern und immerhin doppelt soviel wie ein Kleinwagen verbraucht. Doch im Vergleich zu Offroadern mit ähnlicher Motorisierung erscheint es relativ moderat.
Schwungvoller Motor
Der Motor bewegt den über zwei Tonnen schweren Sorento ohne Mühe. Schon bei niedrigen Drehzahlen bringt er den Kia in Schwung. Im Stadtverkehr bei Tempo 50 reicht der vierte Gang zum Dahingleiten bei 1.700 U/min. Zum Beschleunigen schaltet man dann besser zurück.
Auch auf der Autobahn ist man mit dem 2,5-Liter-Vierzylinder durchaus ausreichend motorisiert. Bis zu 170 km/h schnell wird man mit dem Aggregat und fühlt sich recht sicher.
Neigung zum Poltern
Bei weiten Fahrten stören allerdings die Stöße, die das Fahrwerk an den Rücken weitergibt. Als Insasse bekommt man kleinere Bodenunebenheiten wie Kanaldeckel sehr deutlich zu spüren.
Straffes Fahrwerk
In scharfen Kurven wankt der Sorento dafür im Vergleich zu anderen Geländewagen nicht so stark nach außen. Dass der Sorento aber an die teurere Konkurrenz nicht heranreicht, wird besonders deutlich, wenn man das Fahrwerk mit dem des BMW X5 vergleicht. Der X5 lässt deutlich schwungvollere Kurvenfahrten zu, ohne auf Unebenheiten so hart zu reagieren wie das Sorento-Fahrwerk.
Die manuelle Fünfgang-Schaltung ist recht angenehm. Der Hebel hakelt ab und zu ein klein wenig, wackelt aber nicht. Auch die Lenkung bleibt ohne Negativ-Befund: Sie ist leichtgängig, was in der Stadt oder im Gelände das Rangieren erleichtert.
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KIA Cee d
Der neue KIA Cee d. Erstmals vorgestellt auf dem Pariser Autosalon. KIA lockt mit einer Garantie von sieben Jahren. Der Neue in der Golf-Klasse ist seit Erstem diesen Monats erhältlich und wird als ... |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |