1,5-Liter-Motor im Test
Wir haben uns mit dem kompakten Rio vertraut gemacht. Unser Testwagen war mit einem 97 PS starken 1,5-Liter-Benziner bestückt. Außer diesem Aggregat gibt es noch einen 1,3-Liter-Ottomotor mit 82 PS. Ein Diesel soll laut Geschäftsführer Heinz ab 2005 angeboten werden.
Kia Rio: Moderne Formensprache
Das altbackene Image, das Kia lange Zeit anhaftete, ist längst verpufft. Dass die Koreaner richtig moderne Autos bauen können, sieht man schon seit geraumer Zeit. Und nun auch am überarbeiteten Rio.
Der Rio spricht die moderne Formensprache: Als Auto darf er wieder Ecken und Kanten haben, ohne wie ein Kasten zu wirken. Dank der hochgezogenen Heckpartie ist das sowieso nicht möglich. In Deutschland wird es den neuen Rio übrigens ausschließlich in dieser Variante geben.
Passt in keine Schublade
Menschen, die alles gern in Schubladen stecken, werden mit dem Rio ohnehin ihre Probleme habe. Er passt weder so richtig in Fließhecklimousine, noch so hundertprozentig in Kombi. Für ersteres spricht die kompakte Form, für letzteres das vierte Seitenfenster am Heck und der große Kofferraum.
Schickes Inneres
Im Innenraum will das von früher gekannte Billig-Feeling bei Kia gar nicht aufkommen. Der typische Kunststoffgestank ist verschwunden. Die verwendeten Materialien wirken nicht mehr so billig wie noch vor ein paar Jahren. Selbst das Grau der Armaturentafel macht einen frischen Eindruck. Die Hände umfassen ein griffiges Lederlenkrad. Geblieben ist in der Mitte des Cockpits die obligatorische Digitaluhr. Aber die gehört an dieser Stelle ohnehin zur Standardausstattung eines jeden Asiaten.
Viele Ablagen
Auffällig sind die vielen Ablagen für Kleinigkeiten. Die Schalter und Knöpfe sind klar definiert, übersichtlich angeordnet und gut zu erreichen. Lediglich die Tasten für den Heckscheibenwischer sind fernab von ihren Frontscheiben-Kollegen links neben dem Lenkrad zu finden.
Die Sitze sind ein wenig zu weich, aber bequem. Sie geben trotzdem Seitenhalt. In der Ausstattung LS ist eine Lordosenstütze serienmäßig.
Antrieb ausreichend stark
Der Anderthalb-Liter-Motor stellt sich als ausreichend starker Antrieb vor. Bis etwa 1.500 Umdrehungen würde man sich ein wenig mehr Vorwärtsdrang wünschen. Ist der 16-Ventiler aber einmal auf Touren gekommen, setzt eine nennenswerte Beschleunigung ein. 11,6 Sekunden braucht das Modell mit Fünfgang-Schaltung bis zur Hundert-Marke auf dem Tacho. Der Vierzylinder arbeitet nicht auffällig leise. Er wird allerdings auch im oberen Drehzahlbereich nicht aufdringlich.
Exakte Schaltung
Kaum etwas auszusetzen gibt es an der Schaltung: Die Gänge lassen sich leicht und exakt einlegen. Nur die Wege sind ein wenig zu lang geraten. Wer nicht gern selber schaltet, sollte seinen Rio mit einer Vierstufen-Automatik liefern lassen.
Das Fahrwerk gibt sich bodenständig, könnte aber ein wenig komfortabler abgestimmt sein. Es meldet ziemlich deutlich an die Insassen, wenn es Bodenwellen überfährt.
Gute Bremsen
In unserer Plus-Liste steht die Bremsanlage: Mit Helferlein wie Antiblockiersystem und elektronischer Kraftverteilung gibt sie beim Anhalten ein sicheres Gefühl. Nachteil: Es wird für den Rio kein ESP angeboten.
Mit einem Kofferraumvolumen von 449 Litern (VW Golf 330, Opel Astra 370 Liter) ist der Rio zugleich noch recht geräumig. Eine andere Literangabe bezieht sich auf den Verbrauch: Laut Kia nimmt sich der 97 PS starke Motor 7,1 Liter, der mit 82 PS will 6,7 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.359 | 1.46 | 1.459 | 1.544 |
| Günstigster Preis | 1.313 | 1.413 | 1.413 | 1.499 |