Raumgleiter
Beeindruckend ist das gute Platzangebot. Vorne sitzt man bequem und entspannt. Der vielfach elektrisch verstellbare Fahrersitz bietet langstreckentauglichen Sitzkomfort. Im Fond wird den Fahrgästen für eine 4,73 Meter lange Limousine ebenfalls eine mustergültige Knie- und Kopffreiheit geboten.
Der Kofferraum ist mit 479 Litern von standesgemäßer Größe. Die hintere Sitzbank lässt sich im Verhältnis zwei zu drei umgelegen. Dann bietet der Kofferraum 810 Liter Stauvolumen und ermöglicht den Transport von längeren Gegenständen.
Motor
Der 2,5-Liter-V6-Motor sorgt für gediegenen Vortrieb. Die 169 PS und 230 Newtonmeter wuchten im Zusammenspiel mit der Vier-Gang-Automatik die 1,5 Tonnen ordentlich voran. Dabei hinterlässt der Sechszylinder einen kultivierten und souveränen Eindruck. Laufkultur und Spritzigkeit können im Vergleich zu Konkurrenten von VW und Opel zwar nicht ganz mithalten. Befriedigen kann der Motor aber allemal.
In 10,9 Sekunden absolviert er den Sprint von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 209 km/h. Um die zu erreichen, tut sich der gewichtige Koreaner ab 170 km/h etwas schwer. Das ist nicht weiter tragisch, denn der Magentis ist eben ein komfortabler Gleiter. Das V6-Triebwerk ist überaus dezent in seiner Geräuschentwicklung. Auf der Autobahn setzt man die Geschwindigkeitsregelanlage auf 160 km/h und gleitet gelassen dahin. Sofern der Verkehr dies zulässt.
Nicht nur auf langen Strecken macht der Kia eine gute Figur. Auch bei flotter Gangart auf kurvigen Landstraßen geht der Motor kraftvoll zu Werke. Selbst bei höheren Drehzahlen wirkt er noch kernig und forsch. Lediglich die Vier-Gang-Automatik schaltet bei Vollgas etwas ruppig hoch. Wer sich von den hektischen Schaltvorgängen gestört fühlt, kann in den sequentiellen Schaltmodus wechseln. Hier lassen sich die vier Gangstufen je nach Bedarf rauf oder runter schalten.
Wer das Gaspedal kräftig tritt, muss übrigens einen hohen Verbrauch hinnehmen. Der von uns gemessene Durchschnittsverbrauch lag bei akzeptablen 11,5 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometer. Kia selbst gibt den durchschnittlichen Benzinkonsum mit 10,9 Litern an.
Fahrwerk/ Bremsen
Die weich ausgelegte Federung und die leichtgängige Lenkung unterstützen den komfortablen Gesamteindruck. Bei zügiger Fahrweise wirkt das Fahrwerk jedoch leicht unpräzise, bleibt aber auch in schnellen Kurven weitgehend brav. Ab 190 km/h wird der Geradeauslauf etwas schwammig. Vollgas auf der Autobahn erfordert daher erhöhte Konzentration.
Die Bremsen packen ordentlich zu und geben keinen Anlass zur Kritik. Sie bringen den großen Koreaner dank elektronischer Bremskraftverteilung und dem dezent pulsierenden ABS sicher zum Stehen.
Die ganz große Stunde des Magentis schlägt bei der Ausstattung. Der Koreaner ist vollgestopft mit Technik und komfortablen Extras. Sein Preis von gerade mal 24.630 Euro ist sensationell günstig. Für einen vergleichbar ausgestatteten VW Passat oder Opel Omega müssen viele tausend Euro mehr gezahlt werden.
Insgesamt handelt es sich um eine wirklich gelungene Vorstellung. Die leichten Schwächen bei Antrieb, Innenraum und Fahrwerk können wir dem Magentis gerne verzeihen. Vor allem wenn wir seinen Preis in Relation setzen.
Um den Status der Oberklasse überzeugend zu vertreten, muss aber der Imagewandel in den Köpfen der Leute stattfinden. Die Produkte von Kia sind schon so weit, die Vorurteile gegen die Marke aber noch lange nicht abgebaut.
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KIA Cee d
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.33 | 1.411 | 1.408 | 1.482 |
| Günstigster Preis | 1.296 | 1.366 | 1.366 | 1.426 |