Range Rover Vogue Td6: Britischer Highend-Offroader von Land Rover

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München, 30. Mai 2003 – Abenddämmerung in der rauen und feuchten Wildnis des schottischen Hochlands: In der Ferne zucken Blitze, der Regen prasselt hart und unaufhörlich, während die Wolfsschluchtszene aus dem Freischütz lautstark dieses Panorama untermalt. Weit und breit kein Weg, kein Mensch, kein Licht. Sie befinden sich abseits der Zivilisation und fühlen sich dennoch geborgen wie in Abrahams Schoß. 

So kann es Ihnen gehen, wenn Sie im neuen Range Rover sitzen. Kein anderes Auto bringt sie mühelos in so abgeschiedene Gegenden und zurück und bietet dabei ein derart luxuriöses Ambiente. Im Frühjahr 2002 debütierte das Topmodell von Land Rover auf dem deutschen Markt. Die Offroad-Legende wird ab Juni 2003 auch in der besonders edlen Sonderedition Vogue nach Deutschland kommen. 

Wir sind mit dem neuen Highend-Offroader mit dem Dreiliter-Dieselmotor Td6 unterwegs gewesen und haben uns vom prachtvollen Naturburschen faszinieren lassen. 

Großzügiger Glaspalast
Der Innenraum des Vogue bietet eine mutige und faszinierend schöne Materialauswahl. Dazu passt die palastähnliche Größe des lichtdurchfluteten Fahrgastraums. Vorne und hinten finden die Passagiere reichlich Platz. Auch das Gepäckabteil ist mit maximal 1.756 Liter großzügig ausgefallen. 

XXLuxus
Alles ist XXL – insbesondere der Luxus. So etwas Ausgesuchtes hat es bis dato im Offroad-Bereich noch nicht gegeben. Zum Edel-Look tragen unter anderem diverse Aluapplikationen und das massive und besonders hochwertige Kirschholz bei. Das Naturmaterial ist nicht einfach nur aufgeklebt, sondern als massive Holzsäulen wie tragende Elemente ins Cockpit integriert. Feines Oxford-Leder auf allen Plätzen, ein hochwertiges Navigationssystem mit Farbbildschirm und integriertem TV-Empfänger und eine hörenswerte Beschallungsanlage sind weitere Ausstattungselemente des Vogue. Hier bleibt man gerne sitzen. 

Zudem noch sehr funktional
Obwohl der Innenraum experimentell anmutet, ist die Bedienbarkeit tadellos. Für hohen Komfort sorgt das hochwertige Multifunktionslenkrad. Aus erhabener Sitzposition dirigiert man damit den britischen Prunksaal. Die leichtgängige Lenkung passt zum allgemein gemütlich-komfortablem Stil. Den Koloss kann man dank akustischer Einparkhilfe zudem sicher auf engsten Raum rangieren. 

Hoch hinaus
Die serienmäßige Luftfederung bietet klare Vorteile im Gelände. Sie ist um 71 Millimeter in der Höhe variabel und erlaubt eine maximale Bodenfreiheit von enormen 281 Millimetern. Trotz der Einzelradaufhängung ist im Zusammenspiel mit der luftgestützten Federung somit eine hohe Verschränkung der Karosserie möglich. 

Kein Kurvenräuber
Einzelradaufhängung kommt in der Regel auch den Fahreigenschaften auf der Straße zugute. Tadelloser Geradeauslauf und ein hoher Reisekomfort gehören zu den positiven Eigenschaften auf Asphalt. Bei schnellen Kurvenwechseln ist der Range wegen des hohen Gewichts hingegen reichlich am Schaukeln. Nein, ein sportlicher Fahrstil ist nicht drin. Warum auch. Der Range ist eben vor allem ein Geländewagen. Und abseits befestigter Straßen hat er allerlei zu bieten. Die Ingenieure haben sich einiges einfallen lassen, damit man ihn ohne viel Geländeerfahrung leicht Hügel rauf und runter scheuchen kann. 

Kultivierter Diesel
Der 3,0-Liter-Common-Rail-Direkteinspritzer ist ein erstaunlich kultivierter Selbstzünder. Er harmoniert hervorragend mit dem Charakter des Range. Akustisch dezent und laufruhig verrichtet er seine Arbeit. Klar, mit 177 PS ist er kein Wunder in Sachen Vortrieb. Zumindest im unteren Drehzahlbereich geht es dennoch mit dem ordentlichen Drehmoment von 390 Newtonmetern forsch zur Sache. Selbst bei zügiger Fahrweise schaltet die Fünfgang-Automatik sanft die Gänge hoch.

Kein Sprinter
Der Sprint von null auf hundert ist frühestens nach 13,6 Sekunden zu Ende. Spätestens ab 140 km/h wird der Geschwindigkeitszuwachs aber zäh. Topspeed ist immerhin 179 km/h. Als Langstreckenfahrzeug eignet sich der große Land Rover also durchaus. Nur wer besonders flott unterwegs sein will, fühlt sich in der Dieselvariante untermotorisiert. Und obwohl ein an sich verbrauchsgünstiges Triebwerk unter der Haube arbeitet, ist der Durchschnittskonsum von 11,3 Litern nicht gerade als sparsam zu bezeichnen. Aber 2,5 Tonnen Gewicht und die Fahrzeughöhe von 1,83 Meter sind nun mal ungünstige Voraussetzungen für ökonomisches Autofahren.

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