Platz auf dem Hochsitz
Der Platz auf der Fahrerseite verleiht ein erhabenes Gefühl. So lässt sich aus leicht erhöhter Position das Verkehrsgeschehen viel besser beobachten. Aber man will ja daran teilnehmen. Das lederbezogene Vierspeichen-Lenkrad liegt gut in der Hand. Praktisch sind die Bediensatelliten fürs Radio.
Nicht so praktisch ist die verstreute Anordnung der Knöpfe und Schalter. Der Front-Scheibenwischer wird zwar über den üblichen Lenkradhebel bedient, der Heckwischer dagegen über Tasten am Armaturenträger. Ähnlich getrennt sind auch die Bedienungen für Fahrlicht und Nebellampen.
Viele Ablagen
Unser Testwagen war mit Klimaanlage, Sitzheizung, elektrischen Fensterhebern und Geschwindigkeitsregler komfortabel ausgestattet. Angenehm aufgefallen ist die Vielzahl von Ablagen am Armaturenbrett und in den Türen. Sie beherbergen Kleinigkeiten sicher.
Bequem durchs Hintertürchen
Hilfreich beim Freelander ist die seitlich angeschlagene Hecktür. Man muss keine Angst haben, von einer nach oben öffnenden Klappe einen Kinnhaken zu bekommen. Freuen werden sich auch kleinere Menschen, die nicht auf Zehenspitzen und per Klimmzug die Klappe wieder schließen müssen.
Zudem lässt sich das Heckfenster bequem vom Fahrerplatz aus per Knopfdruck öffnen und schließen. Einziger Nachteil: Die fünfte Tür öffnet zum Fußweg hin, man muss also den Kofferraum in Richtung Straße entladen. Störend ist auch die dritte Bremsleuchte. Sie behindert die Sicht nach hinten durch den Rückspiegel.
Sechszylinder grüßt kernig
Kernig sagt der Sechszylinder unter der kurzen Haube "Hallo. Zwar muss man beim Anfahren kräftig aufs Pedal treten. Aber das ist von Erfolg gekrönt: Kraftvoll zieht der Freelander ab ins Abenteuerland. Beim Weg auf die Hundert-Marke hat die Stoppuhr der Werks-Ingenieure 10,1 Sekunden angezeigt. Nicht schlecht für den 1,6 Tonnen schweren Wagen.
Seine Höchstleistung von 177 PS erreicht der Brite bei 6.250 Umdrehungen. Und das lässt er auch hören: Nach oben hinaus zeigt sich der sonst sehr kultivierte und leise Vollaluminium-Motor recht geräuschvoll.
Gern auch Handbetrieb
Serienmäßig ist der Freelander mit einer gut abgestimmten Fünfgangautomatik ausgerüstet. Im wählbaren "Sport-Modus werden die Gänge höher gedreht und gestatten so einen sportlicheren Fahrstil.
Wer gern selbst im Getriebe schalten und walten will, kann das auch mit der Steptronic tun. Einfach den Wählhebel nach rechts in den manuellen Modus drücken. Per Ziehen oder Schieben lassen sich dann die einzelnen Gänge wechseln. Die Elektronik verhindert ein Verschalten.
Prima Straßenlage für seine Klasse
Überraschend für einen Offroader dieser Größe ist die Straßenlage. Auf guten wie auf schlechten Wegen gibt sich der Unterbau weder zu hart, noch zu weich.
Auf kurvigen Asphaltstrecken spürt man nichts von der kleinen Kurvenangst, die einen sportlichen Fahrer in manch anderem Schiff dieser Größe beschleicht. Die Seitenneigung hält sich in vertretbaren Grenzen. Fernab der festen Piste erweist sich der Station Wagon als angenehm und komfortabel gefedert.
Wieder anhalten? Kein Problem. Den Bremsen gelingt es gut, den Freelander in seiner Fahrt zu zügeln. Schön ist es zu wissen, dass bei Bedarf eine Bergabfahr-Kontrolle (HDC) bremsend eingreift und die Bremskraft elektronisch an das Rad geschickt wird, an dem sie am nötigsten gebraucht wird.
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