Lexus IS 200 Sportcross: Gut ausgestatteter Lifestyle-Kombi

Lexus IS 200 Sportcross: Gut ausgestatteter Lifestyle-Kombi
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Pegnitz, 20. Dezember 2002 – "Ich fuhr einen Lexus durch raschelnden Wind." So beginnt das erste Kapitel des Romans "Unterwelt" von dem Amerikaner Don DeLillo. In einem deutschen Buch hätte der Mann wohl einen Mercedes fahren müssen, wenn es ein luxuriöses Auto sein sollte. Denn die Marke Lexus steht bei uns noch nicht in dem Maße für Luxus wie in den USA.

Dabei ist die Nobel-Marke des Toyota-Konzerns schon eine ganze Weile auf dem hiesigen Markt präsent. So ist der IS 200 bereits seit 1999 erhältlich. Nun legt Lexus mit der Kombivariante IS 200 Sportcross nach. Mit 4,51 Metern Länge spielt das Auto etwa in der gleichen Klasse wie der Alfa Sportwagon, der Audi A4 Avant oder der BMW 3er touring. Wir haben für Sie erste Fahreindrücke mit dem Auto gesammelt.

Schön gestaltete Instrumente
Im Inneren erwarten den Fahrer schön gestaltete, sportlich anmutende Instrumente. Die Hauptanzeigen bestehen aus einander durchdringenden Rundinstrumenten in Chrom-Optik, die an sportliche Armbanduhren erinnern. Auf dem Armaturenbrett findet sich ein optional erhältliches Navigationssystem, dessen Monitor auf Knopfdruck ausfährt. Beim Abstellen des Motors verschwindet das Display automatisch wieder.

Den Innenraum haben die Lexus-Designer ansprechend gestaltet. Helles Veloursleder verschönert Tür-Innenverkleidungen und Sitze. Holz wurde – zur sportlichen Eigenart des Autos passend – nur sparsam verwendet. Es findet sich an den Armlehnen der Türen. Sonst ist das Interieur in Schwarz gehalten.

Mehr als ausreichend Kopffreiheit
Der Fahrersitz lässt sich in der Höhe verstellen. Die unterste Sitzposition passt für einen 1,75 Meter großen Fahrer – dann befindet sich die Mitte der Frontscheibe auf Augenhöhe. Über dem Kopf bleiben üppige neun Zentimeter Kopffreiheit.

Die vorderen Sitze sind leidlich bequem, vielleicht ein wenig hart. Sie bieten ausreichend Seitenhalt. Die Kopfstützen sind vorne wie hinten genügend lang für einen 1,75 Meter großen Insassen.

Im Fond beträgt die Kopffreiheit acht Zentimeter. Vor den Knien bleiben einem 1,75 Meter großen Fond-Insassen drei Zentimeter Beinfreiheit, wenn der vordere Sitz für einen ebenso großen Insassen eingestellt ist. Die Fondsitze bieten zu wenig Seitenhalt: In Kurven versinken die Insassen seitlich in den zu weichen Polstern.

Die Rundumsicht wird etwas durch das kleine Heckfenster und die recht breiten Dachsäulen am Fahrzeugende geschmälert. Hier zeigt sich, dass die Designer beim IS200 Sportcross eher auf die Außenoptik als auf optimale Rundumsicht geachtet haben. 

Kofferraum gut zugänglich
Der Kofferraum macht auf den ersten Blick eine gute Figur: Die Klappe öffnet sich weit nach oben, und der Laderaum ist sehr gut zugänglich. Die Ladekante liegt jedoch 71 Zentimeter über dem Boden, was eindeutig zu hoch ist für einen Kombi. Die Ladeschwelle bleibt dagegen mit acht Zentimetern im grünen Bereich. Die Maße des Laderaums: 150 Zentimeter Breite und 95 Zentimeter Tiefe. 

Die Lehnen der Rückbank lassen sich sehr einfach umlegen. Dagegen können die Sitzpolster nicht umgeklappt werden. Dennoch ergibt sich ein relativ ebener Laderaum mit einer nur drei Zentimeter hohen Schwelle. Nach dem Umklappen erhält der Sportcross-Fahrer einen 1,80 Meter langen Laderaum, der sich weiter verlängert, wenn auch noch die Lehne des Beifahrersitzes umgeklappt wird.

Der Laderaum fasst 380 bis 1.050 Liter. Zum Vergleich: Der A4 Avant bietet 442 bis 1.184 Liter, der Sportwagon 360 bis 1.180 Liter und der 3er touring 435 bis 1.340 Liter. Der IS 200 kann also weniger transportieren als die Konkurrenz – wohl weil es dem Kofferraum an Höhe fehlt. Denn den Laderaumboden legte Lexus relativ hoch in den Kombi. Darunter finden sich Ablagefächer. Werden diese nicht benötigt, lässt sich der Laderaumboden absenken. Dann ergibt sich zwar ein einigermaßen hoher, dafür aber nicht mehr ebener Laderaumboden.

Zweiliter-Sechszylinder
Der 155 PS starke Motor des IS 200 Sportcross ist der kleinere Bruder des Dreiliter-V6 aus dem IS 300 Sportcross. Der Durchzug des Zweiliter-Sechszylinders ist ausgezeichnet: Schon ab 2.000 U/min ist Beschleunigen möglich. Anschließend lässt sich der Motor problemlos bis 6.200 U/min hochdrehen, wo der rote Bereich des Drehzahlmessers beginnt. Beleg für die dynamischen Beschleunigungsleistungen ist die Sprintzeit von 9,5 Sekunden. Das Aggregat klingt recht sportlich, dabei aber angenehm und nicht zu laut. 

Mit der serienmäßigen Sechsgang-Schaltung ist man für die Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h gewappnet. Das manuelle Getriebe vermittelt ein sehr knackiges Schaltgefühl. Der Ganghebel ist zwar etwas dünn, doch ist er griffgünstig angeordnet: Wie etwa beim 3er BMW ist er leicht erhöht auf der Mittelkonsole angebracht.

Die Lenkung ist leichtgängig, und das kleine, sportlich wirkende Lederlenkrad passt gut zum Charakter des Autos.

Das Fahrwerk wirkt eher straff und gibt ausreichend Rückmeldung über die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche. Andererseits ist es aber nicht einseitig sportlich ausgelegt. In der Kurve neigt sich das Auto wenig nach außen.

Der Preis für den IS 200 Sportcross liegt bei 28.100 Euro. Dafür erhält man eine umfangreiche Ausstattung, die unter anderem Klimatisierungsautomatik, Audiosystem mit Radio und CD-Wechsler, Scheinwerferautomatik, sechs Airbags, ABS und Antischlupfregelung umfasst.

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