Mercedes CLK 55 AMG Cabrio: Power mit Oben-Ohne-Spaßfaktor

Mercedes CLK 55 AMG Cabrio: Power mit Oben-Ohne-Spaßfaktor
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Costa d´en Baines-Calvia (Mallorca), 25. April 2003 – Im Juni 1998 brachte Mercedes das erste CLK Cabriolet auf den Markt. Seit dem hat die Sternmarke aus Stuttgart 115.000 Exemplare dieses Open-Air-Automobils verkauft und mit 31 Prozent Anteil die Marktführerschaft in diesem PKW-Segment erreicht. 

Schon nach nur fünf Jahren, im Frühjahr 2003, kommt die Fortsetzung des Mercedes-Cabrioerfolgs auf unsere Straßen. Wir haben das Top-Modell CLK 55 AMG Cabriolet mit starken 367 PS für Sie getestet. aus. 

In allen Dimensionen gewachsen
Das neue CLK-Cabriolet ist in allen Dimensionen größer geworden: In der Länge wuchs es um 7,1 Zentimeter und beim Radstand um 2,5 Zentimeter. So gibt es spürbar mehr Platz bezüglich Kopf- und Kniefreiheit. Auch der Kofferraum bietet mit einem Volumen von bis zu 390 Liter Gardemaß. Bei geöffnetem Dach sind es immer noch 276 Liter. 

Betont sportliches Interieur
Das Interieur des CLK 55 AMG ist betont sportlich. Das beginnt bei den speziellen Einstiegsleisten mit AMG-Schriftzug, geht über das Kombi-Instrument mit weißen Zifferblättern und AMG-Logo bis zum Sportlenkrad mit manuellen Schalttasten. Die AMG-Sportsitze sind elektrisch einstellbar und bieten eine Sitzheizung und eine Multikonturfunktion. 

AMG-Frontschürze mit großen Öffnungen
Doch auch von außen hebt sich unser Cabriolet von den anderen Modellen der Baureihe ab: Vorne gibt eine besondere Frontschürze mit großen Kühlluftöffnungen und integrierten Nebelscheinwerfern kund, das sich hier ein AMG-Mercedes nähert. Die Seitenschweller tragen AMG-Verkleidungen und auch die Heckschürze ist wuchtiger gestylt. 

Unübersehbares Doppel-Endrohr
Unübersehbar am Heck: das ovale und verchromte Doppel-Endrohr der AMG-Sportabgasanlage. Eine relativ dezente Abrisskante auf dem Kofferraumdeckel reduziert die Auftriebswerte hinten um mehr als 50 Prozent. 

Verdeck öffnet in 20 Sekunden
Wie bei den schwächer motorisierten CLK Cabriolets öffnet sich das Verdeck vollautomatisch in 20 Sekunden – per Druck auf einen Knopf in der Mittelkonsole oder per Fernbedienung. Außerdem versenken sich alle Seitenscheiben völlig. 

367 PS aus 5,5 Litern Hubraum
Doch kommen wir zum Interessantesten des CLK 55 AMG Cabrios, dem Motor. Die acht Zylinder schöpfen aus 5,5 Litern Hubraum 367 PS, das sind 20 PS mehr als beim Vorgänger. Das maximale Drehmoment beträgt 510 Newtonmeter und wird bei 4.000 U/min erreicht. 

In 5,4 Sekunden auf hundert
Die Beschleunigung von null auf hundert km/h wird in 5,4 Sekunden absolviert. Erreicht werden diese Werte mit Dreiventiltechnik und Doppelzündung. Zum Einsatz kommen auch Alu-Schmiedekolben aus dem Rennsport und die bereits erwähnte Abgasanlage mit vergößerten Rohrquerschnitten. 

Die motorseitigen Maßnahmen ergeben nicht nur ein beeindruckendes Beschleunigungsvermögen – wie viele Sportautos sind schneller als in 5,4 Sekunden auf hundert? Der Sound macht beim CLK 55 AMG Cabrio die Musik. 

Sanft blubbernd bis dezent kreischend
Von sanft blubbernd – man meint, jeden der acht Zylinder einzeln raushören zu können – bis zu einem dezenten Kreischen bei Vollgas im oberen Drehzahlbereich wird alles geboten, was das Herz des Sportfahrers begehrt. 

Der AMG-Sound ist noch einmal eine Spur deutlicher als beim normalen Achtzylinder im CLK 500, aber er bleibt immer dezent genug, schließlich fahren wir ja Mercedes. Besonders gut kommt der Motorsound bei geöffnetem Verdeck. Da macht es ebenso viel Spaß, mit wenigen Touren dahin zu cruisen, wie sportlich schnell um Landstraßenkurven zu räubern. 

Jeder Motor von einem Techniker montiert
Eine netter Brauch wird übrigens bei Mercedes für den Motor kultiviert: Der 5,5-Liter-V8 wird nach der Philosophie „Ein Mann, ein Motor“ von Hand gebaut. Der Techniker, der das komplette Triebwerk montiert, hinterlässt seine Unterschrift auf einer Plakette am Motor. 

Fahrwerk zeigt gemäßigte Härte
Das Fahrwerk zeigt sich dabei von gemäßigter Härte. Es ist nach AMG-Manier straffer abgestimmt. Die großen Reifen der Dimension 225/40 vorn und 255/35 hinten tun ein Übriges dazu, dass man die eine oder andere Querrille spürt. Doch das stört keinesfalls, es gehört einfach dazu. 

Die Lenkung ist ausreichend direkt, um die Straße nicht nur unterm Hintern, sondern auch in den Händen zu spüren. Enge Kurven durchzirkelt man mit dem AMG-Cabrio zielgenau, sicher und schnell. Das Lenkrad könnte aber ruhig einen kleineren Durchmesser aufweisen. 

Elektronische Assistenten halten das Cabrio in der Spur
Um das Auto zum Ausbrechen zu bringen, muss man schon Mut mitbringen. Denn es gehört einiges dazu, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, das Antiblockiersystem ABS, die Antriebsschlupfregelung ASR und den Bremsassistent auszutricksen. Denn dieses Systeme sind bei allen CLK-Modellen serienmäßig und verringern das Schleuderrisiko in der Kurve. 

Um hohes Tempo zu erreichen, ist es gleichgültig, ob man die perfekte Automatik alleine walten lässt, ob man per Wählhebel oder – exklusiv beim AMG-Cabrio – mittels der Schalttasten am Lenkrad selbst in das Geschehen eingreift. 

Intelligente Automatik
Die AMG-Speedshift-Funktionen sind nahezu sensationell: Eine leichte Bewegung des Automatik-Wählhebels nach links genügt, und das Getriebe wählt je nach Tempo und Umdrehung den optimalen Gang für eine starke Beschleunigung. Es schaltet also auch schon mal mehr als einen Gang auf einmal zurück. 

Bremsen sind erste Sahne
Dem hohen Tempo, das mit dem CLK 55 AMG Cabriolet in allen möglichen Situationen möglich ist, werden die Bremsen erwartungsgemäß gerecht. Sie packen fast schon giftig zu, sind aber fein zu dosieren – also: erste Sahne. 

Exklusiver Preis
Für das exklusive und umfassend ausgestattete CLK 55 AMG Cabriolet verlangt Mercedes 83.868 Euro. Das sind 21.460 mehr als das CLK 500 Cabrio kostet. Auch dieses ist recht gut ausgestattet, aber nicht ganz so exklusiv. Auch Optik, Vortrieb sowie Motorsound sind allesamt dezenter – was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. 

Der Preis beider Modelle kann mit Hightech-Extras wie dem Abstandsregel-Tempomat Distronic, der Einparkhilfe Parktronic oder der Sprachsteuerung Linguatronic und speziellen Designo-Ausstattungen natürlich noch gesteigert werden. 

Es geht auch billiger
Das Einstiegs-Cabrio der Reihe, der CLK 200 Kompressor, ist auch kein Sonderangebot, bietet aber für 41.644 Euro eine gehörige Portion Komfort und Fahrspaß. Mit 163 PS aus vier Zylindern ist er erstaunlich laufruhig und kann trotzdem in 9,8 Sekunden auf hundert sein.

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