Rücksitze ausbaubar
Doch angesichts dessen, was die Langversion der A-Klasse in Sachen Kofferraum in die Waagschale werfen kann, sind die 80 Liter Peanuts: Bis zu 1.930 Liter Gepäck können mit diesem Kleinwagen transportiert werden. Ein Grund: Die Rücksitze der A-Klasse können nicht nur umgeklappt, sondern auch ausgebaut werden. Das funktioniert mit zwei Abstrichen ganz gut: Zum einen sind die Sitze recht sperrig, wodurch bei Unachtsamkeit ein Zerkratzen des geliebten Autos droht. Zum anderen sind sie eher für kräftige Männer konzipiert, denn die Sitze bringen einige Kilogramm auf die Waage.
Komfortable Ledersitze
Bei der Avangarde-Version der A-Klasse nimmt man in Ledersitzen Platz. Die bekommen von uns gleich zwei Pluspunkte: Zum einen für die deutliche Aufwertung des Innenraums und zum anderen für den Komfort: Nach 500 Kilometern Autobahn-Fahrt schmerzten weder Rücken noch Gesäß. Nur eine Lendenwirbelstütze stände ihnen gut.
Viel Freude bereitete uns auch die vorbildlich arbeitende Heizung: Während uns plötzlich einsetzende Minusgrade im Osten der Republik erstarren ließen, heizte uns die A-Klasse in kürzester Zeit richtig ein. Prima!
Alles eine Frage der Gewöhnung
Einige Bedienelemente sind gewöhnungsbedürftig platziert: So befindet sich der Knopf für die Außenspiegel-Verstellung oberhalb des Radios zwischen allerlei anderen Schalterchen. Die Fensterheber werden in der Mittelkonsole bedient. Verwirrung stiftet auch der völlig überladene Blinkerhebel links vom Lenkrad. Durch das fehlende Pendant auf der rechten Seite konzentrieren sich hier einfach zu viele Funktionen: Blinker, Fernlicht und Scheibenwischer seien hier stellvertretend genannt.
Auch ein anderer Hebel machte uns Sorgen: Das Fünfgang-Getriebe lässt sich zwar erfreulich weich schalten. Doch wenn die Mittelarmlehne heruntergeklappt ist, wird es eng beim Gangwechsel. Noch schlimmer ergeht es den Schaltern für die Fensterheber und dem Knopf zum Anklappen der Außenspiegel: Die verschwinden völlig unter der heruntergeklappten Mittelarmlehne. Und auch die Lehnenverstellung ist dann schwer erreichbar.
Schwäbische Zurückhaltung in Sachen Motor
Der in unserem A 170 CDI L eingebaute Common-Rail-Diesel vermittelte uns nicht den Eindruck, dass wir einen Mercedes fahren: Zu träge geht es vor allem in den höheren Gängen voran. Das Gaspedal muss schon ordentlich getreten werden, damit der Stuttgarter das Beschleunigungskommando in die Tat umsetzt. Die 12,1 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 sehen schwarz auf weiß nicht schlecht aus, in der Praxis allerdings sind wir schon spritzigere Konkurrenten gefahren.
Der A 170 CDI L verbraucht laut Werksangabe 4,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Unser Testwagen brachte es bestenfalls auf 5,7 Liter, wodurch wir mit einer Tankfüllung zufriedenstellende 800 Kilometer zurücklegen konnten. Bei Autobahnfahrten mit Höchstgeschwindigkeit lag der Verbrauch übrigens bei mehr als acht Litern.
Wenn Sie ein Exemplar des schwäbischen Raumwunders besitzen wollen, müssen Sie mindestens 16.762 Euro auf den Tisch legen. Den A 170 CDI in der Langversion gibt es ab 20.126 Euro, in der Avantgarde-Ausstattung schon 21.831 Euro. Für einen Kleinwagen ist das eine Menge Geld, für einen Mercedes nichts Ungewöhnliches.
|
|
|
Media Presentation: Mercedes-Benz SLK
In Nizza stellt Mercedes-Benz die neue Version des Roadsters SLK vor. |
|
NAIAS Detroit 2008: Interview Dr Dieter Zetsche, Mercedes-Benz
Dr Dieter Zetsche, Mercedes-Benz, über den amerikanischen Markt und den neuen GLK |
|
NAIAS Detroit 2008: Interview Dr Thomas Weber, Mercedes-Benz
Dr Thomas Weber, Mercedes-Benz, über die neuen Fahrzeuge bei Mercedes-Benz und Smart |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittspreis | 1.396 | 1.495 | 1.495 | 1.583 |
| Günstigster Preis | 1.339 | 1.429 | 1.429 | 1.489 |