Moderner SUVler mit Schick
Mit seiner dezenten Offroader-Silhouette besitzt der Outlander leichte Ähnlichkeiten mit Subaru Forester, Nissan X-Trail oder Honda CR-V. Seine kühn gestalteten Leuchten in Klarglasoptik vorne und hinten verleihen ihm einen eigenständigen Charakter. Eigenwillig ist auch die wulstige Nase mit großem Drei-Diamanten-Logo. Sie soll in ähnlicher Form zukünftige Mitsuhishi-Modelle schmücken.
Im Innenraum herrscht aufgeräumte Sachlichkeit. Die geringe Zahl der Knöpfe und Schalter sorgt für einen übersichtlichen Arbeitsplatz. Wer sich von einer Vielzahl Tasten und Funktionen faszinieren lässt, wird das Outlander-Cockpit langweilig finden. Genoppte Oberflächen in verschiedenen Farben versprühen zumindest einen sportive, hochwertige und leicht verspielte Atmosphäre.
Wohlfühlklima bietet der Sportkombi in jedem Fall. Dazu trägt das gute Raumangebot auf allen Plätzen bei. Erstaunlich viel Kniefreiheit haben die Fondpassagiere selbst bei ganz zurückgeschobenen Vordersitzen. Die Ledersitze der Ausstattung Sport, ebenso wie die hochwertig wirkenden Stoffbezüge des Grundmodells sind angenehm straff, komfortabel und bieten hervorragenden Seitenhalt. Da sitzt man wie angegossen. Selbst nach einigen hundert Kilometern fühlt man sich sehr entspannt.
Unspektakuläres Kombi-Talent
Solide verarbeitet ist das Gepäckabteil. Der 402 Liter große Kofferraum lässt sich durch einfaches Umlegen der Rückenlehne der hinteren Sitzbank auf 1.049 Liter erweitern.
Zwar ist der Laderaum weder eben, noch bietet er die Variationsmöglichkeiten eines E-Klasse-Kombis. Dafür ist bei umgelegtem Beifahrersitz eine Ladefläche von 2,40 Metern Länge möglich, die Rückenlehne der hinteren Sitzreihe kann in drei verschiedenen Neigungswinkeln arretiert werden.
Unterm Kofferraumboden befindet sich ein vollwertiges Ersatzrad, links und rechts davon gibt es zwei weitere Staufächer. Verzurrösen oder derlei praktische Feinheiten bietet das Gepäckteil abgesehen von einer Zwölf-Volt-Steckdose jedoch nicht.
Erst 2004 kommt starker Turbo
Mit dem 136 PS starken Zwei-Liter-Benziner ist der Outlander bereits ausreichend motorisiert. Doch muss man kräftig aufs Gaspedal treten, um den 1,6-Tonner zügig zu bewegen. Im unteren Drehzahlbereich bis 3.500 Umdrehungen wirkt der Motor kultiviert. Beim Hochdrehen wird der Klang markig und vermittelt einen sportlichen Charakter. Bis in den roten Bereich hinein der bei 7.000 Umdrehungen beginnt wirkt der Motor nicht überfordert.
Immerhin schafft der Outlander trotz Vierradantrieb den Sprint von null auf 100 km/h in 11,4 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei erstaunlichen 192 km/h. Hierzu verhilft ein lang übersetzter fünfter Gang. Der Motor ist trotz Allradantrieb kein übertriebener Schluckspecht. Mit 9,5 Litern Benzin auf 100 Kilometer bietet er akzeptable Verbrauchswerte. Besser ist dafür seine Zertifizierung nach der Euro-4-Abgasnorm.
Wer übrigens mehr Leistung wünscht, muss bis Ende 2003 warten. Dann kommt der Outlander mit einem 160 PS starken 2,4-Liter-Benziner. 2004 wird es außerdem eine Turboversion mit dem Motor aus dem Carisma Evo geben. Das sportliche Triebwerk soll mindestens 200 PS leisten. Eine Dieselversion ist für den europäischen Markt nicht vorgesehen.
Fahrwerk und Bremsen
Das hohe Komfortniveau ist eine der überraschenden Eigenschaften des Outlander. Selbst bis zur Höchstgeschwindigkeit bleibt er erstaunlich ruhig und kultiviert im Innenraum. Sein entspanntes Dahingleiten qualifiziert ihn zur komfortablen Reiselimousine. Dazu trägt unter anderem die hervorragend abgestimmte Federung bei. Sie schluckt grobe Unebenheiten selbst auf Schotterpisten souverän.
Manch sportlich ambitioniertem Fahrer ist die Fahrwerksabstimmung wohl zu weich. Bei schnellen, scharfen Kurvenfahrten wirkt er schwammig und schiebt deutlich über die Vorderräder.
Souveräner sind die Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet). Mit ABS und elektronischer Bremskraftverteilung zeigten sie keine Probleme, mit dem Gewicht fertig zu werden.
Für die meisten Offroader steht in den seltensten Fällen schweres Gelände auf dem Speiseplan. Geländewagen-Besitzer sind lediglich in ihrer Phantasie abenteuerhungrige Allrad-Piloten. Insofern ist ein Allrad-Fahrzeug mit guten Fahreigenschaften auf asphaltierten Fernwegen und nur leichter Geländetauglichkeit ein konsequenter Entwicklungsschritt. Mit permanentem Allradantrieb, 195 Millimeter Bodenfreiheit und einem Mitteldifferenzial bewegt sich der Outlander auf Schotterpisten sicher und souverän. Schweres Gelände ist zwar nicht angesagt. Dem Ausflug auf unbefestigten Straßen und Pisten steht jedoch nichts im Wege.
Preis und Ausstattung
Mit 21.950 Euro ist die Einstiegsversion Comfort eine echte Kampfansage. Kein anderer Hersteller bietet in diesem Segment einen günstigeren Einstieg. Und bereits in dieser Version ist die Ausstattung bemerkenswert umfangreich.
Für 2.000 Euro mehr gibt es die Ausstattungsversion Sport. Sie bietet zusätzlich Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen, getönte Scheiben im Fond, Nebelscheinwerfer, Leder-Lenkrad und -Schaltknauf. Ausschließlich für den Sport ist für weitere 3.000 Euro ein Plus-Paket mit Leder-Ausstattung, Sitzheizung vorn, elektrischem Glasschiebe-Hubdach, Glasdach hinten und Scheinwerferreinigungsanlage erhältlich.
Zunächst werden also nur drei Versionen angeboten. Eine umfangreiche Liste von Extras gibt es nicht. Einiges lässt der Outlander entsprechend vermissen. Was ihm zur Zeit noch fehlt, ist beispielsweise ein hochwertiges Navigationssystem. Doch das soll später noch kommen.
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