Peugeot 307 SW: Hochvariabler Familien-Kombi

  1. Test
  2. Bildergalerie
  3. Datenblatt
  4. Preisliste
  5. Fazit
München, 3. Januar 2003 – Mit dem 307 SW stellt Peugeot eine spezielle Variante des 307 Break vor. Der Unterschied zwischen Kombi und dem "Station Wagon": Der SW besitzt Halterungen für eine dritte Sitzreihe, womit er sich zum Siebensitzer ausbauen lässt. Außerdem hat der SW ein riesiges Glasdach und ausbaubare Sitze in der zweiten Reihe. Wir haben das Auto mit einem 109-PS-Benzinmotor für Sie getestet.

Äußerlich ist der SW kaum vom Break zu unterscheiden. Das Glasdach ist dunkel getönt, so dass es sich bei schwarzer Lackierung kaum von einem Metalldach unterscheidet.

Riesiges Glasdach
Im Innenraum fällt das Glasdach zunächst gar nicht auf, denn es ist hinter einer elektrisch betätigten Blende verborgen. Doch als wir diese öffnen, wird klar, dass es hier nicht um ein Bullauge geht, sondern um eine riesige Glasfläche, die wenige Zentimeter hinter der Frontscheibe beginnt und erst über den Köpfen der Fondpassagiere aufhört. Das Dach lässt nicht nur viel Licht ins Innere, sondern ermöglicht auch neue Perspektiven, etwa wenn man durchs Gebirge fährt.

Schöne Instrumente
Ausgesprochen schön anzusehen sind die Instrumente: Weiße Ziffern auf schwarzem Untergrund werden von chromfarbenen Ringen umrahmt. Im selben Look gehalten ist der gesamte Innenraum: Das Armaturenbrett ist schwarz, einzelne Elemente, wie etwa die Mittelkonsole werden durch Alu-Rahmen hervorgehoben. Die einheitliche Optik erfreut das Auge.

Die vorne Sitzenden finden ausgezeichneten Seitenhalt in den Sitzen. Allerdings sind die Sitze etwas weich. Auch genug Ablagen sind vorhanden.

Verschiebbare Einzelsitze in der zweiten Reihe
Im Fond sitzt man etwas höher als vorne. Statt einer Bank finden sich hier drei Einzelplätze, die sich individuell um neun bis 13 Zentimeter in Längsrichtung verschieben lassen. Auch die Lehnen können einzeln nach vorne auf das Sitzpolster geklappt werden. Bei einer praktischen Konfiguration legt man beispielsweise die Lehne des Mittelsitzes nach vorne. So erhält man eine Art Tisch zwischen den beiden Fondsitzen.

Der Sitzkomfort ist gut: Sind die Sitze ganz nach hinten gerückt und der Vordersitz auf eine Körpergröße von 1,75 Metern eingestellt, so bleibt einem ebenso großen Fondpassagier eine Kniefreiheit von fünf Zentimetern. Die Kopffreiheit liegt bei üppigen sieben Zentimetern. Ein wenig zu kurz sind allerdings die Kopfstützen im Fond: Sie reichen nur für Passagiere von etwa 1,70 Meter Körpergröße aus. 

Mehr Kofferraum als bei der Konkurrenz
Der Kofferraum bietet mit 520 bis 1.875 Litern Stauraum ein hervorragendes Volumen. Der VW Golf Variant bietet nur 460 bis 1.470 Liter, und auch der 307 Break bietet rund 200 Liter weniger. Sind die Sitze ganz nach vorne geschoben, dann ist der Kofferraum 97 Zentimeter tief und 101 Zentimeter breit. Nach dem Umklappen der Sitze erhält man eine 1,50 Meter lange Ladefläche. Eine Ladeschwelle existiert nicht, und die Ladekante liegt mit 53 Zentimetern über dem Boden sehr günstig. Diese Daten geben die gute Zugänglichkeit des Kofferraums wieder. Hinzu kommt noch, dass sich die Heckklappe weit nach oben öffnet.

Sitze einfach ausbaubar
Aber nicht nur in Bezug auf seine Benutzerfreundlichkeit brilliert der Laderaum. Dazu kommt noch, dass sich die Fondsitze wie bei einem Minivan ausbauen lassen. Sie sind nicht allzu schwer, und Aus- und Einbau gehen leicht von der Hand. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Laderaum nach dem Herausnehmen nicht mehr eben ist, sondern in zwei Stufen nach vorne hin abfällt. Immerhin verlängert sich so die Laderaumlänge um 30 Zentimeter auf 1,80 Meter.

Die beiden optional erhältlichen Sitze für die dritte Reihe sind nur als Notsitze oder als Kindersitze zu gebrauchen. Die Sitzflächen befinden sich zu nahe am Fahrzeugboden, als dass sich Erwachsene hier für längere Zeit wohl fühlen könnten. Da alle fünf Sitzhalterungen im Fond gleich sind, können die Sitze in den verschiedensten Konfigurationen eingebaut werden. Wird beispielsweise der mittlere Sitz entfernt, können die beiden verbleibenden Sitze zusammengerückt werden. 

Motor und Getriebe
Mit vier verschiedenen Aggregaten wird der 307 SW angeboten: einem 1,6-Liter-Benziner mit 109 PS, einem 2,0-Liter-Benziner mit 136 PS sowie zwei 2,0-Liter-Dieseln, die 90 beziehungsweise 107 PS leisten. Wir fuhren das Auto in der Einstiegsmotorisierung: dem Benziner mit 109 PS.

Der Motor ist für das Auto ausreichend, erlaubt aber keine sportlichen Spurts. Für 109 PS könnte das subjektiv gefühlte Beschleunigungsvermögen besser sein. Doch die objektiven Messdaten sind in Ordnung: 11,9 Sekunden braucht der Wagen laut Peugeot, um die 100-km/h-Marke zu durchstoßen. Zum Vergleich: Der Golf Variant mit 105 PS braucht 11,5 Sekunden. Das Aggregat holt den Peugeot ohne Anstrengung aus dem Drehzahlkeller heraus. Ab 5.500 U/min wird das Aggregat etwas brummig.

Unser Testverbrauch lag mit 11,9 Litern deutlich über der Herstellerangabe von 7,7 Litern. Ein Großteil der Touren waren allerdings Hochgeschwindigkeitsfahrten auf der Autobahn.

Der Ganghebel hakelt und wackelt nicht, die Schaltwege bleiben angenehm kurz. Vergleichsweise straff wirkt das Fahrwerk. Es ist aber noch lange nicht sportlich zu nennen und bietet auch für längere Strecken genug Komfort. 

Ausstattung und Preis
Der SW ist – außer mit den erwähnten Besonderheiten - serienmäßig mit Klimaanlage, Bordcomputer und elektrischen Fensterhebern vorne ausgestattet. Schubladen unter den Vordersitzen und Klapptische an den Lehnen der Vordersitze bieten weitere Vorteile für den Alltag. Sicherheitsmerkmale wie Dreipunktgurte und Kopfstützen für alle Sitze, ABS, Fahrstabilitätsprogramm (ESP) und eine Antischlupfregelung sind ebenfalls immer mit an Bord.

Die zweite, höherwertige Ausstattung heißt Prémium und beinhaltet außerdem eine Klimaautomatik, eine Audio-Anlage mit CD-Spieler und Bedienungseinheit am Lenkrad und elektrische Fensterheber rundum. Hinzu kommen noch diverse Lederdetails und 16-Zoll-Leichtmetallräder. Die Preise für den SW beginnen bei 18.950 Euro.

Weitere Fotos

Mehr Fotos anzeigen

Automarkt

Lade Daten

Auto-Zubehör

Auto-Zubehör Auto-Zubehör im Preisvergleich
Car-Hifi, Navigationsgeräte, Zubehör und Reifen finden.