Spaß bei hohen Drehzahlen
Als Motorisierung für den 307 Break werden zwei Benziner und zwei Diesel angeboten. Wir fuhren den stärkeren Benziner, ein Zweiliter-Aggregat mit 136 PS. Der Motor macht beim Gas-Wegnehmen manchmal leicht heulende Geräusche. Wer allzu niedrigtourig fährt, verdirbt sich bei dieser Motorisierung selbst den Spaß. Nicht dass der Durchzug schlecht wäre, doch im höheren Drehzahlbereich macht der Wagen viel mehr Freude. Das Auto fühlt sich dann recht sportlich an. Man kann das Triebwerk bis zum Anfang des roten Bereichs bei 6.500 U/min drehen, ohne dass der Motor gequält klingt. Die Geräuschkulisse innen bleibt immer im Hintergrund. Das Schalten erfordert ein klein wenig Kraft, doch der Hebel hakelt und wackelt nicht.
Zum sportlichen Charakter trägt auch das Fahrwerk bei, das an der Hinterachse straffer als bei der Limousine ausgelegt ist. Eine Spur zu weich war uns der fahrbare Untersatz allerdings auch so noch. Da freut es umso mehr, dass die bequemen Sitze in den Kurven viel Seitenhalt geben.
Kopffreiheit überall gut
Die Kopffreiheit ist vorne und hinten fast gleich groß: Vorn haben wir bei einem 1,75 Meter großen Insassen zwölf Zentimeter gemessen, hinten elf. Die Kniefreiheit im Fond liegt bei zwei Zentimetern wenn der Vordersitz für die genannte Körpergröße eingestellt ist und dahinter ein ebenso großer Mensch sitzt. Die Kopfstützen hinten sind allenfalls für Kinder geeignet, bei Erwachsenen erweisen sie sich als Nackenstützen. Vom Sicherheitsstandpunkt her gesehen, ist das bedenklich. Vorn dagegen sind die Kopfstützen weit genug herausziehbar.
Niedrige Ladekante
Der Kofferraum fasst 503 bis 1.675 Liter. Im Normalzustand misst er 102 mal 97 Zentimeter. Die Ladeklappe öffnet weit nach oben, so dass auch Große sich daran keine Beule holen können. Erfreulich auch die gute Zugänglichkeit: Die Ladeschwelle, die zu überwinden ist, wenn etwa Getränkekisten aus dem Kofferraum herausgehoben werden, ist nur einen Zentimeter hoch. Die Ladekante liegt 50 Zentimeter über dem Boden - ein hervorragender Wert, normal sind rund 65 Zentimeter.
Umlegen der Rücksitze
Das Umlegen der Rücksitze gelingt leicht. Bei vielen Kombis muss dazu zuerst noch eine Querstrebe entfernt werden. Beim 307 Break ist das nicht nötig. Hier ist nur die Gepäckraumabdeckung herauszunehmen und das Gepäckraum-Trennnetz zu demontieren, was nicht weiter schwierig ist. Außerdem sollte die Sitzbank umgelegt werden, um eine möglichst ebene Ladefläche zu erreichen. Dazu müssen allerdings die Vordersitze relativ weit nach vorne geschoben werden, was lange Fahrer stören dürfte. Man erhält so eine 1,65 Meter lange Ladefläche.
Nach dem Umklappen zeigt sich, wie liebevoll der Kofferraum verkleidet und gestaltet ist: Praktische Fächer etwa für das Warndreieck und den Erste-Hilfe-Kasten finden sich unter dem Laderaumboden und an den Kofferraumwänden. Lose Gegenstände können auch unter ein Gepäcknetz am Laderaumboden geschoben werden.
Den 307 Break gibt es ab 17.100 Euro. Dafür erhält man einen 109 PS starken Sechzehnventiler. Serienmäßig sind ABS, ESP, Antriebsschlupfregelung, Fahrer- und Beifahrerairbags, Seitenairbags vorne, Vorhangairbags für beide Sitzreihen und eine fernbedienbare Zentralverriegelung an Bord.
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