Plastik im Innenraum
Im Innenraum herrscht schwarzes Plastik vor, das keinen sehr wertvollen Eindruck macht. Auch die Bedienknöpfe sehen nicht besonders edel aus. Aber es gibt durchaus auch Positives im Innenraum: Man sitzt sehr gut in den Schalensitzen. Die in Wagenfarbe lackierten Metalleinsätze in den Tür-Innengriffen sind schmuck. Und das kleine, zweifarbige Lederlenkrad macht einen sportlichen Eindruck. Die Instrumente mit schwarzen Ziffern auf silberfarbenem Grund sehen auch nicht schlecht aus.
Beengte Fondpassagiere
Der Platz im Fond ist auch gemessen an der Fahrzeuggröße etwas zu gering. Einem 1,75 Meter großen Insassen bleibt ein halber Zentimeter vor den Knien, wenn der vordere Sitz für dieselbe Körpergröße eingestellt ist. Über dem Kopf bleibt etwa dieselbe Distanz wahrscheinlich zu wenig, um bei einem Unfall Kopfverletzungen auszuschließen. Die Fondbank besitzt drei Dreipunktgurte, aber nur zwei Kopfstützen. Außerdem fehlen Ablagen für die Fondpassagiere vollkommen. Auch wenn der ZR ein sportliches Auto ist bei einem Fünftürer darf man im Fond etwas mehr erwarten.
Hohe Ladeschwelle
Der Kofferraum fasst im Normalzustand 304 Liter. Damit liegt die Transportkapazität etwa in der Mitte zwischen der des kleineren Fabia mit 260 Litern und dem des deutlich längeren Golf mit 330 Litern.
Negativ zu Buche schlägt allerdings die mit 27 Zentimetern sehr hohe Schwelle, über die man das Transportgut beim Entladen heben muss. Unter der Kofferraumauskleidung findet sich ein Pannenset anstatt eines Reserverades. Das Umklappen der Rücksitzlehnen gelingt leicht, ist allerdings nur vom Kofferraum aus möglich.
Mäßige Verarbeitung
Die Verarbeitung des Autos macht keinen überragenden Eindruck. So schließen die Türen manchmal nicht beim ersten Versuch. Bei unserem Testauto machten außerdem die Gasfedern, die die Heckklappe beim Öffnen halten, seltsame Geräusche.
Motor will Gas haben
Beim Anfahren schon merkt man dem ZR seinen Charakter an: Ein eher gemütlicher Golf-Fahrer muss sich hier umstellen. Denn allein mit der Kupplung anzufahren, geht hier nicht. Der ZR verlangt nach mehr Gas. Auch beim Fahren schaden höhere Drehzahlen nicht: Ab 4.500 Touren klingt der von Rover gebaute 1,4-Liter-Benziner mit 103 PS richtig schön sportlich. Doch auch niedrigtourig lässt sich mit dem Motor vernünftig beschleunigen. Die Fahrleistungen sind durchaus sportlich: Der ZR 105 beschleunigt laut Hersteller in zehn Sekunden von null auf 100 km/h. Er erreicht ein Maximaltempo von 180 km/h.
Schwergängige, aber direkte Lenkung
Die Lenkung des ZR ist etwas schwergängig, aber erfreulich direkt. Die Genauigkeit, mit der sich der ZR durch Landstraßenkurven zirkeln lässt, macht Spaß.
Das Fahrwerk ist straff, wie man es von einem sportlichen Auto erwartet. Auf der Landstraße und erst recht bei höherem Tempo auf der Autobahn macht das die Fahrt ein wenig unruhig. Auch das Geräuschniveau ist höher, als es für längere Autobahnfahrten wünschenswert wäre.
Hinten nur Trommelbremsen
Die Bremsen geben keinen Anlass zur Beanstandung, auch wenn die Bremswirkung nicht überragend ist. Der ZR 105 gehört zu den wenigen Modellen der unteren Mittelklasse, die an der Hinterachse noch auf die weniger stark verzögernden Trommelbremsen vertrauen. Der 160 PS starke ZR 160 besitzt hinten Scheibenbremsen.
Schaltung erfordert etwas Kraft
Die manuelle Fünfgang-Schaltung erfordert zuweilen etwas Kraft vor allem, wenn in den fünften Gang geschaltet werden muss.
Der ZR ist serienmäßig mit ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und einer funkfernbedienten Zentralverriegelung ausgestattet. Sieben Lack- und vier Innenraumfarben stehen zur Auswahl. Ein Seitenairbag kann beim ZR nicht geordert werden, elektrische Fensterheber vorne müssen im Rahmen eines Ausstattungspaketes bestellt werden. Der Preis für den MG ZR 105 mit fünf Türen liegt bei 16.310 Euro.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |