Allradler mit Leib und Seele
Ganz anders das Fahrwerk: Dank des permanenten Allradantriebs liegt der Viertürer jederzeit gut auf der Straße und empfiehlt sich damit für Spritztouren im platten Land. Und auch wenn durch eine geschlossene Schneedecke mal nichts vom Asphalt zu sehen ist, setzt der Impreza 2.0 GX seinen Antriebstrumpf souverän in die Tat um.
Am Interieur nicht gespart
Am Innenraum gibt es ebenfalls nichts zu kritisieren: Alles gut einsehbar, sauber verarbeitet und strukturiert angeordnet. Die Sportsitze bieten selbst bei rasanter Kurvenfahrt einen ausgezeichneten Seitenhalt. Lediglich der Schaltknauf ist etwas zu klein geraten. Das gilt nicht für den Kofferraum: 400 Liter sind alltagstauglich.
Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Im Preis von 19.850 Euro sind unter anderem elektrische Fensterheber vorne und hinten, halbautomatische Klimaanlage, höhenverstellbares Lenkrad, Sportsitze und elektrisch verstellbare Außenspiegel enthalten.
Den Impreza 2.0 GX mit 125 PS gibt es auch als Fünftürer. In dieser Karosserievariante steht zusätzlich ein 95 PS starker 1,6-Liter-Boxer zur Verfügung. Mit 17.950 Euro ist er das günstigste Exemplar der Baureihe. Wem die Leistung dieser beiden Motoren nicht ausreicht, für den bietet Subaru zwei sportlichere Alternativen.
Impreza WRX: Das Tor zur Glückseligkeit
Der Einstiegssportler von Subaru hat diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient. Denn mit 225 PS ist der Impreza WRX kein Einsteiger mehr, sondern ein Profi. Sie werden trotzdem nie den Boden unter den Reifen verlieren, denn der WRX hat wie alle Subaru-Familienmitglieder einen permanenten Allradantrieb. Der trägt dazu bei, dass sich das Auto als wahrer Kurvenkiller entpuppt.
Der WRX gibt sich äußerlich abgesehen von der Lufteinlass-Hutze auf der Motorhaube eher zurückhaltend gestylt. Die von uns getestete Limousine hat noch nicht mal einen Heckspoiler. Dafür einen 2,0-Liter-Turbomotor, der es richtig krachen lässt. Der beim 218 PS starken Vorgängermodell noch dezente Ruck fällt nun deutlich stärker aus. Wir müssten lügen, würden ihn als unangenehm bezeichnen.
Erstaunlich alltagstauglich
Wie es sich für ein Auto dieser Klasse gehört, thront man im Innenraum auf Sportsitzen mit ansehnlichen Netzbezügen. Das ist dann aber neben der Alu-Pedalerie auch schon das sportlichste Detail im Innenraum. Schalter, Knöpfe und Instrumente sind alltagstauglich unauffällig gehalten. Sonst hat sich hier im Vergleich zu den vergangenen Baujahren nicht viel geändert.
Doch einen 225-PS-Allradler kauft man sich auch nicht wegen des Innenlebens, sondern wegen seiner souveränen Straßenlage. Und diesem Anspruch wird der Subaru WRX auch im Modelljahr 2003 gerecht. Wir haben uns jedenfalls nur ungern von der Glückseligkeit in leuchtendem Blau verabschiedet.
Impreza WRX STi: Böse kann so schön sein
Wer jetzt glaubt, schöner kanns nicht werden, der irrt gewaltig. Denn nach der Glückseligkeit folgt bei Subaru die Boshaftigkeit. Und die heißt "STi". Laut ist hier nicht nur laut, knackig nicht nur knackig und auch der Turbo ist irgendwie anders. Der Boost bei etwa 3.000 U/min gleicht eher einem Urknall. Das typische Pfeifen wird dann übertönt vom präsenten Motorengeräusch, das süchtig macht.
Die Schaltung ist dermaßen knackig und kurzwegig, dass man oft nicht weiß, ob der Gang schon eingelegt ist. Aber in diesem Auto schaltet man auch nicht, man haut die Gänge rein. Doch Achtung: Während des Urknalls sollten die Hände am Lenkrad und nicht am Schaltknauf sein. Dann geht nämlich ein solch gewaltiger Ruck durchs Auto, dass man meint, gleich auf den Rücksitzen zu landen. Wer jetzt an eine Automatik denkt, um auf Nummer sicher zu gehen, der hat den WRX STi einfach nicht verdient.
Wir schwören: Spätestens bei 240 km/h auf der Autobahn haben Sie nur noch Augen für die Vibrationen der Lufteinlass-Hutze auf der Motorhaube und des Bügelbrettes am Heck. Letzteres war bisher nur den Fahrern der Prodrive-Version vorbehalten. Mit dem neuen Modelljahr gibt es den überdimensionalen Heckflügel auch für den Basis-STi.
Haddaways Goldstück
Die goldfarbenen Felgen beeindrucken die Frauen, der Rest des Autos die Männer: Das erlebt Haddaway tagtäglich, wenn er mit seinem WRX Sti Prodrive Europas Asphalt zum Glühen bringt. Bei einer möglichen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 240 km/h hält er sich damit natürlich besonders gern auf deutschen Autobahnen auf. Immer in Begleitung seines monegassischen Führerscheins, der ihm hierzulande im Ernstfall vor einem Entzug der Fahrerlaubnis bewahren würde.
Wenn Fahrer und Auto verschmelzen
Der Sänger ist gern gesehener Gast bei Motorsportveranstaltungen und selbst fünf Jahre lang im Porsche Supercup gefahren. Doch während unserer gemeinsamen Testfahrt wird schnell klar: Seine heimliche Liebe gilt dem Rallyesport.
Kompetent erklärt er mir, wie man eine Haarnadel-Kurve optimal erwischt. Und dass mit dem WRX STi theoretisch 450 km/h möglich wären, das aber auf der Straße keinen Sinn machen würde. Ich glaube ihm jedes Wort und stelle fest, dass Haddaway dieses Auto nicht nur liebt, sondern lebt. Es scheint die perfekte Liaison zu sein. Jetzt verstehe ich auch die Bedeutung von "dont touch this car": Wer trennt sich schon gern von seiner großen Liebe?
Wenn auch Sie wahre Liebe erfahren wollen, können Sie jetzt entweder den ausführlichen Fahrbericht lesen oder zu Ihrem Subaru-Händler fahren und einen WRX STi für 38.150 Euro kaufen. Oder beides.
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