Vier Sitze, fünf Türen, zwei Kopfstützen
Im Fond finden nur zwei Passagiere Platz. Sie steigen durch eigene Türen ein, denn der Alto wird ausschließlich als Fünftürer angeboten. Etwas verblüffend ist deshalb, dass im Fond die Kopfstützen nicht serienmäßig sind. Schlimmer noch: Sie werden auch nicht als Extra angeboten.
Der Sitzkomfort hinten ist überraschend gut. Wird der Vordersitz für einen 1,75 Meter großen Fahrer eingestellt, weiß man vor dem Einsteigen nicht, wie man im Fond die Knie unterbringen soll. Sitzt man aber, dann merkt man, dass die Bespannung der Vordersitzlehne nachgibt, so dass einem wesentlich mehr Platz für die Beine bleibt, als man sieht.
Die Verarbeitung lässt in manchen Details zu wünschen übrig. Die Türverriegelungsstifte und die Griffe zum Umlegen der Rücksitzlehne hat man gelegentlich in der Hand, wenn man sie nicht sehr sorgfältig verwendet. Die Rücksitze ächzen, wenn sich ein Fondpassagier darauf bewegt. Etwas unpraktisch ist auch die Gepäckraumabdeckung: Sie lässt sich nur bei umgeklappten Rücksitzlehnen herausnehmen.
Gut nutzbarer Laderaum
Die Rücksitzlehne ist serienmäßig im Verhältnis 50:50 geteilt umklappbar. Die Fondpolster lassen sich nicht umlegen, aber das ist auch unnötig: Es ergibt sich auch so eine fast ebene, gut nutzbare Ladefläche. Schwere Gegenstände lassen sich über die nur drei Zentimeter hohe Ladeschwelle leicht hineinschieben, die Ladekante liegt recht niedrig. Der Kofferraum bietet 177 bis 432 Liter Stauraum. Bei einer maximalen Zuladung von rund 350 Kilo würde ein größerer Kofferraum auch nicht viel bringen. Mit vier je 75 Kilo schweren Passagieren bleiben für die Ladung sowieso nur noch 50 Kilo.
Erfreulich spritziger Motor
Der 63-PS-Motor ist ein erfreuliches Kapitel. Er spurt ordentlich und bringt den nur 800 bis 820 Kilo schweren Alto schnell auf Trab. Das klappt sogar bei niedrigen Drehzahlen. Beim Beschleunigen ist das Geräuschniveau zwar relativ hoch. Doch kann man sich auch auf der Autobahn bei Höchstgeschwindigkeit noch unterhalten, ohne brüllen zu müssen. 155 km/h gibt Suzuki als Maximaltempo an, wir brachten unser Testexemplar sogar auf 163 km/h. Wer allerdings im Gebirge wohnt oder oft lange Steigungen bewältigen muss, merkt schnell, dass man mit 63 PS keine Bergrennen gewinnen kann.
Nur fünf Liter Verbrauch
Ein enormer Pluspunkt des Alto ist der Verbrauch. Der Hersteller gibt 4,9 Liter Super auf 100 Kilometer an. Wir wollten das nicht so recht glauben, aber in der Tat: Bei unseren Testfahrten brauchten wir exakt 5,0 Liter. Nur bei extremem Ausdrehen des Motors kamen wir auch einmal auf 6,7 Liter. Bei so niedrigem Spritverbrauch kommt man mit dem kleinen Tankvolumen von 35 Litern aus.
Der Knüppel der Fünfgangschaltung wackelt etwas, erlaubt aber eine exakte Bedienung. Etwas Übung erfordert das Kupplungspedal, da es keinen exakten Druckpunkt gibt.
Das Fahrwerk lässt den Alto bei Unebenheiten holpern und poltern. Dennoch ist der Komfort in den meisten Situationen in Ordnung. In scharfen Landstraßenkurven klebt der Alto nicht gerade am Asphalt.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.114 | 1.183 | 1.183 | 1.264 |
| Günstigster Preis | 1.089 | 1.129 | 1.129 | 1.216 |