Toyota Avensis Kombi: Spektakuläre Neuauflage

Toyota Avensis Kombi: Spektakuläre Neuauflage
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München, 21. März 2003 – Die Welt ist doch zuweilen paradox: Aufgrund der Internationalisierung der Märkte entwickelt und produziert der japanische Autohersteller Toyota einige Fahrzeuge komplett in Europa. Ironie des Schicksals: Toyota wird damit zum Auto-Importeur in seiner Heimat. Das trifft zumindest auf den neuen Avensis zu. Er ist ein weiterer Vollbluteuropäer des japanischen Autokonzerns und kommt im April 2003 in Deutschland auf den Markt. 

Die jetzt vorgestellte Neuauflage der drei Karosserie-
varianten Kombi, Limousine und Schrägheck ist optisch ein radikaler Entwicklungsschritt der Baureihe Avensis. Obwohl deutlich anders als der Vorgänger, ist der Auftritt des neuen Avensis unauffällig. Das wenig polarisierende Äußere gibt erst auf den zweiten Blick seine Schönheit preis. 

Dann aber versprüht die Kombiversion ebenso wie die Limousine in zurückhaltender Weise vornehme britische Eleganz und italienisches Flair. Moderne Scheinwerfer, die eigenwillige Form der Heckleuchten und die Chromleisten verleihen dem Auto Noblesse, Charakter und machen ihn 
– rein subjektiv natürlich – zum schönsten Toyota, der jemals gebaut wurde. 

Wir haben mit dem eleganten Avensis Kombi und Zwei-Liter-Benzinmotor in der Ausstattungsvariante Sol bei einer Testfahrt weitere positive Eindrücke gewonnen. 

Navigieren per Sprachbefehl
Der Avensis-Kombi wurde in nahezu allen Aspekten aufgewertet: Er wurde länger, breiter, höher – außen und innen. Der auf stolze 4,70 Meter Länge angewachsene Kombi bietet einen edlen Innenraum. Intuitiv und unkompliziert geht die Bedienung aller Funktionen von der Hand. Darüber hinaus wirken Verarbeitung und Materialien hochwertig und edel. Dazu passt auch die in der Ausstattungsvariante Sol serienmäßig verbaute Audioanlage. Dank Titanoptik macht sie einen attraktiven Eindruck und produziert darüber hinaus einen herausragenden Klang. Selbst bei sehr hoher Lautstärke sorgen die acht Lautsprecher für ungetrübten Klanggenuss und einen vibrierenden Rückspiegel. 

Klasse ist auch das über eine Fernbedienung steuerbare Navigationssystem mit Europa-DVD und versenkbarem Sieben-Zoll-Farbdisplay. Im Avensis wird das System erstmalig in Verbindung mit einer Sprachsteuerung ausgeliefert. Über einen Knopf am Lenkrad aktiviert, nimmt sie eine Vielzahl von vordefinierten Befehlen entgegen. Allein über die Stimme kann man so das Radio einschalten, in den CD-Betrieb wechseln oder das 2.400 Euro teure Navigationssystem aktivieren. Wer sich für den Heimweg entscheidet, spricht einfach den Befehl „Wohnort“ und schon weist eine freundliche Frauenstimme den Weg nach Hause. 

Obwohl Toyota für den neuen Avensis ein Geräuschkomfort auf Oberklasseniveau verspricht, ist die Sprachsteuerung den Störgeräuschen ab etwa 140 km/h nicht mehr gewachsen. Dann wird es schlichtweg zu laut. Aber keine Sorge: Für die Passagiere bleibt es auch bis zur Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h noch angenehm. Jedoch nicht auf versprochenem Niveau. 

Geräumig und praktisch
Nicht zuviel versprochen hat Toyota beim Raumangebot für die Passagiere. Allen Fahrgästen wird reichlich Platz geboten. Auch der Kofferraum zeigt Größe: Er fasst 520 Liter in der Normalkonfiguration. Maximal lässt sich das in klassenüblicher Weise erweiterbare Gepäckabteil auf 1.500 Liter vergrößern. Kein Rekord, aber ein fraglos respektabler Wert. Der neue Mazda 6 Kombi kommt nämlich auf 1.690 Liter, Mitbewerber Audi A4 Avant hingegen auf nur 1.184 Liter. 

Des weiteren setzt sich der Kofferraum durch diverse praktische Lösungen positiv in Szene. Die Kofferraumabdeckung kann in einem eigenen Staufach unter dem Kofferraumboden verstaut werden. Abgesehen von dieser Ablagemöglichkeit befinden sich diverse weitere kleine Staufächer unterm Kofferraumboden und darunter noch ein Notrad. Zwei größere Staufächer verstecken sich hinter verriegelbaren Klappen links- und rechtswandig im sauber ausgekleideten Gepäckabteil. Stabile Verzurrösen und kleine Haken runden den positiven Gesamteindruck ab. 

Viel Sicherheit
Die Sicherheit des Avensis wurde in vielen Punkten aufgewertet. Mit dem neuen Knie-Airbag verteilen sich nun neun schützende Luftpolster im Innenraum. Ebenfalls für mehr Sicherheit sorgt die technisch aufwändige Bremsanlage. Die vier Scheiben – vorn innenbelüftet – verzögern dank ABS, Bremsassistent und elektronischer Bremskraftverteilung mit beachtlicher Souveränität und Sicherheit. 

Das aufwändige Fahrwerk, mit einigen vom sportlichen Celica stammenden Komponenten wurde komfortabel abgestimmt. Für einen komfortorientierten Wagen geht es jedoch recht straff und nicht zu schaukelig zur Sache. Damit sorgt es auf kurvigen Landstraßen für eine gute Straßenlage. Wer sich schnell in Biegungen hineinbegibt, den bremst lediglich das Stabilitätsprogramm VSC gelegentlich aus. Nicht jedermanns Geschmack ist die fehlende Option, diese Kontrolle auszuschalten. Abschalten lässt sich dafür die serienmäßige Traktionskontrolle TSC. 

Motor: Sparsam und spritzig
Der Zwei-Liter-Benzindirekteinspritzer wirkt im unteren Drehzahlbereich etwas zugeschnürt. Zunächst hält er sein Temperament zurück, doch spätestens ab 3.000 Umdrehungen ist er durchaus agil. Seine markige, jedoch keineswegs aufdringliche Akustik und sein spritziges Naturell lassen Fahrfreude aufkommen. Tritt man das elektronische Gaspedal voll durch, wirkt der Motor selbst im roten Bereich jenseits der 6.000 Umdrehungen keineswegs angestrengt. 

Die 147 PS begnügen sich laut Hersteller mit gerade mal 8,1 Liter Benzin auf 100 Kilometer. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h ist bereits nach 9,1 Sekunden absolviert. Nicht nur sparsam und spritzig, sondern auch umweltfreundlich ist der Avensis dank geringer Schadstoffemissionen. Sie sind niedriger als es die steuerbegünstigte Euro-4-Norm erlaubt. 

Viel Auto für viel Geld
In der von uns gefahrenen Version mit Zwei-Liter-Benzinmotor ist der Avensis Kombi ab der Ausstattungsvariante Sol erhältlich. In dieser Version bietet er bereits eine sehr umfangreiche Ausstattung. 24.400 Euro sind dafür aber mindestens fällig. Einige der attraktiven Extras können den Preis um 3.000 bis 4.000 Euro erhöhen. Für 1.400 Euro Aufpreis kann man außerdem statt des Fünfgang-Schaltgetriebes eine Viergang-Automatik ordern. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten ist das insgesamt immer noch ein attraktiver Kurs. Besonders in Anbetracht des hohen Ausstattungsniveaus, der allgemeinen Qualität und einiger technischer Leckerbissen. Bei Versicherungskosten, Service- und Garantieleistungen ist der neue Avensis ebenfalls vorbildlich. 

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