Schnell aber nicht der Schnellste
Der Peugeot ist schnell, aber mit 9,3 Sekunden von null auf Tempo 100 nicht der Schnellste: Der sieben PS schwächere BMW 520d braucht 0,7 Sekunden weniger für den obligatorischen Spurt. Lediglich in der Endgeschwindigkeit hat der Peugeot mit 224 km/h die Nase vorn, wenn auch dicht gefolgt vom 520d. Der A6 2.0 TDI benötigt eine ganze Sekunde länger für den für den 100-km/h-Sprint, ist aber auch 30 PS schwächer. Noch schwächer ist der E 200 CDI. Er liegt jedoch nur 0,6 Sekunden hinter dem Peugeot 607, und das mit 34 PS weniger. Die Fahrleistungen liegen also mit Ausnahme des 520d durchaus auf demselben Niveau.
Der kultivierte Motor überzeugt
Die Fahrwerte des 607 Bi-Turbo allein sind jedoch keine Besonderheit. Der kultivierte Motor überzeugt vor allem durch seine hohe Laufruhe lediglich unterhalb von 1.400 Umdrehungen in der Minute macht er mit Vibrationen vehement auf sich aufmerksam. Subjektiv fühlt sich der 607 deutlich sportlicher an, als es die bloßen Zahlen vermuten lassen.
Kein Spritsparwunder, aber angemessen
Ein Spritsparwunder ist der 2,2-Liter-HDi-Motor nicht. Der von Peugeot für die Überlandfahrt angegebene Mittelwert von 5,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer ließ sich in unserem Test beim besten Willen nicht erreichen. Wer mit der gebotenen Ruhe unterwegs ist, kann das über 1,7 Tonnen schwere Fahrzeug im Mittel mit 7,5 Litern auf 100 Kilometern bewegen. Im Alltag brauchte unser Löwe im Schnitt insgesamt 8,1 Liter in Anbetracht der Fahrzeuggröße und der Fahrleistungen keine Sensation, aber angemessen.
Viel Platz für Passagiere und Gepäck
Der 607 bietet vor allem eines Platz. Insbesondere das üppige Raumangebot in der ersten Reihe der fünfsitzigen Limousine kann überzeugen, wobei auch auf den Fondsitzplätzen genügend Kopf- und Beinfreiheit zur Verfügung steht. Der Kofferraum der Limousine bietet mit einem Volumen von 468 Litern ausreichend Stauraum.
Umfangreiche Serienausstattung
Schon serienmäßig ist der Peugeot 607 umfangreich ausgestattet: So kann bereits die Einstiegsversion Premium mit Bedieneinheiten am Lenkrad, einem MP3-fähigen Radio, einem Bordcomputer, elektrischen Fensterhebern vorne und hinten, einer Frontscheibe aus Verbundglas, einem Regensensor, einer Einschaltautomatik des Abblendlichts und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen aufwarten.
Gute Verarbeitung und hoher Komfort
Innen trumpft der 607 vor allem mit Langstreckentauglichkeit und guter Verarbeitung auf. Die in der Top-Variante serienmäßigen Ledersitze und Lederapplikationen an Lenkrad, Schalthebel und in den Türverkleidungen verleihen dem Innenraum ein hochwertiges Ambiente. Die Sitze können schon in der Basisversion Premium mit elektrischen Verstellmöglichkeiten und einer manuellen Lordosenstütze aufwarten. Eine Sitzheizung ist in allen Ausstattungsvarianten optional zu ordern. In puncto Seitenhalt kommt das auf Reisekomfort abgestimmte Gesamtkonzept zum Tragen für eine allzu sportliche Gangart sind die Sitze nicht ausgelegt. Eine ausziehbare Armauflage zwischen den vorderen Sitzplätzen erhöht den Komfort.
Optisch ansprechendes Innenraumdesign
Der Armaturenträger ist optisch ansprechend gestaltet. Die gut ablesbaren Rundinstrumente für Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeige flankieren das serienmäßige Multifunktionsdisplay, dessen Angaben zusätzlich auch auf dem 7-Zoll-Display des optionalen Navigations-Systems in der Mittelkonsole angezeigt werden können. Unterhalb des Monitors ist die Mittelkonsole mit einer Vielzahl an Knöpfen bestückt, die aber keine Fragen über ihre jeweilige Funktion aufwerfen. Die wichtigsten Bedienelemente für das Radio sind zusätzlich, ebenso wie die der Geschwindigkeitsregelanlage, als separate Bedieneinheit serienmäßig links beziehungsweise rechts hinter dem Lenkrad angebracht. Dies sorgt für eine unkomplizierte Bedienbarkeit, auch während der Fahrt.
Komfortables Fahrwerk mit Reserven
Das Fahrwerk ist komfortabel, aber nicht unsportlich ausgelegt. Es schluckt die gröbsten Schläge, vermittelt dem Fahrer dabei jedoch stets ein genaues Bild der aktuellen Fahrbahnbeschaffenheiten. Neben einem absolut überzeugenden Langstreckenkomfort bietet das Fahrwerk ausreichend Reserven für eine schnellere Gangart. Wenn es sein muss, krallt sich der Löwe in schnell gefahrenen Kurven fest in den Asphalt. Das hohe Gewicht und der geringe Seitenhalt der Sitze wollen Freude am schnellen Fahren jedoch nicht so recht aufkommen lassen.
Serienmäßiges Sicherheitskonzept
Das serienmäßige Sicherheitskonzept des 607 umfasst neben ABS, ESP und ASR einen Notbremsassistenten mit einer automatischen Einschaltung der Warnblinkanlage und Reifendrucksensoren. Die passive Sicherheit soll durch acht Airbags, bestehend aus durchgehenden Vorhangairbags, Seitenairbags vorne und hinten und zweistufigen Fahrer- beziehungsweise Beifahrerairbags sowie einer Isofix-Kindersitzhalterung gewährleistet werden.
Der 607 punktet mit seinem Preis
Vor allem sein Preis ist der große Trumpf des Franzosen: Einen 607 HDi FAP 170 Bi-Turbo gibt es in der Einstiegsvariante Premium ab 34.850 Euro. Dabei kann bereits die Basisvariante mit einem CD-/MP3-Radio, elektrisch verstellbaren Sitzen, einer drehzahl-, beziehungsweise geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung, einer geteilt umklappbaren Rückbank und einem serienmäßig elektrisch öffnen- und schließenden Kofferraumdeckel aufwarten. Zum Vergleich: Der 30 PS schwächere Audi A6 2.0 TDI kostet gleich viel und kommt serienmäßig ohne ein MP3-kompatibles Radio und ohne eine umklappbare Rückbank daher. Einen BMW 520d gibt es nicht unter 36.828 Euro. Für einen Mercedes E 200 CDI werden mindesten 37.366 Euro fällig.
Voll ausgestattet für 43.260 Euro
Mit 43.260 Euro ist die von uns getestete Platinum-Variante immerhin knapp 3.000 Euro günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter Audi A6 und rund 4.000 Euro günstiger als ein 520d von BMW. Die größte Differenz besteht mit rund 6.000 Euro zu einem gleichwertig ausgestatteten E 200 CDI von Mercedes.
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