Renault Laguna 2005: Zeit der Reife
(planbar.de) Äußerlich unauffällig, doch in zahlreichen Details verbessert, präsentiert sich der Renault Laguna. Die Neuauflage glänzt mit mehr Komfort, verbesserter Sicherheitsausstattung und Rußpartikelfilter - für die meisten Dieselmotoren. Markteinführung ist in Deutschland am 08. April.
Alles neuAudi renovierte den A4,
BMW hat einen komplett neuen 3er im Programm - und auch VW bringt mit dem Passat eine brandneue Mittelklasselimousine an den Start. Wenn die Konkurrenz nicht unter die Räder kommen möchte, muss sie handeln. Renault hat die Hausaufgaben bereits erledigt und dem Laguna eine umfassende Modellpflege spendiert. Die Front verfügt nun über das typische Familiengesicht mit dem lackierten Mittelsteg, auf dem der Renault-Rhombus prangt. Nicht fehlen dürfen die obligatorischen Klarglasscheinwerfer und Rückleuchten im Prismen-Look.
Große VielfaltDer Franzose ist weiterhin als Schräghecklimousine und als Kombi Grandtour im Angebot. Damit die Entscheidung nicht zu leicht fällt, gibt es fünf Benziner, vier Turbodiesel und fünf Ausstattungslinien zur Auswahl. Sportlichste Version ist der um zehn Millimeter tiefer gelegte Laguna GT. Kennzeichen: 17-Zoll-Alus, Lederpolster und Aludekor im Innenraum. Die GT-Limousine zeigt sich mit einem Heckspoiler, der Kombi-GT verfügt über getönte hintere Seitenscheiben und eine Dachreling im Look von gebürstetem Aluminium.
Sport und KomfortKomfortorientierte Kunden wählen als Topversion den Laguna Initiale. Hier sticht eine Holzleiste ins Auge, die sich quer über den Armaturenträger zieht - und sehr edel wirkt. Auch beim Basismodell wurde auf die Optik geachtet. Statt Velours findet sich ein weicher Microfaser-Bezug auf den Sitzen. Die darüber angesiedelte Variante Dynamic schmückt sich bereits mit einer Teillederausstattung. Auch die Oberflächen des Instrumententrägers wirken hochwertiger, die Mittelkonsole wurde komplett neu gestaltet. Lederlenkrad, Bordcomputer, Klimaanlage und ein CD-Radio mit Bedienungssatellit sind immer an Bord.
Viel drinBis auf das Einstiegsmodell Emotion sind alle Laguna mit einer elektronischen Parkbremse ausgerüstet, die auf Knopfdruck reagiert und den klassischen Handbremshebel in Rente schickt. Zurückrollen am Berg gehört mit dem System ebenfalls der Vergangenheit an. Im Topmodell sind Xenon-Scheinwerfer, CD-Wechsler, eine Reifendruckkontrolle und das Zugangssystem Keycard Handsfree serienmäßig. Damit kann der scheckkartengroße Schlüssel-Ersatz in der Jackentasche bleiben. Die Türen entriegeln sobald sich der Fahrer nähert. Gestartet wird bei jedem Laguna mit einem Druck auf den Starterknopf neben dem Lenkrad. Das kennen wir aber schon vom Vorgänger.
Breites AngebotDie Motorenpalette reicht von 110 PS (81 kW) bis 207 PS (152 kW). Preise: 20.000 € bis 31.400 Euro. Drei der vier Common-Rail-Diesel sind serienmäßig mit dem wartungsfreien Rußpartikelfilersystem FAP ausgestattet. Nur der stärkste, der 2.2 dCi mit 150 PS (110 kW), hat noch keine völlig weiße Weste. Alle Motoren profitieren von der aufwändigen Schalldämmung, die den Laguna nun in Watte packt. Beim Benziner 1.6 16V reduziert sich das Fahrgeräusch im Innenraum beispielsweise um 3 dB(A), was einer Halbierung entspricht. Für die Automatikversionen erzielten die Ingenieure sogar eine Reduzierung der Dröhnfrequenzen um 5 dB(A).
Nummer sicherBereits der Vorgänger erzielte bei der Crashsicherheit Bestwerte. Der Laguna heimste im März 2001 als erstes Fahrzeug überhaupt beim Euro NCAP-Crashtest die Maximalwertung von fünf Sternen ein. Nun wurde das Konzept mit adaptiven Dreikammer-Frontairbags nochmals optimiert. Serienmäßig gibt es sechs der rettenden Luftpolster, Seitenairbags für die Rücksitze sind als Option vorgesehen. Für die hinteren Außenplätze wurden spezielle Kinderkopfstützen entwickelt, die das erhöhte Sitzpolster für größere Kinder ergänzen. Die klappbare Vorderpartie der Kopfstütze umschließt den Kopf der Kinder links und rechts, was für ein Maximum an Schutz sorgen soll.
Fazit: Der Renault Laguna verursacht auch nach dem Facelift kein wildes Herzklopfen. Angesichts der inneren Werte lohnt sich ein zweiter Blick aber allemal.
(03/05) planbar.de, Holger Schilp
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