Mehr mit Hirsch
Mit dem Chiptuning von Hirsch wächst die Leistung der 9-3 Limousine 1.9 TiD um 25 auf 175 PS und satte 370 Newtonmeter Drehmoment. Die verbesserten Fahrleistungen können sich mehr als sehen lassen. Immerhin nimmt der Hirsch-Diesel im 100-km/h-Sprint der ungetunten Version 1,2 Sekunden ab. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 225 km/h. Klar, dass bei dieser Mehrleistung auch der Verbrauch steigt. Doch mit 6,5 Litern auf 100 Kilometer ist der von Saab genannte Spritkonsum angesichts des Gebotenen immer noch moderat. Auf unserer Testfahrt zeigte der Bordcomputer übrigens einen Durchschnittsverbrauch von 7,6 Litern an. Trotz mehr Leistung und Verbrauch unterschreitet der 1.9 TiD weiterhin die Euro-4-Abgasnorm.
Spitzenleistung in seiner Klasse
Vor allem Autofahrer die viel Zeit auf der Autobahn verbringen, werden sich am hohen Durchzugsvermögen des 1.9 TiD mit Hirsch-Power erfreuen. Zwischen 2.000 und 4.500 Umdrehungen bietet der Diesel einen fulminanten Punch. Der Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h ist nach nur 7,7 Sekunden beendet. Gelegentlich nervt das im Vergleich zu Benzinern zwar recht kurze Drehzahlband. Doch eine sportliche Fahrweise unterstützt der agile und willige Antrieb durchaus. In der Klasse bis zwei Liter Hubraum gibt es zumindest direkt vom Hersteller keinen stärkeren Diesel. Bisherige Spitzenreiter sind der BMW 120d mit 163 und der Seat Ibiza Cupra 1.9 TDI mit 160 PS.
Flott aber nicht sportlich
In schnell gefahrenen Kurven ist der 1.9 TiD hingegen etwas kopflastig. Bei hohem Kurventempo ist es deshalb nicht ganz einfach, einen sauberen Strich zu ziehen. Außerdem sind die Antriebseinflüsse auf die Vorderräder ziemlich hoch. Hier wünscht man sich eine direktere Lenkung, die einen besseren Kontakt zur Fahrbahn vermittelt. Dennoch ermöglicht die Limousine den zügigen Kurvenritt und bietet zudem in allen Verkehrssituationen ein gutes Komfortniveau.
Chiptuning: Eine einfache Angelegenheit?
Einst wurden für Leistungssteigerungen um 25 PS aufwendig Kolben, Ventile, Nockenwellen überarbeitet. Heutzutage reicht es wie im Fall des 9-3 1.9 TiD allein die elektronische Steuerung von Zündung und Gemischbildung zu verändern. Hier ist das Können von Software-Experten gefragt. Handwerkliche Fähigkeiten sind hingegen überflüssig, da der Motor mechanisch unverändert bleibt. Die auf Mikrochips im Steuergerät für die Zünd- und Einspritzelektronik gespeicherten Programme werden ganz einfach so umprogrammiert, dass der Motor mehr Leistung und Drehmoment abgibt.
Nicht jedes Angebot lohnt sich
Hier kann man mittlerweile bei einer Vielzahl von Anbietern die Tuning-Software samt Installation zu Preisen ab etwa fünfhundert Euro kaufen. Der Leistungszuwachs liegt in der Regel bei rund 20 Prozent. Klingt an sich recht verlockend. Doch gibt es beim Chiptuning auch den ein oder anderen Haken. Zum einen werden die bislang gültigen Abgaswerte in einigen Fällen deutlich überschritten. Der getunte Diesel verkommt dann zur Umweltsau und könnte bei der nächsten AU herabgestuft werden. Bei einer Leistungssteigerung ohne Eintrag in den Fahrzeugschein kann zudem die Betriebserlaubnis verfallen. Außerdem kann auch die Garantieleistung des Herstellers verfallen. Geht ein chipgetunter Motor kaputt, kann der Besitzer auf dem Schaden sitzen bleiben.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.116 | 1.141 | 1.142 | 1.227 |
| Günstigster Preis | 1.081 | 1.106 | 1.106 | 1.162 |