- sehr spritziger und agiler Biturbo-Motor- liefert in jedem Drehzahlbereich enorm viel Vortrieb |
- erlaubt sehr hohe Kurvengeschwindigkeiten- ausreichender Komfort auf langen Strecken |
- dezente und nicht zu protzige Modifikationen |
- wenig Kopffreiheit auf hinteren Plätzen |
- vergleichsweise günstiger Grundpreis- üppige Serienausstattung |
Wehe der Biturbo packt den Hammer aus
In der Praxis zeigt sich die B3 Limousine als unglaublich agil und spritzig. Es gibt wahrlich keinen Drehzahlbereich, in dem der Biturbo nicht bereit wäre, den Hammer auszupacken, um das Fahrzeug nach vorne zu katapultieren. Jede noch so kleine Lücke im Gegenverkehr verleitet den Fahrer dazu, den rechten Fuß zu strecken und sich seiner bummelnden Vorausfahrer zu entledigen. Selbst bei 200 km/h bewirkt der Kickdown einen spürbaren Beschleunigungsruck.
Sportautomatik arbeitet tadellos
Auch für Freunde von Schaltgetrieben trägt die tadellos arbeitende Sechsgang-Sportautomatik von ZF mit verkürzten Schaltzeiten zum überaus positiven Gesamteindruck des Alpina bei. Die Gangwechsel erfolgen so sanft, dass man sie eigentlich nur daran bemerkt, dass sich für kurze Zeit die Drehzahl und damit das Motorgeräusch ändert. Wie gewohnt gibt es neben dem normalen Automatikmodus ein Sport- und ein Manuellprogramm. In letzterem lassen sich die Gänge wahlweise per Wählhebel oder mithilfe kleiner Schaltnippel auf der Rückseite des Lenkrades wechseln. Diese weisen anfänglich eine etwas gewöhnungsbedürftige Haptik auf, nach kurzer Zeit erfreut man sich an der ergonomisch günstigen Position der beiden Knöpfe. Ein besonderer Genuss im manuellen Modus ist das automatische Zwischengas, das beim Herunterschalten das Herz des Sportwagenfans höher schlagen lässt. Für kleine Überraschungsmomente sorgt der Automatikmodus beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven, wenn beim Druck aufs Gaspedal der nächstkleinere Gang eingelegt wird und die Kraft ziemlich unvermittelt einsetzt. Resultat ist nicht selten ein ordentlicher Schlenker des Hecks, der ohne ESP teuer werden kann. Auch beim beherzten Anfahren an der Ampel kommt das Stabilitätsprogramm des Öfteren zum Einsatz und verhindert all zu viel Schlupf an der Hinterachse.
Direkte Lenkung im B3 Biturbo
Den gesteigerten Fahrwerten werden die Alpina-Mannen gerecht, indem sie auch am Fahrwerk Hand anlegen. Um das Einlenkverhalten zu verbessern, wurde der Sturz an der Vorderachse erhöht. Und in der Tat: Die Lenkung ist sehr direkt und vermittelt ein hervorragendes Gefühl für das Auto. Vor allem kurvige Bergstrecken versetzen den ambitionierten Fahrer in einen wahren Rauschzustand. Das Fahrwerk neigt sich nur leicht zur Seite und lediglich wellige Kurvenkombinationen lassen eine kleine Schwäche aufkommen. Hier federt der Allgäuer zu stark über die Hinterachse ein und gerät etwas ins Schaukeln. Auf der Autobahn spürt man zwar an jeder Querfuge, wie genau die Straßenarbeiter ihren Dienst verrichtet haben, aber unbequem ist das straffe Fahrwerk keinesfalls. Auch längere Strecken lassen sich mit ausreichend Komfort absolvieren.
Dezentes Styling
Der optische Auftritt unseres B3 ist weitaus diskreter als der des BMW M3. 19-Zöller im klassischen Alpina-Strahlendesign, eine größere Frontschürze, ein kleiner Heckspoiler auf dem Kofferraumdeckel und die vierflutige Auspuffanlage können angesichts der gebotenen Leistung zweifellos als Understatemment bezeichnet werden. Sein wahres Ich kann der Buchloer spätestens nicht mehr verbergen, wenn die vier Endrohre zum Halali blasen. Hier haben die Allgäuer genau die richtige Mischung aus "nicht zu überhören und kernig" sowie "unaufdringlich dezent" gefunden. Besonders beim Anlassen stellt einem das tiefe Brummen die Nackenhaare auf und lässt fast schon einen Achtzylinder unter der Haube vermuten.
Holz ist nicht jedermanns Geschmack
Die Alpina-Modifikationen im Innenraum halten sich ebenfalls in Grenzen. Neben dem Lederlenkrad stammen auch die gut zupackenden Ledersitze, die Einstiegsleisten, andere Ziffernblätter an den Instrumenten und ein Typenschild mit der Modellnummer aus dem Allgäu. Das in unserem Testwagen verbaute serienmäßige Holzdekor wirkt recht bieder und passt nicht unbedingt in ein Fahrzeug mit Sportwagen-Genen. Auf Wunsch können jedoch alle erhältlichen Dekore aus dem BMW-Programm geordert werden.
Lohnenswerte Alternative
Der BMW Alpina B3 Biturbo kostet als Limousine in der Grundversion 57.900 Euro. BMW verlangt für das Basismodell 335i zwar mit 43.640 Euro fast 14.000 Euro weniger, dafür bekommt man aber im Alpina unter anderem eine serienmäßige Lederausstattung, eine Klimaautomatik, ein Sportautomatikgetriebe, eine Edelholzausstattung, Bi-Xenon-Scheinwerfer und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Stattet man einen 335i mit ähnlichen Extras aus, liegt der Preis nahe bei 50.000 Euro. Dafür bekommt man aber weder 360 PS noch die beeindruckenden Fahrleistungen, die auf dem Niveau des mindestens 68.550 Euro teuren BMW M3 liegen.
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Halbe Raten für die 6 neuen Familienmodelle: z.B. der neue Renault Clio Grandtour ab 44,- |
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Fotos, News, Tests, Videos und mehr zur Lieblingsmarke:
· Porsche · BMW · Volkswagen |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.49 | 1.519 | 1.519 | 1.607 |
| Günstigster Preis | 1.432 | 1.435 | 1.435 | 1.494 |