Schicke Sport-Silhouette
Das Design des Minivans ist gelungen. Der Mazda 5 wirkt frisch, hochwertig und gefällt mit harmonischen Proportionen. In der Seitenansicht bietet er mit aufsteigender Schulterlinie und nach hinten abfallender Dachlinie die im Van-Segment derzeit angesagte Sport-Silhouette. Geschickt nehmen die Führungsschienen der Schiebetüren dabei die aufsteigende Schulterlinie auf. Sie enden am unteren Rand der langen, schmalen Heckleuchten, die wiederum die weit nach oben öffnende Heckklappe seitlich einrahmen.
Hohe Variabilität und reichlich Platz
Hinter der Kofferraumklappe blickt man auf eine Sitzlandschaft, die zahlreiche Möglichkeiten zur Umgestaltung bietet. Um alle Klapp- und Schiebeoptionen zu kennen, war die Einweisung eines Mazda-Mitarbeiters hilfreich, da sich nicht alles von selbst erklärt. Doch nur wenige Hinweise und man kann das virtuose Stuhl-Ensemble leicht zwischen der sieben- und der einsitzigen Konfiguration variieren. Und hierbei muss keiner der Sitze ausgebaut werden. Der Kofferraum variiert dabei zwischen 112 bis maximal 1.566 Liter (als Fünfsitzer 538 bis 1.678 Liter). Das ist ein guter, jedoch im Minivan-Segment keineswegs überragender Wert. Etwas störend ist zudem der zwar ebene, jedoch zerklüftete Kofferraumboden. Und Clever-Lösungen zur Fixierung von Ladegut wie zum Beispiel das FlexOrganizer-Paket von Opel gibt es für den Mazda 5 nicht.
Praktische Schiebetüren
Besonders pfiffig und ein Alleinstellungsmerkmal in seinem Segment sind die beiden Schiebetüren im Mazda 5. Sie vereinfachen das seitliche Beladen in engen Parklücken. Außerdem ermöglicht die große Öffnung einen besseren Zustieg zur dritten Reihe. Doch müssen Erwachsene schon etwas gelenkig und nicht allzu groß sein, um dort zu sitzen. Für größere Fondpassagiere empfehlen sich eher die äußeren Sitze der zweiten Reihe. Vom mittleren, wahlweise auch als Armlehne oder Ablagetablett nutzbaren Notsitz, kann man dies nicht behaupten. Immerhin bietet dieser, wie alle anderen Sitze auch, einen Dreipunktgurt und eine höhenverstellbare Kopfstütze.
Attraktiv, wenn auch nicht edel
Über gute Platzverhältnisse und zahlreiche Einstellmöglichkeiten können sich die vorderen Passagiere freuen. Das moderne, sportlich-kühle Cockpit wirkt sauber verarbeitet, obwohl etwas zu viel Hartplastik zum Einsatz kommt. Ein haptisches Edel-Finish mit unterschäumten Oberflächen gibt es nicht. Außerdem wirkt der Innenraum nicht ganz so großzügig geschnitten wie beispielsweise im neuen Zafira. Doch wirklich eng geht es nur bei der Pedalerie zu, für die sich schon fast das Tragen schmaler Formel-1-Schühchen empfiehlt. Vielleicht hilft dies ja auch dabei, den Mini-Van besonders flott zu bewegen.
Zwei Benzin- und zwei Diesel-Varianten
Zur Wahl stehen dafür antriebsseitig zwei Benzin- und ein Dieselmotor, letzterer in zwei Leistungsstufen. Der Einstiegsbenziner mit 1,8 Litern Hubraum leistet 115 PS und sorgt bereits für einen befriedigenden Vortrieb. Zwar fehlt im Vergleich zum 143-PS-Diesel und 145-PS-Benziner etwas Druck aus dem Drehzahlkeller, dafür ist er aber drehfreudig und spritzig, tourt locker und sanft in den Drehzahlbegrenzer bis 7.000 Umdrehungen. Für den 100-km/h-Sprint werden 11,4 Sekunden benötigt, der Vortrieb endet bei 182 km/h. Der Vierzylinder genehmigt sich dabei im Durchschnitt 7,9 Liter Benzin, was weder betont sparsam noch durstig ist. Etwas weniger Sprit brauchen die Dieselmotoren, die mit je 6,3 Liter auf 100 Kilometern aber auch keine Supersparer sind.
Kleiner Benziner am empfehlenswertesten
Angesichts des eher verhaltenen Sparpotenzials des Diesels empfiehlt sich der Einstiegsbenziner als das attraktivste Aggregat. Zum einen sind da die niedrigeren Anschaffungs- und Unterhaltskosten und zum zweiten sorgen die 140 Kilogramm weniger Gewicht für spürbare Vorteile in Sachen Fahrdynamik. Im Mazda 5 1.8 l reagiert die Lenkung deutlich neutraler, erfreut mit zielgenauem und spontanem Einlenkverhalten und kann somit auch halbwegs sportlichen Ansprüchen gerecht werden. Die schweren Diesel-Varianten neigen früher zum Untersteuern, wirken insgesamt etwas unhandlicher und nervöser in der Lenkung. Doch ein Sportvan ist der 5 selbst mit dem Einstiegsbenziner nicht. So neigt er sich in flott gefahrenen Biegungen stets spürbar zur Seite, ohne jedoch große Unsicherheiten aufkommen zu lassen. Selbst im Untersteuern ist er noch gut beherrschbar. Das serienmäßige DSC fängt den auszubrechenden 5 übrigens erstaunlich spät ein.
Multimedia für viel Geld
Unterm Strich ist der 5 kein absoluter Spielverderber für sportlich orientiertes Fahren. Doch handelt es sich eigentlich mehr um einen Langstreckler für die Großfamilie. Für diesen Einsatzort bietet Mazda außerdem attraktive Zusatzausstattungen wie das Entertainment-Paket mit Sieben-Zoll-Farbbildschirm in der Dachmitte, DVD-Spieler und einer 20-Gigabyte-Festplatte für 3.000 MP3-Files. Wer einmal die 20 GB mit Musik gefüllt hat, braucht nie wieder eine CD zu wechseln, die sich in den immerhin 45 Staufächern bestens unterbringen lassen würden. Das Fondkino hält vor allem Kinder auch auf längeren Strecken ruhig. Eigentlich ein tolle Sache. Doch sind die 2.800 Euro für diese zugegeben attraktive Sonderausstattung zu teuer. Der Zubehör-Handel bietet vielleicht nicht so schick integrierte, doch dafür preiswertere Lösungen.
Online-Scheckheft
Eine wirklich tolle und bislang einzigartige Innovation beim Mazda 5 ist das digitale Scheckheft. Die Servicedaten aus den Werkstattbesuchen werden bei diesem System online auf einem zentralen Computer gespeichert. Der Kunde erhält nach erfolgter Inspektion keinen Stempel mehr in sein Scheckheft, sondern einen Computerausdruck. Tachofälscher sollen so laut Mazda keine Chance mehr haben. Sofern zumindest die im Zentralrechner gespeicherten Daten einen höheren Kilometerstand als auf dem Tacho aufweisen, wäre eine Manipulation nachweisbar.
|
|
|
Mazda 6 Sport Kombi
Nun ist die Palette des neuen Mazda 6 komplett. Nach der Stufenheckversion, die bereits im November vergangenen Jahres präsentiert wurde, kommt nun der Sport Kombi hinzu. |
|
Mazda 6
Der neue Mazda 6 ist länger, breiter, höher, aber auch emotionaler und sportlicher als sein Vorgänger. Ab den 16. Februar 2008 wird er ab 22.400€ zu kaufen sein. |
|
Mazda 5
Mazda hat den siebensitzigen Mazda 5 überarbeitet. Neben der aufgefrischten Optik bekommt er verbauchsoptimierte Motoren und eine Fünfstufen-Autmatik |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittspreis | 1.326 | 1.409 | 1.41 | 1.491 |
| Günstigster Preis | 1.289 | 1.366 | 1.366 | 1.426 |