Peugeot 307 CC HDi FAP: Offen, stark und sauber

Schönheitskur für den Peugeot 307: Kompaktlimousine, Kombi, SW und das Coupé-Cabrio CC erhalten jetzt eine Front im Stil des großen Bruders 407. Neben Feinschliff im Detail wurde auch die Motorenpalette ausgebaut. Besonders interessant ist der 307 CC Sport HDi FAP 135 - mit vier Sitzen, Dieselmotor und Rußpartikelfilter.

Löwenmaul aufgerissen

Weit ziehen sich die mandelförmigen Scheinwerfer in die Kotflügel. Dazwischen reißt der 307 seinen Schlund auf. Je nach Modellvariante mildern punktförmige Nebelscheinwerfer mit Chromrand und vier glänzende Querstreben etwas die aggressive Optik. Die neue Front ist einige Millimeter kürzer als beim Vorgänger, trotzdem bietet sie Fußgängern bei einem Unfall mehr Schutz. Am Heck gibt sich der renovierte 307 mit Leuchten im LED-Design zu erkennen. Doch einzig das Coupé-Cabrio besitzt diese Technik, die mit mehr Leuchtkraft, einem schnelleren Ansprechverhalten und einer längeren Lebensdauer brilliert.

Ein Hauch von Luxus

Innen gibt sich der Testwagen, ein 307 CC Sport, elegant. Die Volllederausstattung (1.800 Euro) kleidet auch den Armaturenträger und die Türverkleidungen ein. Dieses Luxusextra ist bei der Kompaktlimousine in der neuen Topvariante 307 Platinum (ab 24.950 Euro) sogar serienmäßig. Unter der Haube steckt dann der erstmals im 307 angebotene 2,0-Liter-Vierzylinder mit 177 PS (130 kW). Alternativ gibt es einen 2,0-Liter-Turbodiesel mit 136 PS (100 kW) und serienmäßigem Rußpartikelfilter, der die Euro 4-Norm erreicht. Das gleiche Aggregat hält auch im neuen 307 CC Einzug. Die deutschen Motorjournalisten konnten diese neue Variante nun erstmals in Frankreich auf den Straßen rund um Dijon testen.

Gelungenes Duo

Dieselmotor und Cabrio - in der Vergangenheit keine gute Kombination. Das Nageln der Selbstzünder und die Russfahne passten nicht zur Idee des unbeschwerten Open-Air-Vergnügens. Dank FAP-Filtersystem und guter Geräuschdämmung kennt der Peugeot diese Probleme nicht. Offen gibt sich der Antrieb nur zu erkennen, wenn an der roten Ampel eine Mauer das dezente Tickern des Common-Rail-Aggregats zurück wirft. Unterwegs ist das Motorenkonzept nur am Drehzahlmesser zu erkennen, der knapp unter 5.000 Umdrehungen mit dem roten Bereich zum Schalten mahnt.

Kraft und Kultur

Unverkennbar Turbodiesel: bärenstarke 320 Newtonmeter Drehmoment (2.000 U/min). Beim Zwischenspurt sind kurzfristig sogar 340 Nm abrufbar. Damit sprintet das Cabrio in gut zehn Sekunden von null auf 100 km/h auf Tempo 100. Auf der Autobahn werden es maximal 208 km/h. Richtig beeindruckend ist der Antritt auf der Landstraße. Selbst der Benziner mit 177 PS hat da alle Mühe, zu folgen. Straff und verbindlich agiert das mit 17-Zöllern bestückte Fahrwerk, die elektrohydraulische Lenkung ist angenehm direkt. Zur Fahrdynamik trägt auch das überarbeitete Stabilitätsprogramm ESP 8.0 von Bosch bei, das im Grenzbereich feinfühliger und etwas später eingreift. Alle 307 verfügen nun über aktive Kopfstützen, Notbremsassistent, Window-Airbags, verbesserte Seitenairbags und eine Sitzbelegungserkennung für den Beifahrersitz. Sitzt dort jemand unangeschnallt, nervt ein Piepton. Beim 307 CC schützen zudem Bügel, die im Fall eines Überschlags mit den hinteren Kopfstützen empor schnellen.

Mehr Sicherheit

Peugeot bietet den 307 CC HDi FAP 135 in den Ausstattungsversionen Tendance (27.200 Euro) und Sport an (29.900 Euro). Das getestete Topmodell Sport verfügt neben der Klimaautomatik des Tendance auch über elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine Alarmanlage, 5-fach CD-Wechsler, beheizbare Sitze, eine Reifendruckkontrolle, Sportsitze mit Leder-Stoff-Bezug und 17-Zoll-Alufelgen. Beim Testwagen kommen die Leder-Komplettausstattung (1.800 Euro), ein Navigationssystem mit 7-Zoll-Farbdisplay (2.000 Euro), Xenon-Scheinwerfer (800 Euro) und die Metallic-Lackierung (420 Euro) als Extra hinzu.

Fazit: Optisch gereift und sicherheitstechnisch optimiert geht der Peugeot 307 in die zweite Hälfte seines Autolebens. Eine besonders reizvolle Variante ist der 307 CC HDi FAP 135. Er vermittelt kultivierten Fahrspaß, nur beim Kraftstoffkonsum tritt er mit Werten zwischen fünf und sieben Litern auf die Bremse.

mototype.de, Holger Schilp

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