Donnerstag August 25
Alfa RomeoBei Alfa Romeo hat man das Erbe des ehemaligen Designers Walter de Silva, der inzwischen bei Audi und Seat als oberster Gestalter tätig ist, gekonnt weitergeführt. Sowohl der Alfa 159, der parallel zur IAA auf den Markt kommt, als auch der 159 Sport Wagon, der erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird, zeichnen sich durch jene Mischung aus Sportlichkeit, Stil und Eleganz aus, wie sie manchmal eben nur Alfa gelingt. Die schönen Italiener sind mit wahlweise drei Benzinmotoren und drei Dieseltriebwerken mit einem Leistungsspektrum von 88 kW/120 PS bis 191 kW/260 PS zu haben.
Audi
Mit seiner wichtigsten IAA-Neuheit, dem Q7, betritt der Ingolstädter Automobilhersteller Audi etwas verspätet das Segment der luxuriösen SUV. Das 5,09 Meter lange und fast zwei Meter breite Fahrzeug, das gemeinsam mit dem VW Touareg und dem Porsche Cayenne in der Slowakei gebaut wird, ist ein wahrer Raumriese, der insbesondere mit der neuen Mercedes R-Klasse um die Gunst der Käufer konkurriert. Der Q7 bietet bei drei Metern Radstand bis zu sieben Sitzen in drei Reihen Raum und kann bei einer Konfiguration mit fünf Sitzen mit enormen 775 Litern Kofferraum aufwarten. Trotz des Quattro-Allradantriebs ist das SUV wegen fehlender Getriebereduktion fürs Gelände aber gar nicht gedacht. Zum Marktstart Anfang 2006 stehen ein V8-Benziner und als sicherlich vernünftigere Wahl ein Sechszylinder-Diesel zur Wahl; die Preise beginnen bei 48 900 Euro. Außerdem soll ein Hybridantrieb die Verkaufschancen des Fahrzeugs in den USA erhöhen.
In Frankfurt zeigt sich außerdem die gesamte Audi-Modellpalette aus einem Guss: Auch der A3 Dreitürer besitzt nun das Familiengesicht mit großem Chromgrill. Gleiches gilt für das Audi A4 Cabrio, das sich erfrischenderweise dem allgemeinen Stahldach-Trend entzieht und weiterhin ein traditionelles Stoffdach besitzt.
Bentley
Unter dem traditionsreichen Namen "Azure" stellt Bentley das neue Cabrio vor, das noch im Frühjahr als "Arnage Drophead Coupé" auf verschiedenen Messen gezeigt wurde und bereits Anfang 2006 auf den Markt kommen soll. Der Viersitzer basiert auf der Arnage-Limousine und teilt sich mit ihr die gesamte Fahrzeugfront. Der Antrieb mit dem 6,75-Liter-Biturbo-V8-Motor mit 336 kW/450 PS und 875 Nm Drehmoment stammt ebenfalls aus dem Arnage. Heckpartie und Innenraum sind dagegen komplett neu. Das Stoffverdeck öffnet und schließt in weniger als 30 Sekunden. Das Cabrio ist bereits die vierte Modellreihe, die von der VW-Tochter im Zeitraum von vier Jahren auf den Markt gebracht wird.
Sportliche Familienväter umringen am BMW-Stand den neuen 3er Touring, der parallel zur Messe zu den deutschen Händlern kommt. Der Mittelklasse-Kombi hat in der neuen Modellgeneration in allen Abmessungen zugelegt und ist praktischer geworden, versteht sich aber weiterhin vor allem als Lifestyle-Kombi mit hohem Fahrspaß-Faktor. Die Preisliste startet bei 29 150 Euro für den BMW 320i mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor und 110 kW/150 PS.
Sportliche Singles dagegen schenken zwar auch dem BMW 3er Touring ihre Aufmerksamkeit, aber erst nachdem sie das neue Topmodell des BMW 1er unter die Lupe genommen haben. Der BMW 130i mit einem 195 kW/265 PS starken Reihensechszylinder bildet künftig noch vor dem neuen Golf R32 die sportliche Spitze in der Kompaktklasse. Der Motor beschleunigt den äußerlich bescheiden auftretenden Hecktriebler in 6,2 Sekunden von null auf 100 km/h und treibt ihn bis zur abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Mindestens 32 500 Euro verlangt BMW für den Fünftürer.
Mehr Licht ins Dunkel bringen die Münchner auf der IAA auch bei ihren Van-Plänen: Das so genannte raumfunktionale Konzept stellt sich in einer ersten Studie vor, schon allein um den auf der IAA debütierenden Hauptwettbewerbern Mercedes R-Klasse und Audi Q7 etwas entgegensetzen zu können. Auch beim Hybridantrieb wollen die Bayern den Anschluss nicht verpassen, setzen aber anders als Toyota nicht auf ein Vollhybrid-System, sondern auf Hochleistungskondensatoren, die den Verbrennungsmotor kurzzeitig bei der Beschleunigung unterstützen.
Daneben zeigt der Automobilhersteller den 3er, 5er und 7er mit neuen Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren sowie das Nachtsichtsystem "Night Vision" im 7er, das mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera einen Bereich von 300 Metern vor dem Fahrzeug erfasst. Bei 100 km/h soll der Fahrer damit fünf Sekunden früher auf Personen, Objekte oder Hindernisse aufmerksam gemacht werden als mit eingeschaltetem Fernlicht.
Cadillac
Mit dem neuen BLS nimmt Cadillac nun den europäischen Markt ernsthaft ins Visier. Die markant gestylte Stufenheck-Limousine der Mittelklasse wird bei Saab in Trollhättan gebaut und basiert auf der aktuellen Opel-Vectra-/Saab-9-3-Plattform. Dementsprechend werden entgegen der Cadillac-Gepflogenheit beim BLS die vorderen Räder angetrieben. Das kleinste Modell der Marke, das im Frühjahr 2006 startet, soll zugleich zum wichtigsten Fahrzeug der Amerikaner in Europa werden. Folgerichtig bekommt der BLS als erster Cadillac einen Dieselmotor: Das 1,9-Liter-Vierzylinder-Triebwerk ist bereits von verschiedenen Opel-Modellen bekannt und soll im Cadillac rund 180 PS leisten.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.535 | 1.575 | 1.575 | 1.671 |
| Günstigster Preis | 1.498 | 1.519 | 1.519 | 1.579 |