Schicker Innenraum
Ein attraktiver Material- und Farbmix sorgt innen für ein modernes und ansprechendes Ambiente. Die Kunststoffoberflächen sind jedoch hart und könnten zumindest haptisch etwas mehr Wertigkeit vermitteln. Doch insgesamt hinterlässt das Interieur einen wohnlichen und modernen Eindruck. Vor allem die schicken, zweifarbigen Stoffbezüge hat man in dieser Ausführung im Kleinwagen-Segment noch nicht bewundern dürfen. Die vorderen Sitze wirken auf den ersten Blick zudem gut konturiert, bieten jedoch den Oberschenkeln in schnellen Kurven nur mäßigen Seitenhalt. Die Suche nach Ablagemöglichkeiten gestaltet sich erstaunlich kurz: Statt einer verspielten Fächer-Orgie herrscht im Grande Punto Sachlichkeit. Dafür ist im übersichtlichen Innenraum alles am gewohnten Platz und einfach zu bedienen.
Kein Dynamiker ...
Im Fahrbetrieb vermittelt der Grande Punto nicht die Größe und Dynamik, die er zumindest optisch rüberbringt. Der 1,4-Liter-Benziner wirkt insgesamt etwas zugeschnürt. Mit 77 PS und 115 Newtonmetern Drehmoment kann man angesichts der 1,1 Tonnen Fahrgewicht zwar keine Wunder in Sachen Vortrieb erwarten. Doch mit etwas mehr Druck könnte es schon vorangehen. Immerhin: Jenseits von 4.500 Touren wird der Vierzylinder halbwegs munter, klingt jedoch spätestens ab 6.000 Umdrehungen recht gequält. 13,2 Sekunden vergehen beim 100-km/h-Sprint, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 165 km/h. Und das ist nahezu identisch mit den Fahrleistungen gleich motorisierter Konkurrenten wie dem Renault Clio, dem Citroën C3 oder dem Seat Ibiza, die ebenfalls für den 100-km/h-Sprint zwischen 13 und 14 Sekunden benötigen.
... und kein Säufer
Obwohl der Grande Punto 1.4 8V eher verhalten als spritzig wirkt: Seinen Mitbewerbern fährt er also nicht hinterher. Und außerdem verspricht Fiat einen halbwegs sorgsamen Umgang mit den Weltölreserven. Der durchschnittliche Verbrauch soll bei 6,1 Liter Benzin liegen. In der Praxis dürfte dieser Wert jedoch ein bis zwei Liter höher liegen.
Komfortabel aber nicht sportlich
Nicht ganz überzeugen kann die sehr leichtgängige Servolenkung des Grand Punto. Hier wünscht man sich mehr Genauigkeit um die Mittellage und ein stärkeres Verhärten bei hoher Geschwindigkeit. Doch ist die von uns gefahrene Version eben kein sportlich abgestimmtes Auto. Das vermittelt auch das Fahrwerk: Zwar ist der Komfort ordentlich, doch neigt sich dafür die Karosserie in schnellen Kurven spürbar zur Seite. Eine etwas besser dosierbare Bremse wäre außerdem wünschenswert. Auf leichtes Antippen reagierte sie zuweilen recht bissig. Obwohl nicht sonderlich gut dosierbar, können die ABS-Stopper dafür ordentlich zupacken.
Ab 10.990 Euro
Für den Einstieg in die neue Punto-Welt muss man mindestens 10.990 Euro zahlen. Dafür bekommt man den Dreitürer 1.2 8V mit 65 PS in der Ausstattung Active. Mit der etwas stärkeren Motorisierung 1.4 8V muss man für den Fünftürer 12.090 Euro zahlen. Die Basisversion Active ist mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fensterairbags, Zentralverriegelung ohne Fernbedienung, elektrischen Fensterhebern vorn und axial sowie vertikal verstellbarem Lenkrad ausgestattet. Die Rückbank in der Active-Version ist nur im Ganzen umklappbar. Dafür hat der neue Punto aber Kopfstützen auf allen fünf Sitzplätzen und die Außenspiegel sind serienmäßig elektrisch einstellbar. ESP ist gegen 500 Euro Aufpreis zu haben.
Preislich gut aufgestellt
Angesichts von Ausstattung und Größe ist der Grande Punto preislich gut aufgestellt. Konkurrenten wie der Honda Jazz oder der neue Renault Clio sind mit etwa gleichen Motoren auch für den gleichen Preis zu haben. Eine etwas günstigere Alternative sind der Skoda Fabia und der Mitsubishi Colt. Sie kosten rund 1.000 Euro weniger, dafür sind diese zwei aber auch etwas kleiner. Für den Grande Punto spricht außerdem seine besonders günstige Versicherungseinstufung und sein hervorragendes Fünf-Sterne-Ergebnis beim EuroNCAP-Crashtest.
Attraktive Ausstattungspakete
Für den Grande Punto bietet Fiat attraktive Ausstattungspakete: Die 1.300 Euro teurere Version Dynamic beinhaltet zusätzlich Seitenairbags vorn, eine Klimaanlage, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, eine asymmetrisch umklappbare Rücksitzbank, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und eine Radiovorbereitung. Bei der Version Emotion kommen eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, CD-Radio mit Lenkradbedienung, Fahrersitz mit elektrischer Lordosenstütze, 15-Zoll-Alufelgen und Nebelscheinwerfer hinzu. In der Version Sport sind auch ein ESP mit Bremsassistent und Anfahrhilfe am Berg, ein Sportfahrwerk, 17-Zoll-Alufelgen, Seitenschürzen, ein in Wagenfarbe lackierter Spoiler und ein CD-Radio mit MP3-Unterstützung an Bord.
Zunächst sechs Motorisierungen
Zwei Benziner und vier Multijet-Diesel stehen zur Wahl. Neben dem 1,4-Liter-Benziner gibt es einen 65 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder. Beide werden mit Fünfgang-Getrieben gekoppelt. Neben dem bewährten 1,3-Liter-Diesel, der leicht überarbeitet jetzt 75 PS leistet, gibt es eine neue 90-PS-Variante mit Turbolader und variabler Geometrie. Größer und stärker sind zwei 1,9-Liter-Diesel mit 120 und 130 PS. Beide Triebwerke übertragen ihre Kraft über ein Sechsgang-Getriebe auf die Vorderräder. Ein Rußpartikelfilter wird erst ab Mai 2006 angeboten dies gilt für alle Dieselmotoren. Der günstigste Diesel mit 75 PS kostet 12.690 Euro, der 130 PS starke Topdiesel 17.850 Euro.
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Fiat Linea - Video
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Fiat Linea
Der Fiat Linea ist der Neu mit Stufenheck in der Flotte der Italiener. Ende Juni wird er erhältlich sein. |
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Fiat Ducato
Der Fiat Ducato ist Klassenbester bei den leichten Lastkraftwagen mit Frontantrieb. |
| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.534 | 1.583 | 1.583 | 1.682 |
| Günstigster Preis | 1.494 | 1.544 | 1.544 | 1.602 |