Starker Vortrieb, doch kurzes Drehzahlband
Und hier ist ein wesentlicher Nachteil des agilen Dieselboliden: Zwar gibt es viel Druck von unten, doch wer Gänge gerne lange ausfahren will, ärgert sich über das kurze Drehzahlband. Ehe man sich versieht, muss man im manuellen Handschaltgetriebe die nächsthöhere Gangstufe eingelegen. Alternativ kann man gegen 2.000 Euro Aufpreis die sechsstufige, automatisch schaltende Multitronic ordern. Doch auch mit manuellem Schaltgetriebe kann man auf kurvigen Landstraßen zugleich schaltfaul und zügig unterwegs sein. Besonders gut aufgehoben ist man im dritten Gang. Von unten heraus ist eigentlich immer ausreichend Schub vorhanden und wer den Gang voll ausdreht, bewegt sich unversehens jenseits der Legalität. Und auch für
flotte Autobahnetappen eignet sich der durchzugsstarke Diesel vorzüglich. Für den 100-km/h-Sprint braucht das 1,8 Tonnen schwere Cabriolet nur 7,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit gibt Audi mit 242 km/h an.
Kein betont sparsamer Diesel
Vor allem wer viele Kilometer schnell und spritsparend abreißen will, ist mit dem großen Diesel gut bedient. Der Verbrauch liegt laut Audi jedoch bei durchschnittlich acht Litern. Wer es besonders eilig hat, muss gar einen Dieselkonsum im unteren zweistelligen Bereich hinnehmen. Zum Vergleich: Das CLK 320 CDI Cabriolet und der BMW 330Cd verbrauchen mit etwas weniger PS und schlechteren Fahrleistungen 7,5 respektive 7,0 Liter. Ein wesentlicher Grund für den Mehrverbrauch des Audis liegt übrigens an seinem permanenten Allradantrieb.
Allrad muss sein
Das stärkste Diesel-Cabrio der Welt gibt es nämlich ausschließlich mit Quattroantrieb. Der A4 mit dem 3.0 TDI hätte als Fronttriebler einfach zu große Probleme, das hohe Drehmoment sauber auf die Straße zu bringen. Damit ist der starke Diesel zwar teurer und durstiger, dafür sorgt der Allradantrieb für viel Fahrspaß und Sicherheit: Selbst wer mit Vollgas aus Kurven herausbeschleunigt, braucht nicht beide Hände am Volant. Statt an der Lenkung zerrende Antriebsräder oder einer häufig ausbremsenden Traktionskontrolle gibt es eben Vortrieb satt. Dank der direkten und bei höherer Geschwindigkeit angenehm verhärtenden Lenkung lässt sich so der offene Diesel-A4 lustvoll durch Kurven scheuchen. In schnell gefahrenen Kurven schiebt das Allrad-Cabrio gut beherrschbar über die Vorderräder.
Einen besonders guten Eindruck hat auch das neu abgestimmte Fahrwerk hinterlassen. Es bietet einen herausragenden Kompromiss aus Komfort und Sportlichkeit. Dank der neuen Feder-Dämpfer-Abstimmung und neuer Gummielemente ist vor allem der Komfort der sehr verwindungssteifen Karosserie auf Top-Niveau.
Nicht teurer als die Konkurrenz
Es versteht sich von selbst, dass die üppige Kraft und die aufwendige Antriebstechnik ihren Preis haben. Während die Einstiegsversion 1.8 T nur 33.900 Euro kostet, muss man für den 3.0 TDI fast 10.000 Euro mehr investieren. Für 43.400 Euro bekommt dafür viel Leistung und außerdem eine umfangreiche Sicherheits- und Komfortausstattung. Höhepunkte sind das vollautomatische Verdeck, die Klimaautomatik, und die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Viele wünschenswerte Extras sind jedoch wie bei Audi üblich aufpreispflichtig. So kann das A4 Cabriolet 3.0 TDI mit Traumausstattung locker auch über 50.000 Euro kosten. Die einzigen vergleichbaren Konkurrenten sind übrigens die genannten Diesel-Modelle BMW 330 Cd und Mercedes CLK 320 CDI. Der heckgetriebene Münchener kostet 42.650 Euro, der Schwabe sogar satte 48.488 Euro. Insofern ist das A4 Cabriolet 3.0 TDI durchaus gut aufgestellt. Außerdem verfügt der offene Ingolstädter als Einziger über einen serienmäßigen Rußpartikelfilter.
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| Diesel | Benzin | Super | Super+ | |
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| Durchschnittspreis | 1.396 | 1.495 | 1.495 | 1.583 |
| Günstigster Preis | 1.339 | 1.429 | 1.429 | 1.489 |