Mit dem neuen Grand Vitara hat es Suzuki geschafft, den bisher etwas altbackenen Allradler dem heutigen Chic anzupassen, ohne im Einheitsbrei unterzugehen. Die Linienführung ist kantig und eckig, wirkt aber dennoch nicht klobig. In Länge und Breite kräftig gewachsen und mit größerem Radstand versehen, streckt er die Nase jetzt ein gutes Stück weiter nach vorn als die Konkurrenz.
Auch im Inneren präsentiert sich der kernige Japaner schlicht und elegant. Keine unnötigen Schnörkel, kein übertriebener Protz. Die Verarbeitung ist recht gut, nichts knarzt oder quietscht. Beim Fünftürer finden fünf Passagiere ausreichend Platz und fast 400 Liter Stauraum sollten reichen. Beim Dreitürer beschränkt sich die Sitzplatzanzahl auf vier. Wobei die Gäste in der zweiten Reihe nicht wirklich gemütlich sitzen und Schwierigkeiten haben dürften, ihre Füße unter zu bekommen.
Bei der Wahl des richtigen Motors muss der Kunde wohl auf 2006 warten. Dann ergänzt Suzuki die Motorenpalette aus einem 1,6- und einem Zweiliter-Benziner um einen 1,9-Liter-Diesel. Angesichts der Fahrleistungen und des objektiven Fahreindrucks des Zweiliter-Aggregats bleibt zu hoffen, dass der Selbstzünder mehr Laune macht und einen besseren Durchzug hat.
Die ungeahnte Stärke unseres Probanden offenbart sich im Gelände. Der permanente Allradantrieb in Kombination mit dem sperrbaren Mittendifferenzial und der Geländereduzierung machen auch härtere Offroadeinsätze richtig Laune. Trotzdem sollte dem Grand Vitara kein Extremeinsatz zugemutet werden, wie ihn ein Land Rover Defender meistern würde. Die Schande, sich aus dem schlammigen Unterholz am Hang schleppen zu lassen, dürfte dem Piloten noch lange nachhängen.
Freitag November 18
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