Flott in Schwung gebracht
Die erfreulichen Zahlen bei Leistung und Drehmoment fühlt man auch in der Praxis: Der Diesel bringt das Auto flott in Schwung. Dabei bleibt der Verbrauch mit 6,0 Litern auf 100 Kilometer im Rahmen. Gut mit unserem Testwagen vergleichen lässt sich das Renault Mégane Coupé-Cabriolet, das mit einem 130-PS-Diesel angeboten wird. Damit sprintet der Klappdach-Renault in 9,6 Sekunden auf Tempo 100, ist also noch eine Spur schneller. Auch beim Verbrauch ist der Mégane überlegen, wenn auch nur um 0,2 Liter. In puncto Umweltfreundlichkeit liegen beide Autos gleichauf: Beide verfügen über einen Partikelfilter und erfüllen die Euro-4-Abgasnorm.
Komfortabel ausgelegtes Fahrwerk
Das Fahrwerk des 307 CC ist deutlich komfortabler ausgelegt als etwa beim kleinen Bruder. So fährt er sich auch nicht so unruhig wie der 206 CC HDi FAP 110. Die Kehrseite der Medaille ist: Das größere Coupé-Cabrio fühlt sich auch nicht so sportlich und roadsterartig an wie das kleine dafür wirkt es erwachsener.
Exzellente Sitze
In der Dieselvariante ist ein Sechsgang-Getriebe Serie, das keinen Anlass zu Beanstandungen gibt es lässt sich problemlos schalten. Der Alu-Schaltknauf allerdings, der in allen Versionen zum Standard gehört, ist im Winter unangenehm: Wer keine Garage hat, sollte an Handschuhe denken. Die Vordersitze des 307 CC sind exzellent sie bieten hervorragenden Seitenhalt, ohne einzuengen.
Eingeschränkter Sitzkomfort hinten
Und im Fond? Der 307 CC ist ein Viersitzer, und zwar ein echter. Theoretisch zählt der 206 CC ebenfalls zu dieser Gattung, aber in der Praxis haben selbst Kinder nur dann Raum, wenn die vorn Sitzenden sich platzmäßig einschränken. Beim größeren 307 CC ist der Sitzkomfort im Fond zwar auch nicht üppig in einem durchschnittlichen Kleinwagen sitzt man besser. Doch finden Erwachsene genug Platz für ihre Knie, ohne sich allzu stark verbiegen zu müssen. Ist das Verdeck geschlossen, stößt der Kopf eines mittelgroßen Fondinsassen allerdings ans Heckfenster.
Großer Kofferraum
Der Kofferraum fasst 204 bis 350 Liter gute Werte für ein Cabrio. Wie üblich bei Frischluftautos bezieht sich der erste Wert auf das geöffnete Dach, der zweite auf den geschlossenen Zustand. Zwei Handgepäck-Trolleys passen in jedem Fall hinein. Zum Vergleich: Das Renault Mégane Coupé-Cabrio kann 190 bis 490 Liter einladen, ist also bei geschlossenem Dach etwas besser. Aber 350 Liter sind so viel, wie in einen VW Golf passen, wenn man die Fondlehne nicht umlegt. Alltagstauglich ist der 307 CC also. Das Metalldach lässt auch an der Wintertauglichkeit keinen Zweifel. Nur zu viert in den Sommerurlaub fahren wird man wohl kaum mit dem CC. Für Familien kann das Cabrio also wohl nur ein Zweitauto sein.
Ab 23.300 Euro
Den 307 CC gibt es ab 23.500 Euro. Das für diesen Preis erhältliche Einstiegsmodell hat einen 109-PS-Benziner und die Ausstattung Filou. Den von uns gefahrenen HDi gibt es erst ab der Ausstattung Tendance. So beginnen die Preise hier bei 27.400 Euro; die Topversion Sport kostet 29.900 Euro. Doch schon die Tendance-Ausstattung ist vollständig ausgestattet. Zur Serienausrüstung gehören vier Airbags, ABS und ESP. Darüber hinaus sind ein CD-Radio, elektrisch einstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum und eine Zweizonen-Klimaautomatik an Bord. Außerdem rollt der 307 CC Hdi FAP 135 auf 16-Zoll-Alufelgen. Zum Vergleich: Das Renault Mégane Coupé-Cabriolet ist mit einem Einstiegspreis von 22.100 Euro etwas günstiger. Dabei bekommt man einen vergleichbaren Motor, aber etwas weniger Ausstattung. Der Peugeot-Preis geht also in Ordnung.
(sl)
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